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Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 22.07.2020 um 15:04:41

30 Jahre „Freunde der Moritzburg“ - ein Förderverein feiert Jubiläum

Die Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg bei einer ersten Abstimmung während der Gründungsveranstaltung des Vereins am 18. Mai 1990 − damals noch als „Förderkreis der Staatlichen Galerie Moritzburg e. V.“ bekannt. Die Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg bei einer ersten Abstimmung während der Gründungsveranstaltung des Vereins am 18. Mai 1990 − damals noch als „Förderkreis der Staatlichen Galerie Moritzburg e. V.“ bekannt.
Foto: Vereinsarchiv
Halle (Jana Keller). „Welches Museum hat keine Wünsche? Doch lassen sich diese häufig nicht ohne fremde Hilfe verwirklichen“, so Dr. Angela Dolgner, Vorsitzende des „Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e.V.“. Die Sammlung eines Museums sei profilbestimmend, aus ihr speisen sich Ideen und Projekte. Aus diesem Grund möchten der Verein und seine Mitglieder ebendieses Profil stärken – seit 1991 ermöglichen sie regelmäßige Ankäufe für das Museum und schließen damit Lücken im Bestand.  

Die Gründung eines Fördervereins

Doch wie kam es überhaupt zu der Gründung eines solchen Vereins? Schon zu DDR-Zeiten gab es diverse Unternehmen, die das Kunstmuseum unterstützten. Der damalige Direktor des Hauses, Dr. Peter Romanus, wollte, dass sich diese zu einem Kreis zusammenschließen. So wurde am 23. Mai 1989 der Förderkreis der Staatlichen Galerie Moritzburg gegründet. Ab 1990 durften in diesen auch Privatpersonen eintreten. Am 18. Mai 1990 fand schließlich die erste Mitglieder- und Wahlversammlung statt. Schon damals war Dr. Angela Dolgner im Vorstand – gemeinsam mit Edelgard Schier, Elvira Messe, Dr. Klehn, Dieter Stockmann und dem damaligen Museumsdirektor Peter Romanus. Zu dieser Zeit zählte der Verein 36 Mitglieder – heute sind es 457. 

Höhepunkte

Am 18. Juni 1990 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister, wonach die Freunde in diesem Juni ihr 30-jähriges Bestehen feiern konnten. Die Umbenennung in „Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e. V.“ erfolgte 2015. Der Zweck des Vereins galt von Anfang an der finanziellen Unterstützung der Moritzburg, denn diese hatte Wünsche, die sie sich selbst nicht erfüllen konnte, so Dr. Dolgner. Daher erwarben die Freunde und Förderer bereits 1991 „Zur Ausfahrt bereit“, einen Holzschnitt Lyonel Feiningers, und unterstützten auch die Ausstellung „Lyonel Feininger. Die Halle-Bilder“. Im Jahr 2003 wurde zudem der Feininger-Rundgang ins Leben gerufen, der die Möglichkeit bietet, die Stadt Halle aus dem Blickwinkel des Meisters zu entdecken. 

Inzwischen wird der Rundgang mit einem Audiowalk verknüpft, der per App heruntergeladen werden kann, und kommt mit Begleitheft daher. App und Heft entstanden in Kooperation mit der Hochschule Merseburg, dem Stadtmarketing Halle und dem Museum selbst. Darüber hinaus erwarb man für das Museum auch Werke von Gustav Klimt, Gerhard Marcks, Uwe Pfeiffer und vielen weiteren Künstlern.

Objekte wieder zum Leuchten bringen

Zusätzliche Aufgaben des Vereins umfassen die Unterstützung von Restaurierungen. Diesbezüglich initiierte man 2007 die Patenschaftsaktion „Himmlische Helfer“. Restauriert werden konnten so unter anderem der Presselaltar, historische Bilderrahmen, das Barockzimmer im Talamt, einige Plastiken und mehr. Aktuell bemüht man sich um die Restaurierung des Rothenschirmbacher Altars. Dabei sei es immer „sehr schön, wenn man die Objekte wieder zum Leuchten bringen kann“, erklärt Dr. Angela Dolgner. Neben der unmittelbaren Förderung versuchen die Vereinsmitglieder, Menschen durch Veranstaltungen, Vorträge oder Sonderführungen an das Haus zu binden. So entstand das Vorhaben „Stifter & Schenker“. In dessen Rahmen recherchieren seit 2011 junge Kunsthistoriker im Auftrag des Vereins in den Beständen der Moritzburg, im Stadtarchiv und in anderen Häusern. Bisher konnten auf Grundlage dieser Forschungen gemeinsam mit dem Museum zwei Ausstellungen mit Katalog entwickelt werden, jüngst die Exposition „Stifter & Schenker II: Wege zur Burg der Moderne. 1908−139: Traditionen“. 

Beim Verein mitmachen kann jeder, der Lust hat und die Gebühr von 55 Euro im Jahr  begleichen kann. Daneben gibt es auch Mitgliedschaften für Familien oder Firmen. Der Antrag ist zu finden auf der Internetseite www.kunstmuseum-moritzburg.de bzw. auf Flyern direkt im Museum. 

Extras für Mitglieder

Ist man Mitglied, kommt man das ganze Jahr über kostenfrei ins Museum, darf exklusive Veranstaltungen für den Verein besuchen und erhält  immer alle wichtigen Informationen, die das Haus betreffen. In diesem Zusammenhang werden zudem Kunstreisen für die Mitglieder organisiert − zur besseren Kommunikation untereinander sowie zum Einblick in andere Museen. So war man schon in ganz Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz unterwegs. Bei Interesse können sich die Mitglieder auch an Besucherbefragungen im Kunstmuseum, als Aufsicht oder bei der Organisation von Veranstaltungen beteiligen − beispielsweise bei der Mitbetreuung der Magdalenenkapelle, die durch den Verein regelmäßig über die Sommermonate geöffnet wird. „Die Mitglieder müssen nicht, sie dürfen“, betont Dr. Dolgner. 

Junge Freunde willkommen

Besonders liegen der Vereinsvorsitzenden die „Jungen Freunde“ am Herzen. Als Teil des Fördervereins sind diese eine unabhängige Gruppe kunstinteressierter Menschen bis 35 Jahre, die gemeinsam ein vielfältiges Programm für jüngere Generationen gestalten. Darunter sind natürlich auch viele Studenten, die mitunter nach der Studienzeit wieder wegziehen. Deshalb sei es wichtig, auf der Suche nach neuen Mitgliedern „ständig am Ball zu bleiben“, so Dr. Dolgner. 

Denn man will natürlich, dass sich der Verein auch mit jungen Mitgliedern weiterentwickelt. Diesbezüglich blickt die Vorsitzende zuversichtlich in die Zukunft: „Wir freuen uns über jedes neue Mitglied, ob jung oder alt, das sich gemeinsam mit uns für unser Kunstmuseum einsetzt, denn es ist ein wahrer Schatz für die Stadt Halle (Saale) und für unser Bundesland.“

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