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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 19.03.2020 um 18:49:25

Auch im Saalekreis infizieren sich immer mehr Menschen

Lutz Heimann, Hartmut Handschak  und  Annegret Muchow während der Pressekonferenz   am Dienstag zur Corona-Situation. Lutz Heimann, Hartmut Handschak und Annegret Muchow während der Pressekonferenz am Dienstag zur Corona-Situation.
Foto: Ralf Penske
Große Teile des öffentlichen Lebens sind auch im Saalekreis seit Mittwoch eingeschränkt. Menschen müssen mitwirken, diese Krise zu bewältigen und jetzt verantwortungsvoll agieren.

Merseburg (red).
Nahezu zeitgleich mit der Verordnung des Landes gaben Saalekreis-Landrat Hartmut Handschak, Amtsärztin Annegret Muchow, und der Geschäftsführer des Carl-von-Basedow-Klinikums, Lutz Heimann, in der Kreisverwaltung eine Presseerklärung ab.  Hartmut Handschak erläuterte die Situation im Saalekreis: „Wir gehen davon aus, dass die Fälle der infizierten Personen im Saalekreis in den kommenden Tagen zunehmen werden.“ 

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es zwölf bestätigte Fälle im Saalekreis. Die Kontaktpersonen wurden ermittelt und erhielten vom Gesundheitsamt eine Anordnung zur häuslichen Quarantäne. Insgesamt sind bisher 624 Kontaktpersonen und Verdachtsfälle  ermittelt. 122 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne, 149 Personen in Betreuung  des Gesundheitsamtes (Stand: Donnerstag, 16 Uhr).

Der Landrat beschrieb die Lage als handfeste Krise. „Die Lage ist ernst und wir müssen uns auf weitere Unannehmlichkeiten gefasst machen. Deshalb ist es wichtig, möglichst alle nicht notwendigen Sozialkontakte zu vermeiden, um die Infektionskette zu unterbrechen und den Peak der Infektionen zu strecken, damit dass Gesundheitswesen nicht seine Kapazitätsgrenzen überschreitet“, betonte er. Bei Nichtbefolgung der Anordnungen werden die Ordnungsbehörden reagieren. 

Amtsärztin Annegret Muchow sagte, dass sich der Landkreis „noch in einer komfortablen Situation befindet“. Die drei ersten infizierten Patienten hätten keine Komplikationen und leichte Verläufe sind in  häuslicher Quarantäne. Zwei Infizierte hatten sich bei Auslandsaufenthalten angesteckt, ein Infizierter bei einem Erkrankten in Leipzig.   

Sollten sich Symptome zeigen, unverzüglich den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen abzusprechen.  „Wir sind im engen Austausch mit den Hausärzten. Diese sind jedoch in keiner einfachen Position, weil fast überall spezielle Schutzausrüstung fehlt. Schutzmasken des Standards FFP (Filtering Face Pieces) sind zwar vom Landkreis bestellt, wurden aber noch nicht geleifert. Doch unsere Hausärzte sind kreativ. So werden Abstriche der Patienten im Auto selbst genommen und steril durch Praxiszimmer gereicht“, sagte Annegret Muchow.

Lutz Heimann, Geschäftsführer des Basedow-Klinikums in Merseburg, schilderte die Situation aus Sicht des Klinikums. „Wir haben frühzeitig Maßnahmen ergriffen und sind auf Patienten mit Coronavirus vorbereitet. Alle, aus medizinischer Sicht, nicht notwendigen Operationen wurden abgesagt. Das Basedow-Klinikum verfügt über eine Kapazität von 22 Intensivbetten an den beiden Standorten in Merseburg und Querfurt. Bei Bedarf kann diese Zahl aber noch aufgestockt werden“, erläuterte Lutz Heimann.

Seit Mittwoch gilt im Land eine Notversorgung für Kinder bis zwölf Jahre, deren Eltern in Berufen der öffentlichen Daseinsvorsorge beschäftigt sind. Der Saalekreis hat auch die chemischen Großbetriebe in diese Daseinsvorsorge aufgenommen. Im gesamten Landkreis Saalekreis sind davon 160 Grundschulkinder betroffen.   

Weitere Festlegungen und Informationen:
Für allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus hat das Gesundheitsamt eine Hotline geschaltet. Sie ist erreichbar von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr unter Telefon  03461/40 27 27. Wenn Symptome vorliegen, sind die Hausärzte telefonisch vorab zu kontaktieren und diese Personen sollen dann dezentral durch den Hausarzt ohne Kontakt abgestrichen werden. Über die Telefonnummer 116117 kann auch ein mobiler Dienst der Kreisverwaltung zum Abstrich angefordert werden.

Fieberambulanz im Salzatal wird eröffnet
Ab Montag, den 23. März , eröffnet in Salzatal eine zentrale Fieberambulanz. Bürgerinnen und Bürger, die in den vergangenen 14 Tagen mit einem bestätigt, infiziertem Corona-Patienten direkten Kontakt hatten oder einen Aufenthalt in offiziellen Risikogebieten hatten und eindeutige Symptome aufweisen, können die Fieberambulanz direkt aufsuchen. Dazu gehören Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost. 

Die Fieberambulanz befindet sich im Sport- und Freizeitzentrum Salzmünde direkt am Sportplatz (Sportlerweg 4, in Salzmünde). Sie hat geöffnet montags, mittwochs und freitags 11 bis 14 Uhr.

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