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Saskia Hotek Saskia Hotek
aktualisiert am 24.07.2020 um 12:33:38

Vorbereitung auf den Notfall

Die Auszubildenden lernen im neuen Simulationszentrum beispielsweise, wie sie einen Verletzten richtig auf die Trage heben, ohne die Wirbelsäule dabei zu beschädigen. Die Auszubildenden lernen im neuen Simulationszentrum beispielsweise, wie sie einen Verletzten richtig auf die Trage heben, ohne die Wirbelsäule dabei zu beschädigen.
Foto: Saskia Hotek Galerie (1 Bild)
In der Landesrettungsschule in Halle üben die zukünftigen Notfallsanitäter verschiedene Szenarien im Simulationszentrum.

Halle (Saskia Hotek und Leoni Selbmann). Der Handwerker Herr Müller steht auf einer Leiter, um einen Beamer an der Decke zu befestigen. Plötzlich bekommt er einen Stromschlag und fällt von der Leiter. Die Notfallsanitäter eilen zum Unfallort, um ihm zu helfen.

Theatertechnik verbaut
So lautete das Szenario, welches die zukünftigen Notfallsanitäter in der Landesrettungsschule in Halle am Dienstag übten. An diesem Tag wurde das neue Simulationszentrum der Einrichtung offiziell vorgestellt. Ausgerüstet mit umfangreicher Video- und Audiotechnik, die auch in Theatern verbaut ist, können unterschiedliche Umgebungssituationen simuliert werden. 

Schulleiter Sven Baumgarten erklärte, welche Möglichkeiten der neue Simulator bietet: „Der Raum ist so gestaltet, um bestimmte Wetterszenarien nachzustellen.“ Mit den Lautsprechern könne man beispielsweise Donner so gut nachempfinden, dass „es einen erschrecken lässt.“ Auch eine Hubschrauberlandung und ein Einsatz auf der Autobahn können simuliert werden. 

Entscheidungen treffen
Während des Einsatzes im Simulator lernen die Auszubildenden nicht nur, ihr medizinisches Fachwissen anzuwenden. Sie eignen sich auch eine Fähigkeit an, die im realen Einsatz besonders wichtig ist: Entscheidungen treffen. 

In diesem Szenario haben die angehenden Notfallsanitäter richtig entschieden, ein zweites Rettungsteam und einen Notarzt zum Einsatzort zu rufen. Denn bei dem Verletzten besteht der Verdacht auf eine Wirbelsäulenfraktur. Um eine dauerhafte Schädigung der Wirbelsäule, im schlimmsten Fall eine Querschnittslähmung zu vermeiden, müssen vier Sanitäter den Patienten auf eine Trage heben. Für diesen Vorgang gibt es  bestimmte Abläufe, die eingehalten werden müssen. Der Patient, in diesem Fall die Simulationspuppe, wird vorsichtig auf die Seite gelegt. Das Spineboard, ein Rettungsbrett, kommt an den Rücken des Verletzten und mit diesem zusammen wird er wieder auf den Rücken gedreht. Dabei muss der Kopf immer von einem Sanitäter stabilisiert werden. 

Anschließend wird der Verletzte auf die Trage gelegt und in den Rettungswagen geschoben. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Simulation über 20 Minuten gedauert. 

Fehler  analysieren
Damit ist der Einsatz noch nicht beendet. Jetzt muss der Notfallsanitäter den Patienten noch im Krankenhaus anmelden. Dafür genügt ein Anruf. Doch auch dabei können Fehler gemacht werden, wie in diesem Fall: Der Sanitäter sagt am Telefon, dass sie in zehn Minuten in der Notaufnahme eintreffen würden. „Das ist falsch. Stattdessen sollte man bei der Anmeldung immer eine genaue Zeit angeben, wie ,Wir sind 11.30 Uhr da’“, riet Schulleiter Sven Baumgarten. Dieser Fehler wurde in der Videoaufnahme vermerkt und wird später von den Auszubildenden analysiert.

Gemeinsame Rettungsschule
Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) haben am 1. April 2001 ihre Landesrettungsschulen zusammengeführt. Seither verfügt die Schule über Standorte in Halle (Saale) und der Landeshauptstadt Magdeburg. Gemeinsam können ASB und  DRK auf  langjährige Erfahrungen in der erfolgreichen Rettungssanitäter- und Rettungsassistentenausbildung verweisen. Bereits seit 2014 wird die Ergänzungsausbildung zum Notfallsanitäter durchgeführt. 

Im neuen Simulationszentrum können die Auszubildenden seit dem Frühjahr 2020  verschiedene lebensbedrohliche Krankheitsbilder mit Hilfe von Rollenspielen so realistisch wie möglich durchlaufen. Dies bereitet die Auszubildenden auf Ernstfälle im Alltag vor.  

Ziel der Notfallsanitäterausbildung ist das eigenverantwortliche Durchführen von geeigneten medizinischen Maßnahmen zur Erstversorgung von Notfällen und zur Unterstützung des Notarztes. 

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