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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 06.09.2018 um 15:25:10

Genscher-Saal eingeweiht: "Komm'se nach Bad Lauchstädt, da ham'se alles, was'se brauchen!"

Der Genscher-Saal ist ein neuer Verbindungsbau zwischen Kursaal und altem Badehaus in den Kuranlagen in Bad Lauchstädt. Der Genscher-Saal ist ein neuer Verbindungsbau zwischen Kursaal und altem Badehaus in den Kuranlagen in Bad Lauchstädt.
Foto: S. Christmann Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Bad Lauchstädt/Halle (sc). „Komm‘se nach Bad Lauchstädt, dort ham‘se alles, was‘se brauchen!" Das antwortete einst im Jahr 2006 Hans-Dietrich Genscher im breitestem Hallesch der deutschen Star-Sopranistin Edda Moser, als diese mit der Erstauflage des von ihr initiierten „Festivals der deutschen Sprache" auf der Heidecksburg im thüringischen Rudolstadt mehr als unzufrieden war. Weil ihr als Goethe-Kennerin das kleine Lauchstädt natürlich nicht unbekannt war, zögerte sie nicht, Genschers Vorschlag zu folgen. Und es stimmte: n Bad Lauchstädt hatte sie wirklich alles, was sie und ihre Unterstützer brauchten: ein Goethe-Theater, das von Goethe selbst gebaut wurde. Und für Rene Schmidt, neuer Geschäftsführer der Historischen Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH ein nachgewiesener Glücksfall. Denn seitdem das Festival in Lauchstädt residiert, reißen sich auf der einen Seite die Künstler darum, bei diesem Festival auftreten zu können und auf der anderen Seite das Publikum, dabei sein zu dürfen.

Deshalb lag es nahe, den neuen Verbindungsbau zwischen Kursaal und altem Badehaus nach dem Tode des bundesdeutschen Außenminister a. D. im März 2016 als Genscher-Saal zu benennen. Die festliche Namensweihe fand am vergangenen Mittwoch im neuen Genscher-Saal statt, für den der hallesche Grafikdesigner und „Burg"- Professor Joachim Dimanski Logo und Schriftzug aus brüniertem Kupfer entworfen und gestaltet hat. Mit dabei die Freundeskreise des Goethe-Theaters Bad Lauchstädts und Genscherhaus - Freundeskreis Hans-Dietrich Genscher aus Halle, die diese Namensweihe maßgeblich mit vorangetrieben haben.

Letzterer hat vor der Namensweihe auch in Bad Lauchstädt getagt und ein Jahr nach seiner Gründung in Halle unter Vorsitz von Cornelia Pieper, langjährige Parteifreundin von Genscher, eine erste Bilanz gezogen. Momentan gibt es 25 Mitglieder. Diese Zahl möchte man bis Jahresende auf 100 steigern. Einige konkrete Projekte sind in Arbeit, wie zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Genscher-Gymnasium die Schülerlotsen, die künftig durch das Genscherhaus in Reideburg und seine Ausstellung zur Geschichte der Deutschen Einheit führen sollen. Am 20. September findet in der Händel-Halle ein Gedenk-Konzert mit dem "Baltic Sea Philharmonic Orchestra" unter Leitung von Kristjan Järvi statt. Genscher hatte einst den Ostseerat (eine am 6. März 1992 in Kopenhagen gegründete Internationale Organisation mit dem Ziel der wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und umweltpolitischen Kooperation der Anrainerstaaten der Ostsee sowie Norwegens und Islands) mit initiiert hatte.

Und dann ist da noch das Bestreben, dem Halle-Leipziger Flughafen den Namen Genschers zu geben, nach wie vor aktuell. „Da sind noch längst nicht alle Messen gesungen", so Cornelia Pieper, „auch wenn wohl einige im Aufsichtsrat verständlicherweise lieber einen Namen einer in Sachsen beheimateten Persönlichkeit favorisieren."

Leserkommentare:


Die Redaktion, Halle (Saale):
"Sehr geehrter Herr Bretschneider! Sie haben recht. Vielen Dank für Ihre Informationen."

Dr. Michael Bretschneider, Halle :
"Sehr geehrte Frau Christmann, meine 2016 verstorbene Frau, Rosita Bretschneider hat als Vorstandsmitglied des Freundeskreises des Goethe Theaters zu Lebzeiten verfügt, dass die Genscherbüste aus Ihrem Nachlass finanziert wird. Sie wurde anläßlich der Veranstaltung am 10.5.2018 neben Herrn Genscher, Herrn Heimühle postum zu Ehrenmitgliedern des Freundeskreises ernannt. Weder Frau Pieper, Frau Moser oder Herr Schellenberger haben mit der Büste unseres Genschers etwas zu tun. Sie , sehr geehrte Frau Christmann sollten schon etwas verantwortlicher recherchieren, mir und unserem Förderverein tat das sehr weh. Freunliche Grüße Dr. med. Michael Bretschneider Halle als Mitglied des Freundeskreises des Goethe Theaters Bad Lauchstädt"


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