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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Politik > Am vergangenen Mittwoch begannen sie ihre Ausbildung: 19 neue Wachpolizisten für den Süden Sachsen-Anhalts >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 05.03.2017 um 18:01:58

Am vergangenen Mittwoch begannen sie ihre Ausbildung: 19 neue Wachpolizisten für den Süden Sachsen-Anhalts

19 frischgebackene Wachpolizisten in der Ausbildung wurden am Mittwoch von Polizeipräsidentin Christine Bergmann persönlich begrüßt.                                                  19 frischgebackene Wachpolizisten in der Ausbildung wurden am Mittwoch von Polizeipräsidentin Christine Bergmann persönlich begrüßt.
Foto: S. Christmann
Halle (sc). Sarah Schultz war Sachbearbeiterin bei einer Bank. Aber die 27-Jährige wollte ihrem Leben eine komplett andere Richtung geben. Als sie von einem Bekannten erfuhr, dass man bei der Polizei seit neuestem als sogenannter Wachpolizist sozusagen von der Seite „einsteigen" kann, machte sie Nägeln mit Köpfen.

Sie bewarb sich und wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Den Wissenstest, bei dem man beweisen sollte, wie gut man sich vorbereitet hatte, muss sie gut absolviert haben. Auch beim Rollenspiel, in dem sie einen Passanten dazu bewegen sollte, Platz zu machen für einen Schwerlasttransporter, dürfte sie überzeugt haben. Als sie dann noch die medizinische Tauglichökeitsprüfung bestand, war der Weg frei für ihren neue berufliche Karriere.

Mit Sarah Schultz wurden am vergangenen Mittwoch 18 weitere „Seiteneinsteiger" für die Polizeidirktion Süd als Wachpolizisten von Polizeipräsidentin Christine Bergmann begrüßt. Sie bekommen eine dreimonatige Ausbildung bei der Landesbereitschaftspolizei, absolvieren verschiedene Praktika und können dann schon im Sommer im südlichen Sachsen-Anhalt die alteingesessenen Beamten bei der Verkehrsüberwachung, also bei Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrskontrollen, aber auch bei der Begleitung von Schwerlasttransporten und bei der Überwachung des Handyverbotes am Steuer, entlasten.

Nur an den fehlenden Sternen auf den Schulterklappen kann man dann erkennen, dass sie (noch) keine mfassend ausgebildeten Polizeibeamten sind. Das können sie nach ihrer zweijährigen Wachpolizisten-Zeit aber noch werden. Denn dann haben sie die Möglichkeit, sich auf der Polizeischule „richtig" ausbilden zu lassen, um sich damit die entsprechenden Sterne auf der Schulterklappe zu „verdienen". Auch mit der Chance, dann auch richtig verbeamtet zu werden.

Insgesamt haben sich auf die 20 Wachpolizisten-Stellen 132 junge Leute beworben. Bei den meisten derer, die abgelehnt wurden, so Polizeisprecher Rlaf Karlstedt, seien gesundheitliche Gründe ausschlaggebend gewesen. Die eine Stelle, die jetzt im Frühjahr noch nicht besetzt werden konnte, fügt er noch hinzu, werde man nicht „verfallen" lassen. Im Herbst gibt es die nächste Einstellungsrunde und dann sollen es 21 neue Wachpolizisten sein. Dann wird Christian Schade aus Halle schon mittendrin sein in der Verkehrsüberwachung. Der 31-Jährige ausgebildete Dachdecker hat bisher immer auf Montage gearbeitet. Nun ist er Vater geworden und hat nach einer Möglichkeit gesucht, mehr bei seiner jungen Familie sein zu können. Die sieht er nun in der Tätigkeit als Wachpolizist. 

Wer da meint, die Tätigkeit als Wachpolizist sei weder besonders anspruchsvoll noch interessant genug, der denkt in die falsche Richtung. Schließlich, so die Polizeipräsidentin, sei der öffentliche Verkehrsraum der größte Tatort, weit vor allen anderen wie den Geschehnissen rund um Fußballspiele oder bei der Ermittlung schwerer Straftaten. Die Überwachung der Einhaltung der Verkehrsregeln bedeute Schutz für alle Verkehrsteilnehmer und die Wachpolizisten schützten sich damit nicht zuletzt auch selbst. Auch wenn die Wachpolizisten die Verkehrssünder nicht selbst stoppen, kontrollieren und auch keine Waffe tragen dürfen.

Insgesamt sind in Sachsen-Anhalt dann mit dem Herbst-Einstellungstermin 100 Wachpolizisten im Einsatz, da auch die bereits seit dem vergangenen Jahr arbeitenden 20 Hilfspolizisten in diesen Pool aufgenommen werden.

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