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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Konjunkturbericht der IHK - Erholung der regionalen Wirtschaft >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 15.10.2020 um 17:05:03

Konjunkturbericht der IHK - Erholung der regionalen Wirtschaft

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Brockmeier und IHK-Konjunkturexperte Danny Bieräugel. IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Brockmeier und IHK-Konjunkturexperte Danny Bieräugel.
Foto: Jana Keller
Halle (Jana Keller). Nach dem Corona-Schock im Frühjahr melden die Unternehmen im Süden Sachsen-Anhalts spürbare Zeichen der Erholung. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) zum dritten Quartal 2020, die IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Brockmeier und Konjunkturexperte Danny Bieräugel am 14. Oktober der Presse vorstellten. Für diesen Konjunkturbericht befragt die IHK viermal im Jahr eine repräsentative Stichprobe ihrer Mitgliedsunternehmen. Diese geben an, wie sie ihre Geschäftslage bewerten und welche Entwicklungen sie erwarten. Der Geschäftsklimaindex nimmt dabei weiter zu – man registriert also mehr positive als negative Stimmen. 

Größte Schwierigkeiten überwunden

„Die Krise ist zwar keineswegs abgehakt“, so Danny Bieräugel, „aber der überwiegende Teil der Unternehmen hat die größten Schwierigkeiten – wenn auch mit schmerzhaften Einbußen – überwinden können.“ Die Erholung verlaufe langsam, aber in erfreulicher Breite. Unternehmen jedoch, die weiterhin von Corona-Einschränkungen betroffen sind, bleiben weiter pessimistisch. Hier nannte der Experte beispielsweise die Veranstaltungsbranche, die Gastronomie sowie den Handel. Insgesamt betrachtet, komme die Wirtschaft aber inzwischen besser mit der Krise zurecht und der Optimismus steige. In der Industrie wiederum steige der Geschäftsklimaindex deutlich an. Die Unternehmen melden eine bessere Gewinn- sowie Umsatzlage und Planungen wie Investitionen sind nur noch leicht negativ. 

Pessimistische Erwartungen

Im Baugewerbe dagegen sei die Lage gut, 80 Prozent der Unternehmen seien zufrieden. Solide Auftragspolster bereiten wenig Anlass zur Sorge, so der Konjunkturbericht, dennoch seien die Erwartungen in der Branche erstaunlich pessimistisch. Die Dienstleistungswirtschaft ist in der Entwicklung gespalten. Die gesamte Branche erhole sich vom Corona-Schock, doch Unternehmensdienstleister können wieder uneingeschränkt tätig werden, während personenbezogene Dienstleister immer noch eingeschränkt sind. Im Handel sieht man eine Entspannung. Rund ein Fünftel der Händler beurteilt die Lage aktuell noch als schlecht. Die Umsatzlage bleibt angespannt aufgrund von Beschränkungen und Kaufzurückhaltung. Groß- und Einzelhandel sind dennoch optimistisch, der Kfz-Handel bleibt dagegen pessimistisch. Und auch im Verkehrsgewerbe verbessert sich der Geschäftsklimaindex, bleibt aber negativ. Lage und Perspektiven werden kritisch eingeschätzt. Die Unternehmen rechnen erst im Jahresverlauf 2021 mit einer Rückkehr zur Normalität. 

Einschätzung

Hauptgeschäftsführer der IHK, Thomas Brockmeier, schätzte die Lage wirtschaftspolitisch ein: Da die Einnahmen aus Gastronomie, Tourismus und Luftverkehr fehlen, schade das natürlich der gesamten Wirtschaft. So sei ein Aufatmen erst dann möglich, wenn man die Pandemie im Griff hat. Die wirtschaftlichen Hilfsmaßnahmen in der Krise sieht er als positiv, denn sie seien eine Investition in die Stabilisierung der Wirtschaft. Ein Unterlassen der Maßnahmen hätte strukturell große Schäden verursacht.

Dennoch sollten Maßnahmen oder Einschränkungen nur da angesetzt werden, wo sie  gebraucht werden. So sollten Verschärfungen in den Corona-Maßnahmen nicht bundeseinheitlich beschlossen werden, sondern nur da, wo es  nötig ist. Andernfalls laufe man Gefahr, die Akzeptanz in der Gesellschaft zu verlieren. Brockmeier sieht Touristen in der Pandemie nicht als Problem an. Das Beherbergungsverbot beschrieb er als eine „abenteuerliche Maßnahme“, mit der man übers Ziel hinausschieße. Man brauche keine zusätzlichen Belastungen in der Wirtschaft, so Brockmeier. Als Beispiel nannte er das Recht auf Homeoffice. Unternehmer sollten seiner Meinung nach selbst entscheiden, ob diese Maßnahme umzusetzen ist.

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