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Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 16.10.2020 um 16:28:34

Wunderkammer-Allianz der Franckeschen Stiftungen

Ein Blick in die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen. Ein Blick in die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen.
Foto: Jana Keller
Halle (Jana Keller). Am 12. Oktober 2020 jährte sich die Wiedereröffnung der Kunst- und Naturalienkammer − auch Wunderkammer genannt − der Franckeschen Stiftungen nach der Sanierung des Historischen Waisenhauses zum 25. Mal. Mit Partnern aus Russland, den Niederlanden und Großbritannien  wurde zu diesem Anlass die „Alliance of Early Universal Museums“ gegründet, um die Bedeutung dieser vormodernen musealen Sammlungen hervorzuheben und sie in der Öffentlichkeit als Orte bekannt zu machen, die auch für das Leben im 21. Jahrhundert relevant sind. Die Idee basiert auf dem Wissen, dass die Wunderkammern auch früher schon vielfältig miteinander verbunden waren.

Internationales Netzwerk

Gemeinsam mit den Partnern Andrei Golovnev, Direktor des Museums für Anthropologie und Ethnographie „Peter der Große“ in St. Petersburg, Marjan Scharloo, Direktorin des Teylers Museums in Haarlem, und Arthur MacGregor,  wissenschaftlicher Experte für Wunderkammern, stellte Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen, die Allianz am 13. Oktober der Presse vor. Das internationale Netzwerk wird sich fortan über den Umgang mit den Wunderkammern austauschen, in der Forschung zusammenarbeiten und gemeinsame − auch digitale − Präsentationen sowie Publikationen planen.

Frühphase der Museumsgeschichte

Wunderkammern gingen aus frühen Raritäten- oder Kuriositätenkabinetten hervor und bezeichnen ein Sammlungskonzept aus der Frühphase der Museumsgeschichte. Objekte unterschiedlicher Herkunft aus allen Bereichen des Lebens wurden und werden hier gemeinsam präsentiert. Vor 300 Jahren waren die Kammern ein typisches Phänomen der europäischen Kulturgeschichte, doch im Zuge der Aufklärung wurden die meisten Sammlungen aufgelöst. Auch die hallesche Wunderkammer galt als verloren, bis man mit den Instandsetzungsarbeiten des Historischen Waisenhauses begann. Seit 1995 ist sie erneut eine europaweit bedeutende Attraktion, denn als einzige europäische Wunderkammer des Barocks ist sie vollständig erhalten und am authentischen Ort sowie mit dem historischen Mobiliar bis heute zu besichtigen. 

Globale Weltanschauung

Über 3 000 Objekte sind zu sehen, darunter ein Planetenmodell, ein Modell einer halleschen Salzsiedehütte, ein Modell einer venezianischen Gondel, aber auch russische Artefakte und Stücke indischer Kultur. Die passgenauen Sammlungsschränke sind ebenfalls noch vorhanden. Mithilfe der Objekte aus nah und fern soll eine globale Weltanschauung vermittelt werden. Kultureinrichtungen können das Band sein, das Europa im Inneren zusammenhält, so der Gedanke des Wunderkammer-Netzwerks. In diesem Sinne wollen die Gründungspartner die Allianz Schritt für Schritt erweitern und weitere Partner gewinnen. So ist 2022 bereis eine gemeinsame Konferenz in St.  Petersburg geplant. 

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