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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 30.09.2020 um 17:22:15

Die Silberhöhe muss sich öffnen

In der Gartenanlage an der Genthiner Straße sollen ein Gemeinschaftsgarten und ein Bauspielplatz entstehen. Im November wird der letzte Pächter den „Silbergrund“ verlassen. In der Gartenanlage an der Genthiner Straße sollen ein Gemeinschaftsgarten und ein Bauspielplatz entstehen. Im November wird der letzte Pächter den „Silbergrund“ verlassen.
Foto: Kerstin Eschke
Der Abriss hat auf der Silberhöhe Narben hinterlassen. Diese zu schließen, haben sich die Mitglieder des Forums Silberhöhe zur Aufgabe gemacht. Ein neues Stadtentwicklungskonzept wird dabei helfen.

Von Kerstin Eschke


Nach vielen Jahren ist das Kinderspielparadies Arche Noah erneut Gastgeber für eine Gesprächsrunde des Forums Silberhöhe. Die Räume bieten nicht nur Kindern viel Platz zum Spielen, sondern auch den Gesprächspartnern am Mittwochvormittag vor genau einer Woche genügend coronabedingten Sicherheitsabstand. Die Akteure des Forums haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Quartier im Süden Halles zu einem lebenswerten Stadtteil werden zu lassen. 

20 Jahre ist es mittlerweile alt − das Entwicklungskonzept Soziale Stadt. Viel hat sich getan in dieser Zeit. Die Silberhöhe entwickelte sich zur Waldstadt. Die grüne Mitte, eine Parkanlage im Zentrum, bietet Erholungs-, Spiel- und Sportmöglichkeiten. Schulen und Kindergärten wurden und  werden  saniert, ein Fußball-Nachwuchsleistungszentrum entsteht. Dennoch besteht Handlungsbedarf für die Zukunft. „Jetzt stehen wir am Punkt, wo wir sehen, was geschafft ist. Wie die Wahrnehmung von innen und außen ist“, dieses  Fazit zog die leitende Stadtplanerin Dr. Brigitta Ziegenbein vor einer Woche. Im Auftrag der Stadt Halle schreibt ein externes Planungsbüro das Waldstadtkonzept fort. Beschrieben wird darin die  städtebauliche Entwicklung der  Wald- und Sportstadt Silberhöhe für die nächsten zehn Jahre.

Ziel ist es, die Narben, die der Rückbau hinterlassen hat, zu schließen und die Silberhöhe nach außen zu öffnen. Konkrete Ansatzpunkte gibt es bereits. 

Die Silberhöhe mit ihren  rund 13 000 Einwohnern trumpft mit ihrer Nähe zur Saale-Elster-Aue. Der Fußgängertunnel wurde gestaltet, Tausende Bäume gepflanzt, der Bau eines weiteren Wasserspielplatzes ist geplant. Das Stadtteilzentrum wurde nach vielen Schwierigkeiten in den letzten Jahren mit dem Einzug des Quartierladens und der Stadtteilbibliothek neu belebt. Im zukünftigen Nachwuchsleistungszentrum des HFC wird nicht nur die  HFC-Jugend trainieren,  sondern auch Breitensportler. Außerdem hat das Ordnungsamt seine Präsenz im Stadtteil gestärkt. Die Mitarbeiter sind nun täglich unterwegs.

Bürgermeinungen und Ideen sind gefragt

Bei der Gestaltung ihres Stadtteils können sich die Einwohner beteiligen. Bürgermeinungen und Anregungen sind gefragt. Sie können im Quartierbüro abgegeben werden. Bei einer ersten Bürgerumfrage im Sommer wünschte man sich mehr Gastronomie und eine bessere Infrastruktur. Quartiermanager René Müller weist auf den Verfügungsfonds Aktive Silberhöhe hin: „Bürger oder Vereine  können unbürokratisch Gelder beantragen für die Umsetzung von Projekten im Quartier.“

Weiter sind Ideen zur Stärkung der Grünen Mitte, des Stadtteilzentrums und für die bislang leere Fläche an der  Endhaltestelle gefragt. Auch beim Ausbau des Fußgängertunnels können die Bewohner der Silberhöhe mitreden. Das Konzept wird im November mit den Akteuren auf der Silberhöhe besprochen und liegt im Dezember im Quartierladen aus.

Bauspielplatz und Gemeinschaftsgarten

Weiter berichtet René Müller von den Plänen, in der ehemaligen Gartenanlage „Silbergrund“ einen Bauspielplatz zu errichten: „Es gibt schon einen seit zwei Jahren in Freiimfelde. Er wird  so gut angenommen, dass der Bedarf für weitere Bauspielplätze da ist.“ Auf einem Bauspielplatz bauen Kinder unter fachkundiger und pädagogischer Aufsicht mit echtem Baumaterial und echtem Werkzeug. Der Kinderschutzbund möchte  Träger sein und die pädagogischen Fachkräfte bereitstellen.

Da diese Grünfläche  zwischen Genthiner Straße und Jessener Straße erhalten bleiben soll, könnte hier ebenso ein Gemeinschaftsgarten nach dem Vorbild des Gartens „Bunte Beete“ in Heide-Nord entstehen. In einem Gemeinschaftsgarten können die Bürger ein oder mehrere Beete nutzen und Obst und Gemüse anbauen. Der Vorteil gegenüber einem Schrebergarten ist, dass nicht ein ganzer Garten bewirtschaftet werden muss.

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