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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Politik > September-Stadtratssitzung in Halle: Neues HFC-Fanprojekt kann starten >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 28.09.2018 um 13:06:21

September-Stadtratssitzung in Halle: Neues HFC-Fanprojekt kann starten

Die HFC-Fans, die beim letzten Heimspiel mit ihrer Choreografie dem verstorbenen Egbert Brauer die Ehre erwiesen, bekommen ein neues Fan-Projekt.           Die HFC-Fans, die beim letzten Heimspiel mit ihrer Choreografie dem verstorbenen Egbert Brauer die Ehre erwiesen, bekommen ein neues Fan-Projekt.
Foto: S. Christmann
Halle (sc). Es war 16 Uhr am vergangenen Mittwoch und Halles Stadträte waren gerade mal bei der Feststellung der Ta-gesordnung für die September-Sitzung angelangt. Zum einen sorgten etliche Hallenser bei der Bürgerfragestunde zum Thema „Linden erhalten am Riveufer" dafür, dass Sitzungszeit verstrich, und zum anderen gab es Gerangel um den Bericht des Oberbürgermeisters. Der ließ innerhalb dessen plötzlich Kämmerer Egbert Geier den Haushalt 2019 mit einem ersten Entwurf in den Stadtrat einbringen. Was dieser monierte, denn das sei nach den Statuten nicht rechtens. OB Wiegand bestand darauf und auch wenn es nur eine Kurzfassung war, „fraß" dies Sitzungszeit.

Außerdem konnte man sich lange nicht einig werden, wie mit einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrage von CDU-FDP-, Linken-, Grünen-, MitBürger- und SPD-Fraktion zur Vergabe eines neuen HFC-Fan-Projektes umzugehen ist. Hartnäckig be-stand der Oberbürgermeister darauf, dass keine Dringlichkeit bestünde. Die Fraktionen ließen nicht locker und so fand der Antrag schließlich Platz auf der Tagesordnung. Als er aufgerufen wurde und SPD-Stadtrat Detlef Wend den Antrag noch einmal kurz begründete, ging's schnell. Die beteiligten Fraktionen hatten sich für das Jugend- und Familienzentrum St. Georgen als Träger entschieden und votierten bei der folgenden Ab-stimmung auch in der Mehrheit für diesen Träger (es hatte noch einen weiteren Bewerber gegeben).

Dem OB blieb nichts weiter, als sich für die sachliche Darstellung im Antrag zu bedanken, denn er war bei seinem Widerstand davon ausgegangen, dass der DFB hierbei (mit) in der Verantwortung wäre. Detlef Wend erklärte in nicht mehr als drei Sätzen, dass das ein Missverständnis sei und Fanprojekte überall in der Bundesrepublik in kommunaler Verantwortung lägen. Weshalb auch die Stadtverwaltung dazu die Vorlage hätte einbringen müssen. Die Fraktionen haben ihr diese Arbeit abgenommen. Dafür kann es nun losgehen. Noch in diesem Jahr soll das neue Fan-Projekt starten.

Dazu erklärte Johannes Krause, Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Nach eineinhalb Jahren Stillstand kann sich das Jugend- und Familienzentrum Sankt Georgen e.V. nun auf den Weg machen, das Vertrauen von den Fans zurückzugewinnen. Noch fehlen zwar die Förderzusagen vom Land Sachsen-Anhalt und vom Deutschem Fußballbund (DFB), aber mit der heute gefällten Entscheidung sind wir unserm Ziel einen großen Schritt näher gekommen: Noch in dieser Spielsaison soll das Fanprojekt neu starten."

Eric Eigendorf, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Es ist ein Unding, dass die Verwaltung keine eigene Beschlussvorlage erarbeitet und sich so vor einer Entscheidung gedrückt hat. Einmal mehr hat der Oberbürgermeister sich aus der Affäre gezogen und die Arbeit anderen überlassen. Dieser Vorgang ist deutschlandweit einmalig: Keine andere Stadtverwaltung, die ein Fanprojekt für ihren Verein haben wollte, hat sich nicht entscheiden wollen. Dabei hat der Oberbürgermeister mit seinem Verhalten erst dazu beigetragen, dass es seit eineinhalb Jahren kein Fanprojekt mehr gibt."

Krause abschließend: „Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Gemeinsam mit freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe haben die Fraktionen im Stadtrat eine eigene Beschlussvorlage erarbeitet. Es lagen zwei sehr gute und durchdachte Konzepte vor. Beide Träger haben unterschiedliche Akzente gesetzt und sie besitzen auch jeweils eigene Stärken. Nun ist es an den weiteren Entscheidungsträgern, ihre Voten abzugeben."

 

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