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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 13.09.2020 um 11:50:51

Erinnern und Gedenken ein Jahr nach dem Terroranschlag in Halle

Die Synagoge in Halle Die Synagoge in Halle
Foto: Kerstin Eschke
Ein Jahr nach dem Terroranschlag in Halle wollen Stadt, Land und die jüdische Gemeinde Halle an die Tat vom 9. Oktober erinnern.

Von Kerstin Eschke


Am 9. Oktober 2020 jährt sich der rechtsterroristische Anschlag auf die Synagoge in Halle und auf einen Döner-Imbiss, bei dem der Täter zwei Menschen erschoss, zum ersten Mal. Stadt, Land und die jüdische Gemeinde planen einen Gedenktag, um zu erinnern und an die Opfer und Hinterbliebenen zu denken. 

Am Donnerstag der vorigen Woche stellten Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff,  Sozialministerin Petra Grimm-Benne und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde  Max Privorozki den Ablauf des Gedenktages vor. „Der  9. Oktober gehört zu den schlimmsten Tagen, die wir je erlebt haben“, begann Bernd Wiegand und sagte weiter: „Bewegt hat mich am nächsten Tag die Solidarität der Menschen und die Trauer auf Marktplatz.“ Um 12.01 Uhr werden alle Kirchenglocken läuten. Zu diesem Zeitpunkt hat der Täter vor einem Jahr den ersten Schuss auf die Synagoge abgefeuert. Das städtische Leben soll für zwei Minuten zum Stillstand kommen, so der Oberbürgermeister.  Danach findet ein Carillonkonzert im Roten Turm statt. Gegen 15.30 Uhr wird eine Gedenktafel an der Synagoge enthüllt und bereits 15.15 Uhr wird auf dem Gelände der Synagoge ein Opferdenkmal enthüllt. Danach folgt der Gang von Synagoge zum Kiezdöner, wo eine Gedenktafel in den Boden eingelassen wird.

Um 17.30 Uhr beginnt die zentrale Gedenkveranstaltung in der Ulrichskirche.  Ministerpräsident Haseloff wird eine Ansprache halten. Weil die Platzanzahl auf 100 Personen begrenzt ist und die Organisatoren trotzdem vielen Menschen  die Möglichkeit zur Teilnahme ermöglichen wollen, wird es einen Livestream geben. Dieser wird  unter anderem in der Marktkirche , der Moritzkirche, den Franckeschen Stiftungen,  dem  Steintor-Varieté sowie dem neuen theater und der Oper Halle gezeigt.  Aufgrund der Corona-Pandemie wird es keine öffentliche Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz geben. Die aktuelle Planung geht von der derzeitigen Pandemielage aus, erläuterte Wiegand, sollte sie sich verschärfen oder entspannen, werden die Veranstaltungen angepasst.

Jüdisches Leben ist und war immer Bestandteil unseres Landes, leider mit schrecklichen Phasen, so Ministerpräsident Reiner Haseloff.  Jüdisches Leben wächst wieder, das zeigen die Gemeinden  in Dessau-Roßlau oder Magdeburg. „Die Tat ist keine regionale, keine deutsche, keine europäische, sie ist weltweite“, mahnte er. Mit dem Gedenktag soll ein Zeichen gesetzt werden, welches überregional ausstrahlt.

Die jüdische Gemeinde wird zweimal an  den Anschlag erinnern. Das erste Mal an Jom Kippur, der in diesem Jahr knapp zwei Wochen früher am 27. September beginnt, sowie am 9. Oktober. „Wir werden ein spezielles Gebet für beiden Ermordeten – Jana und Kevin – sagen“, sagte Max Privorozki am Donnerstag und weiter: „Es ist immer noch schwer, auch wenn schon ein Jahr vergangen ist. Es war eine anstrengende Zeit für alle Gemeindemitglieder.“ 

 

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