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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Politik > Erst jetzt sind alle Bauarbeiten in und an Halles neuer Jugendherberge beendet: 40 000 Übernachtungen pro Jahr angestrebt >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 21.02.2019 um 21:30:35

Erst jetzt sind alle Bauarbeiten in und an Halles neuer Jugendherberge beendet: 40 000 Übernachtungen pro Jahr angestrebt

Minister Thomas Webel (links) am vergangenen Mittwoch in einem der barrierefreien Zimmer in der neuen Jugendherberge in Halle.                                                                 Minister Thomas Webel (links) am vergangenen Mittwoch in einem der barrierefreien Zimmer in der neuen Jugendherberge in Halle.
Foto: S. Christmann
Halle (S. Christmann).  Eigentlich ist erst ab jetzt in der neuen Jugendherberge in Halle in der Großen Steinstraße 60, der ehemaligen Steintorschule, ein voller Belegungs-Betrieb möglich. Denn bis dato wurde dieaer von den verschiedensten Bauarbeiten beeinträchtigt.

Das die nun alle beendet sind und man nun nach der Neueröffnung 2015 die 40 000 Übernachtungen pro Jahr anstreben kann, davon überzeugte sich am Mittwoch Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr Thomas Webel. Der war zur Einweihungsfeier 2015 terminlich verhindert, hatte aber fest versprochen, dass er sich alles persönlich angucken werde. Dieses Versprechen löste er jetzt ein. Hochzufrieden konstatierte er, dass die hier reingeflossenen Fördergelder von Bund und Land ihren Zweck erfüllt haben: nähmlich einen städtebaulichen Missstand zu beseitigen. Denn als das konnte man das jahrelang verfallende ehemalige Schulgebäude samt Umgebung wirklich bezeichnen.

Für insgesamt gut 11 Millionen Euro - das meiste Geld hatte der Landesverband Sachsen-Anhalt des Deutschen Jugendherbergswerk selbst dafür aufgebracht - wurde das Gebäude in eine moderne Jugendherberge verwandelt - mit 75 Zimmern und 230 Betten - maximal vier in einem Zimmer. Hausleiter Mathias Große weiß, was junge Leute an der neuen Herberge schätzen: jedes Zimmer hat ein eigenes Bad, freies W-Lan im gesamten Haus und an jedem Bett eine separate Steckdose. Das hat Minister Webel in seiner Jugend noch ganz anders kennengelernt: Übernachtungen in 12-Mann-Zimmern und Dusche und Toilette auf dem Flur, erinerte er sich am Mittwoch gegenüber dem Super Sonntag. Nur die Doppelstockbetten - die gibt es heute auch noch in manchen Zimmern. Sie haben aber kaum noch etwas gemein mit den Stahlrohr-Konstruktionen aus DDR-Zeiten.

Da die Zielgruppe für Übernachtungen in der Jugendherberge nicht der Einzelreisende und auch nicht Zu-zweit-Reisende, sondern vor allem Gruppen junger Leute sind, dürfen Gemeinschaftsräume nicht fehlen. Die gibt es in der neuen Jugendherberge reichlich. Und: irgendwo müssen die Busse, mit denen die Gruppen an- und abreisen, abgestellt werden können. Dafür wurde in der Schimmelstraße nicht nur eine Haltestelle angemietet, sondern auch eine extra Zufahrt von der Schimmelstraße zum Parkplatz hinterm Haus eingerichtet. Wenn im März die Saison wieder voll los geht, werden zudem  auch Terrasse, Grill- und Spielplatz wieder zu ihrem Recht kommen.

Gut 10 000 Übernachtungen und knapp 5 000 Gäste hat die alte Jugendherberge in der August-Bebel-Straße in ihrem letzten vollen Geschäftsjahr 2014 gehabt. 2018 waren es in der neuen Herberge 34 594 Übernachtungen mit 15 172 Gästen. Die - wenn es die neue Herberge nicht geben würde - zum großen Teil gar nicht erst nach Halle gekommen wären. Denn die gut 30 Prozent, die aus Vorschulen, Schulen und Hochschulen kamen, die gut 15 Prozent Familien, die knapp 18 Prozent Gruppen und jene knapp 19 Prozent, die sich zu Aus- und Fortbildung hier einmieteten, sind keine Hotelkundschaft.

Jetzt, wo ein maximaler Belegungsbetrieb nach Abschluss aller Bauarbeiten möglich ist, strebe man die 40 000 Übernachtungsmarke (pro Jahr) an. Weshalb man auch das Ende der mit Sperrungen versehenen Umbauarbeiten in der Großen Steinstraße im Mai herbeisehne. Denn dann können die Gäste nicht nur bequem die Jugendherberge erreichen, sondern auch das gesamte neu gestaltete Areal rund um den Steintorplatz genießen. Für Minister Webel schließt sich hier der Kreis, denn in die Umgestaltung des Steintor-Arelas sind ja ebenfalls viele Fördermittel geflossen. Die, wie gesagt, auch dazu beigetragen haben, einen großen Städtebaulichen Missstand zu beseitigen.
 

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