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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Politik > HWG-Chef Wahlen: „Das ist es jetzt aber auch!“ >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 09.07.2019 um 13:22:43

HWG-Chef Wahlen: „Das ist es jetzt aber auch!“

Kein Verbindungsbau, geringere Höhen - so sehen die geänderten Planungen aus.                       Kein Verbindungsbau, geringere Höhen - so sehen die geänderten Planungen aus.
Foto: Modell-Foto: HGWS
Halle (sc). 17 Neubauwohnungen weniger, kein Verbindungsbau, Verringerung der Gebäudehöhen an der Robert-Blum-Straße, nur noch 136 statt ursprünglich geplanten 155 Stellplätzen in der Tiefgarage - das sind zusammengefasst die gravierendsten der Änderungen, die die HGWS als Träger des Bauprojektes „Wohnpark im Paulusviertel“ nach Protesten der Bürgerinitiative „Pro Pauluspark“ und den Kritikpunkten der städtischen Genehmigungsbehörde für den Bauplan vorgenommen hat.
Wie HWG-Chef Heinrich Wahlen am Mittwoch vor Medienvertretern erklärte, sei man mit diesen Zugeständnissen an die Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen. Wahlen wörtlich: „Das ist es dann jetzt aber auch!“. Die durch die neuen Planungen enstandenen Mehrkosten seien dabei noch der kleinste Posten. Die 17 Wohnungen weniger und der nun wegfallende Verbindungsbau - immobilienfachsprachlich als „Flächenverlust“ bezeichnet - würden, was die langfristigen Bewirtschaftungsergebnisse beträfe, richtig negativ zu Buche schlagen. Aber auch wenn man bis heute der Überzeugung sei, dass auch der ursprüngliche Plan genehmigungsfähig sei, habe man sich zu diesen Planungsänderungen entschlossen, um ohne juristische Auseinandersetzungen mit der Genehmigungsbehörde auszukommen. Und um zumindest ein wenig den Interessen der Bürgerinitiative entgegen zu kommen. Diese wird ob der Tatsache, dass durch die geänderten Pläne sechs weitere der alten Bäume auf dem Gelände erhalten werden können, freilich nicht in Jubelschreie ausbrechen. Denn ihr Ziel ist nach wie vor, dass an der Stelle der geplanten Neubauten ein einst existierender großer Park wieder zum Leben erweckt wird. Diese „Maximalforderungen“ findet die HGWS-Geschäftsführung „erstaunlich“. Es könne doch keiner ernsthaft glauben, die Stadt könne es sich leisten, mal eben solch ein Grundstück zu erwerben, um dann daraus einen Park zu machen. Wer das möchte, habe noch nicht verstanden, in welcher schwierigen wirtschaftlichen Situation sich die Stadt befinde, wo überall das Geld fehle und welche dringlicheren Aufgaben erledigt werden müssten. Das Geld, was die Inititiative bisher aufgebracht haben will, reiche gerade mal für fünf Stellplätze. HWG-Chef Heinrich Wahlen, HGWS-Geschäftsführer Ralf Mettin und Uwe Berger, Papenburg-Mitgesellschafter der HGWS, verwiesen auch darauf, wie das Projekt überhaupt zustande gekommen sei. Nämlich aus einem Immobiliendialog zwischen Stadt und Land heraus. Indem es zunächst darum ging, dass das Gebäude des ehemaligen Regierungspräsidiums so veräußert werde, das es saniert werde und nicht ein ähnliches Schicksal wie jetzt die Gebäude der ehemaligen Polizeidirektion in der Dreyhauptstraße erleide.   „Wir dachten wirklich“, so Uwe Berger, “wir tun etwas Gutes und tragen zur Stadtentwicklung von Halle bei.“
Nachdem die veränderte Planung am 9. April im Planungsausschuss präsentiert wurde, wollen die HGWS-Gesellschafter bis Ende April entschieden haben, ob die geänderte Bauplanung so als erneuter Antrag eingereicht werden. Dann wäre im Juni mit einer Baugenehmigung zu rechnen und man könnte im Herbst mit den Neubau- und Sanierungsarbeiten beginnen. Nach 18 Monaten Bauzeit könnte das Projekt dann Ende 2014 realisiert sein. Es soll für die Neubauwohnungen und die im sanierten Altbau jede Menge Interessenten geben. Darunter so manch' recht prominenter Hallenser.

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