Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv
MZ Immobilien

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Halle (Saale) > Ein Neustart für Kultur und Sport - Teilnehmer für Experiment gesucht >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 17.07.2020 um 16:05:01

Ein Neustart für Kultur und Sport - Teilnehmer für Experiment gesucht

Die Pressekonferenz zur Vorstellung von Die Pressekonferenz zur Vorstellung von "Restart-19". Von links nach rechts: Dr. Thomas Moesta, Minister Prof. Dr. Armin Willingmann, die sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping, Prof. Dr. Michael Gekle und Projektleiter Dr. Stefan Moritz.
Foto: Jana Keller
Halle (Jana Keller). Die Corona-Krise hat Deutschland im März 2020 hart getroffen. Die Bürger Sachsen-Anhalts und Sachsens haben sich jedoch an die schnell aufgestellten neuen Regeln gehalten und konnten die Infektionszahlen hier so relativ gering halten. Dennoch leben wir heute mit einer neuen Normalität. Kunst- und Kulturveranstaltungen im großen Rahmen sind teilweise verboten, teilweise mit straken Auflagen verknüpft – ein großer Verlust für die Gesellschaft, so Prof. Dr. Thomas Moesta, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Halle bei der Vorstellung des Projekts „Restart-19“ am 17. Juli im Uniklinikum. Das Forschungsprojekt untersucht evidenzbasiert und mit wissenschaftlichem Studiendesign die Risiken von Großveranstaltungen in Hallen. Ziel ist es, Lösungen zu finden, wie diese wieder stattfinden könnten. „Restart-19“ wird mit rund 990 000 Euro von den Ländern Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie aus Eigenmitteln der Universitätsmedizin Halle (Saale) finanziert.

Zum Projekt

Mehrere Teilprojekte sind enthalten – am wichtigsten dabei wird das große Experiment in der Arena Leipzig sein, das für den 22. August 2020 geplant ist. „Wir spielen an diesem Tag drei Simulationen durch. Einmal eine Veranstaltungssituation wie vor der Corona-Pandemie, natürlich alles mit dem größtmöglichen Schutz für die Beteiligten. Als zweite eine Simulation mit 4 000 Teilnehmenden, bei der die Ströme gezielt gelenkt werden, und als drittes eine Simulation mit 2 000 Teilnehmenden“, erläuterte Projektleiter Dr. Stefan Moritz von der Universitätsmedizin Halle (Saale). Damit das Ganze nicht zu trocken wird, unterstützt Sänger Tim Bendzko das Experiment mit einer Konzertsimulation und auch die DHfK-Handballer aus Leipzig werden in den Pausen vor Ort sein.

Hygienekonzept

Ein umfassendes Hygienekonzept mit Oberflächendesinfektion und FFP2-Masken ist im Experiment natürlich vorgesehen. Alle Beteiligten werden zudem 48 Stunden vor Beginn auf das Coronavirus getestet. „Alle Teilnehmenden erhalten ein sogenanntes ‚Contact Tracing Device‘, also ein Gerät, das für jeden registriert ist und Intensität im Sinne von Abstand, Dauer und Häufigkeit eines Kontaktes misst und aufzeichnet“, so Moritz weiter. Nicht nur in der Halle findet das Experiment statt, sondern auch die Anfahrt zur Arena ist Bestandteil – sogar bei Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Teilnehmer gesucht!

Um das Experiment erfolgreich auf den Weg zu bringen, sind natürlich jede Menge Teilnehmer nötig. Insgesamt 4000 Menschen sollen sich einbringen – Menschen, die jung und gesund sind, versteht sich. Die vollständigen Informationen zum Projekt, zum Ablauf und den Risiken sind auf der Internetseite www.restart19.de zu finden. Dort können sich Interessierte im Alter von 18 bis 50 Jahren ganz einfach registrieren. Ausgeschlossen werden natürlich Personen, deren gesundheitliche Situation einen schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung begünstigen würde.

Experiment mit offenem Ausgang

„Die Corona-Pandemie lähmt die Veranstaltungsbranche. Solange Ansteckung droht, dürfen weder große Konzerte und Messen noch Sportevents stattfinden. Deshalb ist es so wichtig herauszufinden, mit welchen technischen oder organisatorischen Rahmenbedingungen sich die Ansteckungsgefahr wirksam minimieren lässt“, betonte Sachsen-Anhalts Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. Man wolle nun herausfinden, wie man die Gefahr bei vielen Menschen unter einem Dach minimieren kann – und diesen dabei doch ein Gefühl der Sicherheit geben. Das Experiment habe dabei aber durchaus einen offenen Ausgang, so Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität. Mit den ersten Ergebnissen des Experiments sei zudem erst nach vier bis sechs Wochen zu rechnen. Sie sollen Ansatzpunkte liefern, in welchem Rahmen Großveranstaltungen in Zukunft möglich sein werden.

Unterstützer

Das länderübergreifende Projekt „Restart-19“ der Universitätsmedizin Halle (Saale) wird unterstützt vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und den Staatsministerien für Wissenschaft, Kultur und Tourismus beziehungsweise Soziales und Gesellschaftlicher Zusammenhalt des Freistaates Sachsen. Partner des Projekts sind der SC DHfK Leipzig, Handball, und die ZSL Betreibergesellschaft mbH.
 

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Englisches Flair in Halles Innenstadt - neue Abfallbehälter für den Marktplatz Englisches Flair in Halles Innenstadt - neue Abfallbehälter für den Marktplatz Die Attraktivität des halleschen Marktplatzes soll weiter gesteigert werden. ...
Anzeige
Trauerportal
Summercamp in Ferropolis Summercamp in Ferropolis  Festivalatmosphäre trotz Corona  zwischen Stahlgiganten ...
Anzeige
Wieder ins Berufsleben starten Wieder ins Berufsleben starten Matthias Ahrendt hat es mit Hilfe des Projektes Aktive Eingliederung Landkreis Saalekreis geschafft, wieder einen Job zu finden. ...
Anzeige
Globus Halle