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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 22.07.2019 um 16:32:02

Etwa 3 000 Demonstranten verhinderten Marsch der Identitären durch Halle

Von Susanne Christmann

Wer sich innerhalb des Bündnisses für Zivilcourage „Halle gegen Rechts“ am vergangenen Samstag an den Demonstrationen und Aktionen beteiligen wollte, musste sich entscheiden. Denn gegen 10 Uhr starteten von drei verschiedenen Orten Demonstrationszüge. Einen vierten bildeten   die Teilnehmer der Critical Mass Fahrraddemo.  Allein am Rannischen Platz versammelten sich gut 1 000 Demonstranten. Die Polizei war allein hier mit einer Hundertschaft zur Stelle. Ein Sprecher begründete das gegenüber dem Wochenspiegel mit den vielen Stichstraßen, die auf den Platz zuliefen und von denen aus es  zu Zusammenstößen zwischen Rechtsextremen und Gegendemonstranten kommen könnte.

Die aber gab es nicht. Konnte es kaum geben, weil die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte „Identitäre Bewegung“ nach Teilnahmeaufrufen, die es auch in Österreich  gegeben haben soll, nicht mehr als  höchstens 200 Leute mobilisieren konnte (die angegebenen Zahlen variieren hier). Trotzdem blieben die Polizeibeamten , die auch aus anderen Bundesländern angefordert wurden, in zahlenmäßig großer Stärke bei den Demonstrationszügen, um vor allem am Hauptbahnhof, aber auch rund um das Haus der Identitären  in der Adam-Kuckhoffstraße ein Zusammentreffen  zu verhindern.   Was gelungen ist. Gegen 14.30 Uhr hatte die Versammlungsbehörde den Identitären ein Verbot erteilt, durch Halle zu marschieren. Ein kleines Grüppchen versuchte es dennoch durch die Leipziger Straße. Es kam mit massiver Polizeibegleitung bis zum Zither-Reinhold-Brunnen. Massiv auch das Polizei-Aufgebot in der Kuckhoff-Straße, wo die Identitären ein Sommerfest feiern wollten. Hinter den Polizei-Absperrungen gab es (Sitz)Blockaden und Gegenmusik und Lautsprecherdurchsagen.   

Auf dem Markt begann derweil das eigentlich für den Steintor-Campus angekündigte Fest der Demokratie. Das hatte Oberbürgermeister Bernd Wiegand aufgrund einer „veränderten Demon-strationslage“ noch am Freitagabend auf den Marktplatz verlegen lassen. Das Festprogramm reichte von Informations- und Mitmach-Angeboten über Kurzvorträge,  Ausstellungen, Live-Musik, Literatur bis zu Spielangeboten für Kinder. Ein Großteil der Versammlungsteilnehmer, so die Polizei am Samstag in einem ersten Fazit, habe friedlich  demonstriert. Dennoch seien einige Straftaten zu verzeichnen gewesen. Ein geparktes  Auto brannte in der Hollystraße, es habe Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gegeben. Auch Platzverweise mussten ausgesprochen werden.  

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