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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren - Gemeinsame Erklärung von Landesregierung und Kammern Sachsen-Anhalts unterzeichnet >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 07.02.2020 um 16:36:56

Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren - Gemeinsame Erklärung von Landesregierung und Kammern Sachsen-Anhalts unterzeichnet

Die Freiwilligen Feuerwehren und alle acht Ortsfeuerwehren der Stadt Leuna im September 2019. Auch sie sollen von der Gemeinsamen Erklärung profitieren. Die Freiwilligen Feuerwehren und alle acht Ortsfeuerwehren der Stadt Leuna im September 2019. Auch sie sollen von der Gemeinsamen Erklärung profitieren.
Foto: Archiv/ Matthias Wuttig
Halle (Jana Keller). Freiwillige Feuerwehren wehren Gefahren ab und retten Menschen. Sie und das freiwillige Engagement ihrer Mitglieder sind fundamentale und wichtige Bestandteile der Gesellschaft. In diesen Punkten sind sich die Landesregierung und die Kammern in Sachsen-Anhalt einig. So unterstützen IHK und Handelskammern die Landesregierung bei ihren Aktivitäten zur Förderung des Ehrenamtes. 

Zu diesem Zweck haben Ministerpräsident Reiner Haseloff, Innenminister Holger Stahlknecht, Steffen Keitel, Präsident der IHK Halle-Dessau, Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, und Hagen Mauer, Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, am vorigen Mittwoch, dem 5. Februar, in Halle die Gemeinsame Erklärung „Freiwillige Feuerwehren – unverzichtbar für das Gemeinwesen“ unterzeichnet. Im Voraus unterschrieben hatte bereits Klaus Olbricht, Präsident der Industrie- und Handelskammer Magdeburg. 

Sicherheit der Bevölkerung

Auf den Weg gebracht wurde die Vereinbarung vom Ministerium für Inneres und Sport. Ihr Ziel ist es, Arbeitgeber für die Belange der Freiwilligen Feuerwehren zu sensibilisieren, damit diese ihre Angestellten für die Einsätze freistellen. Das schütze am Ende auch die Unternehmen selbst. Die Kammern planen diesbezüglich ein Merkblatt mit Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Freistellung sowie zur Kostenerstattung für die Betriebe. Denn die Feuerwehren sind ein Garant für  die Sicherheit der gesamten Bevölkerung. 

Das Miteinander

Die Vereinbarung sei ein „Schulterschluss zur Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren im Land“, so Ministerpräsident Reiner Haseloff, denn man sei hier auf dieses Ehrenamt angewiesen. Es ist das Rückgrat der hiesigen Brandschutzstrukturen. Dabei haben die Feuerwehren ein breites Spektrum abzudecken und würden zudem über alle Generationen hinweg zum Zusammenhalt in der Gesellschaft beitragen. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag für das Miteinander, meinte Haseloff hierzu. 

Dieses verantwortungsvolle Engagement braucht natürlich willige Mitstreiter. So engagieren sich mehr als 31 000 Kameraden und Kameradinnen in Sachsen-Anhalt ehrenamtlich für die Feuerwehr. Sie wenden Katastrophen ab, weshalb man bemüht sei, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, erklärte der Ministerpräsident. Er bedankte sich bei den Kammern für ihre Unterstützung – denn natürlich sei es für alle Beteiligten nicht einfach, Familie, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen.

Feuer und seine Folgen

Auch Holger Stahlknecht unterstrich die Relevanz der Freistellung. Man müsse Unternehmen dafür sensibilisieren, dass jeder einmal die Feuerwehr gebrauchen könnte. Die Gemeinsame Erklärung ist dabei Teil der Feuerwehrkampagne des Innenministeriums, zu der unter anderem auch ein Brandschutzerziehungstag an Schulen gehört. Mit der Unterzeichnung sei der 5. Februar 2020 „ein guter Tag für alle Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt“ gewesen, verkündete Stahlknecht. Thomas Keindorf von der Handwerkskammer wolle nun bei Betrieben und Mitarbeitern für die Aktion werben – das sei zwar für die Betriebe schwierig zu managen, aber notwendig. Steffen Keitel von der IHK Halle-Dessau fügte hinzu, dass man gerade bei den aktuellen globalen Ereignissen – zum Beispiel in Australien – sehen würde, wie schlimm und weitreichend die Auswirkungen von Feuern sein können. 

IHK und die Handwerkskammern vertreten etwa 150 000 Unternehmen, die es nun zu überzeugen gilt. Denn am Ende ist die Gemeinsame Erklärung nur appellativ und nicht gesetzlich bindend, so Haseloff. Dabei sei es wichtig, dass vor allem junge Leute von ihren Arbeitgebern Zuspruch bekommen, da auch die Freiwilligen Feuerwehren vom demografischen Wandel betroffen sind. 

Gegenseitiges Verständnis

„Die Unterzeichner werben für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis“, heißt es in der Gemeinsamen Erklärung. „Probleme bei der Freistellung von den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren werden besprochen und einer Lösung zugeführt. Dafür soll ein jährlicher Meinungsaustausch eingeführt werden.“ Weiteren Organisationen wird freigestellt, sich der Aktion anzuschließen. 

Die Erklärung „Freiwillige Feuerwehren – unverzichtbar für das Gemeinwesen“ ist Teil eines Bündels von Maßnahmen der Landesregierung unter dem Motto „Voller Einsatz“. Mit diesen unterstützt man seit 2018 die Bemühungen von Städten und Gemeinden zur personellen Stärkung der Feuerwehren. So sollen die Feuerwehren  in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Zu den Maßnahmen gehört auch der „Tag der Feuerwehr“, der zum dritten Mal am 30. Mai 2020 stattfinden wird. Er wird in Bitterfeld-Wolfen eröffnet.

Leserkommentare:


Frank , Halle :
"Die Feuerwehren sind unbestritten sehr wichtig nur ich finde es traurig 😕 denn niemand interessiert sich für die wenigen Katastrophenschutzeinheiten und deren Helfer. Schlechte marode Unterkünfte, wenig Geld obwohl es wie der Brandschutz eine Pflichtaufgabe der Gemeinden und Landkreise ist. Da fragt man sich warum man noch ein Ehrenamt ausübt😕"


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