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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 17.10.2019 um 19:44:49

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit schreitet Modernisierung des Kraftwerkes Dieselstraße voran: In eine saubere Zukunft mit „grün“ arbeitenden Turbinen

Der Block C im Kraftwerk Dieselstraße, der derzeit modernisiert und in dem  eine der neuen, leistungsstärkeren Gasturbinen installiert wird. Fotografenstandpunkt: 42 Meter hoch auf der „Riesen-Thermoskanne“.  Der Block C im Kraftwerk Dieselstraße, der derzeit modernisiert und in dem eine der neuen, leistungsstärkeren Gasturbinen installiert wird. Fotografenstandpunkt: 42 Meter hoch auf der „Riesen-Thermoskanne“.
Foto: S. Christmann
Halle (S. Christmann). Wer wissen möchte, wohin die „grüne,“ also ökologisch saubere Reise in Halle hingeht, der befasse sich mit dem, was derzeit im Kraftwerk Dieselstraße und später auch im Kraftwerk Trotha passiert. Mittels erheblicher Summen werden diese derzeit für die Zeit zwischen althergebrachter Energiebereitsstellung und der „grünen“ Zukunft sowie für letztere selbst ausgerüstet.

Das erste sichtbare Zeichen dafür war der Energie- und Zukunftsspeicher - liebevoll auch Riesen-Thermoskanne genannt -, der im September 2018 in Betrieb genommen  wurde.  10 Millionen Euro hat gekostet, was es  der EVH als Teil der Stadtwerke ermöglicht, von der bisher im Wesentlichen  wärmegeführten Kraftwerks-Technologie auf stromgeführte Fahrweise umzuschwenken. Denn mit Letzterer muss man nicht mehr manchmal ungünstige Strompreise an der Strombörse in Leipzig in Kauf nehmen. Jetzt können die Anlagen dann arbeiten, wenn der Strompreis günstig ist. Die dabei entstehende Wärme muss nicht sofort eingesetzt, sondern kann im der Riesen-Thermoskanne gespeichert und dann als Fernwärme abgegeben werden, wenn die Hallenser sie abrufen.

Der Einsatz von neuen, hochmodernen, also leistungsstärkeren Gas- und Dampfturbinen tut  sein Übriges.  Im modernisierten Block A laufen die neuen Turbinen schon. Gegenwärtig wird der Block C neu ausgerichtet. Die am 26. September gelieferte neue Gasturbine, die im US-Bundesstaat Ohio von General Electric in Cincinnati gebaut wurde, wird derzeit von Spezialisten wie Andrè König montiert.  Mit den neuen Turbinen kann man die Anlagen nicht nur innerhalb der Rekordzeit von sieben Minuten hochfahren, sondern sie sind auch so ausgelegt, dass sie mit synthetischem (statt mit Erdgas wie derzeit) betrieben werden können. Deshalb haben sie nicht nur jetzt ihre Zeit innerhalb der Übergangstechnologien, sondern sie sind auch dann, wenn die Energieerzeugung vollkommen „grün“ laufen wird, noch einsatzfähig.

Die Modernisierung des Blocks B in der Dieselstraße beginnt 2020.  Aber schon heute werden dafür Termine geplant und Firmen eingeladen.

Was die Energiewende in Halle betrifft - auf Initiative der Stadtwerketochter  EVH wurde dafür 2016 die „Energie-Initiative Halle“ ins Leben gerufen. Mittlerweile sind hier 26 Partner dabei, die alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam treffen.  Im Mittelpunkt stehen dabei das Vermeiden bzw. Senken von Kohlendioxid- und Feinstaubbelastungen sowie     die Steigerung der Energieeffizienz. Das hat Vorteile für den Wohnungsmarkt, der mit dem  Fernwärmeausbau von einem günstigen Primärenergiefaktor bei Neubau  und energetischer Sanierung profitiert.

Wenn große Fernwärmemengen mit hohem Wirkungsgrad abgenommen werden, können die Wärmepreise langfristig bezahlbar gehalten werden. Außerdem ermöglicht die Initiative die Modernisierung der dezentralen Erzeugeranlagen in Halle mit Unterstützung des Bundes. 

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