Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Halle (Saale) > Händel-Haus erneut geöffnet - vor Ort und digital >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 08.05.2020 um 12:46:40

Händel-Haus erneut geöffnet - vor Ort und digital

Oskar Hagen steht im Mittelpunkt der diesjährigen Jahresausstellung des Händel-Hauses. Oskar Hagen steht im Mittelpunkt der diesjährigen Jahresausstellung des Händel-Hauses.
Foto: Archiv / Jana Keller Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder)
Halle (Händel-Haus/Jana Keller). Seit Donnerstag ist das Händel-Haus mit seinen beiden Dauerausstellungen „Händel – der Europäer“ und „Historische Musikinstrumente“ sowie der Jahresausstellung „Meine Seele sieht im Hören – Händels Opern, Oskar Hagen und die Bildkraft der Musik“ wieder für Besucher geöffnet. Das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus und die Bibliothek der Stiftung Händel-Haus bleiben jedoch vorerst leider geschlossen. Die Öffnung des Händel-Hauses erfolgt unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen. Neben einer umfangreichen Beschilderung und der Bereitstellung von Desinfektionsmitteln sowie der Anpassung der Leitsysteme für die Besucher wurde eine maximale Besucherobergrenze für jeden Ausstellungsraum festgelegt. Ebenso gilt im gesamten Haus eine generelle Maskenpflicht. Ein Rundgang wird angeboten, der in einer vorgegebenen Richtung durch die zwei Etagen der Händel-Ausstellung und der Musikinstrumenten-Ausstellung führt. Dieser beginnt mit einer „berührungsfreien“ Audioführung über Lautsprecher. Der Rundgang wird im 13-Minuten-Takt für Einzelbesucher und Zweiergruppen bzw. für Besucher, die zu einem Hausstand gehören, eingeschaltet. Er existiert auch in Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Das Rundgangprinzip gibt dem „Besucherstrom“ einen Rhythmus und sichert ab, dass sich die Besucher in den Räumen nicht begegnen. 

closed but open

Doch auch abseits der Räumlichkeiten bietet das Händel-Haus einen Einblick in kulturelle Kostbarkeiten. So ist seit Ende März die Jahresausstellung „Meine Seele sieht im Hören – Händels Opern, Oskar Hagen und die Bildkraft der Musik“ auch online verfügbar − frei nach dem Motto: „closed but open“, geschlossen, aber dennoch geöffnet. Mit diesem Slogan präsentieren in den Zeiten der Corona-Krise weltweit viele Museen ihre Ausstellungen und Sammlungen im Internet. Im Händel-Haus ergriffen Christiane Barth und Theresa Stiller, die Kuratorinnen der Jahresausstellung, die Initiative. Ihre erst Ende Februar eröffnete Exposition musste schon im März coronabedingt wieder schließen und so entschlossen sie sich, die Werke nach und nach im Internet zugänglich zu machen.  

Viel Arbeit

So wird die Ausstellung auf der Seite  www.haendelhaus.de Stück für Stück vervollständigt. Dieses Vorhaben war mit viel Arbeit verbunden, da man neue Bilder anfertigen musste, um die Rechte Dritter an einigen Bildern, die man nur in der Ausstellung sehen kann, zu wahren. Die Texte wurden fürs Internet mit Fußnoten und Quellenangaben versehen. Online kann man sich die Musikstücke aus der Ausstellung auf YouTube anhören − hierfür musste alles verlinkt werden. Darüber hinaus wurden die einzelnen Aktionen auf der Facebook-Seite der Einrichtung beworben. Auch kurze Videos sind noch geplant, in denen die Kuratorinnen zu Wort kommen wollen. Zu Letzterem ist man bisher leider noch nicht gekommen. Auch nach der Wiedereröffnung des Hauses soll die virtuelle Ausstellung Interessierten weiterhin zur Verfügung stehen. Christiane Barth selbst fände es  schön, wenn die Ausstellung nun für immer auf den Seiten des Händel-Hauses zu finden wäre. Sie habe sich ein solches Online-Angebot schon lange gewünscht, auch wenn es doch immer mit zusätzlicher Arbeit verbunden sei. Auch über die Resonanz hat sie sich gefreut − so bedankte sich beispielsweise der Leiter eines Seniorenkollegs in Göttingen für das Angebot.  

An anderer Stelle arbeitet man im Händel-Haus daran, die Grafiksammlung des Hauses  online zugänglich zu machen. Hierbei handelt es sich um etwa 1 700 Grafiken von Händel, den Orten, die er bereiste, von der Stadt Halle, von Persönlichkeiten sowie von Gelehrten. Die Arbeiten werden zum einen auf www.museum-digital.de, zum anderen auf den Seiten des Händel-Hauses selbst veröffentlicht. Ob in Zukunft alle neuen Ausstellungen online verfügbar gemacht werden, ist noch ungewiss. 

Besucher willkommen

Dennoch wolle man natürlich, dass die Leute wieder ins Museum kommen, denn direkt im Raum sei das Erlebnis doch ein anderes. Indem man durch die einzelnen Zimmer gehe, würde man sich die Exponate und das Wissen anders aneignen, so die Expertin. Eine „weltliche Prozession“ nannte sie diesen Vorgang − nach dem Zitat eines Kollegen. Hierbei sind natürlich die neuen Abstands- und Hygieneregeln des Hauses zu beachten. So dürfen momentan maximal 40 Besucher gleichzeitig anwesend sein − und diese müssen gut verteilt werden, damit sie sich in den doch recht engen Räumen nicht über den Weg laufen. Eine weitere wichtige Neuerung: das Händewaschen vor sowie nach dem Besuch der Expositionen. Trotz all der Maßnahmen, freuen sich die Mitarbeiter des Händel-Hauses, wieder Besucher in den Ausstellungen begrüßen zu dürfen. So ist das Haus nun wieder von Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
PR-Anzeigen unserer Kunden
Genuss im neuen Café der Schmetterlinge Genuss im neuen Café der Schmetterlinge Halle (le café papillon). Das le café papillon in der Kleinen Marktstraße 7 in Halle ist kein klassisches Café in dem Sinne. ...
Anzeige
Globus Halle
„Alte Brennerei“ in Niemberg ist nun barrierefrei „Alte Brennerei“ in Niemberg ist nun barrierefrei Vereinsmitglieder haben das Dorfgemeinschaftshaus mit Hilfe von Fördermitteln umgebaut. ...
Anzeige
Das Coronavirus in Sachsen-Anhalt - die aktuelle Lage Das Coronavirus in Sachsen-Anhalt - die aktuelle Lage Halle (Redaktion). Mit der in der letzten Woche beschlossenen 6. Eindämmungsverordnung des Landes ergeben sich weitere Veränderungen − auch...
Anzeige
Saalekids