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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Politik > Rot-rot-grüner OB-Kandidat Hendrik Lange schafft es mit 25 Prozent in die Stichwahl >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 14.10.2019 um 18:46:04

Rot-rot-grüner OB-Kandidat Hendrik Lange schafft es mit 25 Prozent in die Stichwahl

Hatten sich ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert: CDU-FDP-Kandidat Andreas Silbersack erwies sich als fairer Verlierer und gratulierte Hendrik Lange  dazu, es in die Stichwahl geschafft zu haben. Hatten sich ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert: CDU-FDP-Kandidat Andreas Silbersack erwies sich als fairer Verlierer und gratulierte Hendrik Lange dazu, es in die Stichwahl geschafft zu haben.
Foto: S. Christmann Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Von Susanne Christmann

Dass Amtsinhaber Bernd Wiegand bei der Wahl zum Oberbürgermeister von Halle am Sonntag mit Abstand die meisten Stimmen bekam (das vorläufiges Endergebnis registrierte 35 419 Stimmen, was einem Stimmenanteil von 44,34 Prozent entspricht), überraschte in Halle wohl kaum jemanden. Der Amtsinhaber-Bonus wiegt bei solchen kommunalen Wahlen meist schwer und das Macher-Image, das Wiegand in den vergangenen sieben Jahren umfangreich gepflegt hat, tat sicherlich sein Übriges.

Aber: Die erforderliche absolute Mehrheit, die er klar angestrebt hatte, bekam er im ersten Wahlgang nicht, obwohl er gegen 18.30 Uhr  nach der Auszählung der ersten sieben Wahlbezirke mit 49,35 Prozent ganz dicht dran war. Auch FDP-CDU-Kandidat Andreas Silbersack hatte da (noch) Grund zur Freude bzw. zur Annahme, dass er es in eine mögliche Stichwahl schaffen könnte. Er lag mit 19,55 Prozent knapp vor dem rot-rot-grünen Kandidaten Hendrik Lange, der da „nur“ 18,86 Stimmen für sich verbuchen konnte.

In der Folgezeit lieferten sich Lange und Silbersack ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Bernd Wiegand musste Stück für Stück die Hoffnung, auf über 50 Prozent der Wählerstimmen zu kommen, begraben.  Nach der Auszählung von 30 von 157 Wahlbezirken lag Silbersack mit 22,98 Prozent  einmal vor Lange (zu diesem Zeitpunkt 21,48 Prozent), Wiegands Stimmenanteil betrug da schon  „nur“ noch 47,21 Prozent.  Nach 40 ausgezählten Wahlbezirken: Wiegand 47,51, Silbersack 23,51, Lange 20,6 Prozent der Wählerstimmen.

Unter den anwesenden Medienvertretern machte sich die Gewissheit breit, dass Bernd Wiegand, wenn er es nicht im ersten Wahlgang schafft, nicht zur Wahlpräsentation ins Stadthaus kommen und ein Statement abgeben würde. Feuerwehrmann  Daniel Schrader, der als Einzelkandidat angetreten war und wie die anderen vier übrigen Kandidaten stimmenmäßig nie eine Chance hatte, war da schon ins Stadthaus gekommen, genauso wie Dörte Jacobi, Martin Bochmann und Rolf Lennart Thiemann. Stadtwahlleiter Egbert Geier begrüßte sie und sprach ihnen seinen Respekt aus, dass sie sich trotzdem der Öffentlichkeit präsentierten.

Nach 54 ausgezählten Wahlbezirken zeichnete sich dann langsam ab, dass Hendrik Lange es in die Stichwahl schaffen könnte. Nun lag er − wenn auch nur knapp − mit 23,38 Prozent vor Silbersack (22,65 Prozent). Die Hoffnungen auf 50+ Prozent bei Wiegand schrumpften weiter. In dem Maße, wie Langes Stimmenanteil wuchs, sank seiner. Am Ende standen dann 35419 (44,34 Prozent) Stimmen für Wiegand, 20 104 für Lange (25,17 Prozent) und 18310 für Silbersack (22,92 Prozent) auf der Anzeigetafel. Große Freude bei den rot-rot-grünen Unterstützern, die sich in ihrem - in dieser Art in Halle einmaligen - Bündnis bestätigt sahen.

Hendrik Lange sagte dem Wochenspiegel am Sonntagabend, dass er die 25 Prozent Wählerstimmen als eine sehr gute Ausgangslage für die Stichwahl am 27. Oktober betrachte. Er werde im Hinblick auf die diffizile Sicherheitslage nach dem Anschlag auf die jüdische Synagoge  am Mittwoch vor einer Woche große Sensibilität beim Wahlkampf vor der Stichwahl walten lassen. „Das wird ein Balanceakt“, sagte er wörtlich. Im Gegensatz zum Amtsinhaber sei er allerdings nicht der Auffassung, dass die Stadt schon alles tue, um auch danach  die Sicherheit aller Hallenserinnen und Hallenser zu gewährleisten. Die Stelle des Extremismus-Beauftragten sei immer noch nicht besetzt. Seiner Meinung nach müsse es nach dem Anschlag auf die Synagoge auch eine Neubewertung der Sicherheitslage  in mittleren Großstädten wie Halle geben.

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