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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 04.09.2020 um 15:48:46

Heimat ist mehr als ein Gefühl

Den Sektpudel in Vereinsfarben bekam Dr. Claudia Dalbert zur Erinnerung. Wenige Minuten zuvor erhielt Ronny Krimm die Auszeichnungsurkunde.  Die Blumen sind ein Dankeschön eines Mösthinsdorfer Ehepaares. Den Sektpudel in Vereinsfarben bekam Dr. Claudia Dalbert zur Erinnerung. Wenige Minuten zuvor erhielt Ronny Krimm die Auszeichnungsurkunde. Die Blumen sind ein Dankeschön eines Mösthinsdorfer Ehepaares.
Foto: Kerstin Eschke Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Der Vorsitzende des Heimatvereins in Mösthinsdorf ist der Neulandgewinner in Sachsen-Anhalt.

Mösthinsdorf (Kerstin Eschke).
Der Kirchgarten in Mösthinsdorf ist am Abend des 2. September gut gefüllt. Die Mösthinsdorfer und zahlreiche Gäste, unter ihnen Sachsen-Anhalts Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Dr. Claudia Dalbert, sind gekommen, um den Neulandgewinner Sachsen-Anhalts zu feiern und über die Zukunft des ländlichen Raumes zu diskutieren. Denn hier im kleinen Dorf in der Gemeinde Petersberg im kürzlich eingeweihten neuen Vereinshaus des Heimatvereins fand die erste Heimatkonferenz des Landes statt. Trotz des coronabedingten physischen Abstandes, fühlt man sich hier nah, weil das Gemeinsame − der Wille,  sein Dorf zu einer lebens- und liebenswerten  Heimat zu gestalten − verbindet.

Engagierte Menschen machen ihre Heimat zu einem Ort, an dem sie gerne leben, denn: Heimat ist mehr als ein Gefühl

Zur Heimatkonferenz eingeladen hat die Ministerin. Denn, so sagt sie am Abend: „Um Neuland zu gewinnen, braucht es Menschen, die  anpacken, um ihre Heimat zu gestalten. Die den Weg wählen: weg vom Zuschauer, hin zum Macher.“ Neulandgewinner ist ein Programm der Robert-Bosch-Stiftung und des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung. Mit diesem werden Menschen unterstützt, die sich in besonderem Maße für ihren Heimatort im ländlichen Raum engagieren. Bundesweit  gab es 303 Bewerber. In Sachsen-Anhalt fiel die Wahl auf Ronny Krimm und das Projekt „Kunst-Kultur-Musik und Aktivitäten im Kulturhaus“. 

Verbunden mit der Auszeichnung ist eine finanzielle Förderung und ein Mentoring durch die Robert-Bosch-Stiftung. Zwei Jahre lang werden Fachleute der Stiftung  Krimm und die Mösthinsdorfer bei Aufbau und Etablierung des Kulturhauses beratend unterstützen.

Neulandgewinner gestalten die Zukunft

Ronny Krimm ist jemand, der auf die Menschen zugeht, sie mitnimmt und der begeistern kann. Er ist jemand, der Veränderung als Chance begreift und weiß, dass nur die Einwohner gemeinsam den Ort lebenswert machen können. Mit nur 19 Jahren hat er hier in Mösthinsdorf einen  Heimatverein gegründet. Das war im Jahr 1999. Seitdem wurde viel auf den Weg gebracht. Heute zählt der Verein rund 100 Mitglieder. Und das bei einer Einwohnerzahl von knapp über 250. Und heute nennt sich der Verein Wildtulpe. „Die Wildtulpenwiese am Ortsausgang von Mösthinsdorf hat uns inspiriert“, erzählt der junge Mann.  
Das  neue Vereinshaus, das auch  Haus  der Begegnung genannt wird, heißt nicht nur so. Hier treffen sich die Mösthinsdorfer Einwohner, hier wird gemeinsam gesungen, ge-handwerkelt und über die Zukunft des Ortes philosophiert. Wobei dies das falsche Wort ist, denn die Mösthinsdorfer wollen allem voran  nicht nur reden, sie wollen selbst gestalten. Und das tun sie seit Jahren sehr erfolgreich. Eine Dorfgemeinschaft, die aktiv zusammenarbeitet. Deshalb war es für Dr. Claudia Dalbert naheliegend, die erste Heimatkonferenz hier in Mösthinsdorf im Haus der Begegnung abzuhalten.

Heimatkonferenz: Wo klemmt es?

In der Heimatkonferenz kommt die Ministerin ins Gespräch mit Aktiven anderer Gemeinden. Es wird diskutiert, wie Sachsen-Anhalts Dörfer attraktiver werden − zu Orten, wo auch junge Menschen und vor allem Familien gerne leben. Sie möchte wissen, wo es klemmt, was das Land besser machen kann, damit sich die Menschen in und für ihre Heimat engagieren. So wünschen sich die Teilnehmer mehr Hilfen für Ehrenamtliche und einfachere Wege, um an Förderungen zu gelangen.

Hilfe für Brandopfer
Ronny Krimm setzt sich auch ganz persönlich für seine Einwohner ein: „Durch das verheerende Feuer im August wurde das Wohnhaus einer Mösthinsdorfer  Familie vollkommen zerstört. Das Ehepaar ist leider nicht versichert, sodass sie vor dem Nichts stehen. Deshalb  beginnen wir am 6. September eine Spendenaktion.  Die Gäste des Chanson-Konzerts sind aufgerufen, zu spenden. Die Familie selbst haben wir auch  zum Konzert eingeladen, damit sie  etwas Schönes erleben und auf andere Gedanken kommen können.“ 

Der Konzertnachmittag „Chanson meets Swing – Knef bis Waldoff“ beginnt am 6. September um 16 Uhr in der Kirche Mösthinsdorf. Rund um den Konzertnachmittag gibt es selbst gebackenen Kuchen.

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