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Wochenspiegel > Köthen > Sommertheater: „Männer finden ihre Würde wieder“ >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 22.06.2014 um 22:23:09

Sommertheater: „Männer finden ihre Würde wieder“

"Ladies Night" im Hans-Otto-Theater Potsdam mit (von links): Philipp Buder (Gavin), Holger Bülow (Norman), Friedemann Eckert (Eugen), Jörg Seyer (Graham), René Schwittay (Barry), Eddie Irle (Dave).
Foto: HL Böhme Galerie (1 Bild)
Potsdam (fd). Das Hans-Otto-Theater Potsdam zeigt mit „Ladies Night“  im denkmalgeschützten Gasometer ein Sommerspektakel der ganz besonderen Art. Premiere war am Freitag, den 20. Juni 2014.
 
Von den neuseeländischen Autoren Stephen Sinclair und Anthony McCarten 1987 geschrieben, wurde diese Komödie weltweit ein großer Erfolg. Die anschließende Verfilmung „Ganz oder gar nicht“ durch den britischen Regisseurs Peter Cattaneo, brach in  England alle Rekorde.
 
Das Wetter am Premiereabend war nicht so doll, aber gegen den unangenehmen kalten Wind gab es neben Erdbeerbowle auch Glühwein und wärmende Decken. Schon mal ein guter Beginn!
 
Der Regisseur Andreas Rehschuh zog wieder Mal alle Register seines Könnens. Herausgekommen ist ein überaus vergnügliches Stück mit sozialem Hintergrund. Beides miteinander zu verbinden – die tragische Handlung und beste Unterhaltung – sind hier ausgezeichnet geglückt.
 
Im Film spielt die Geschichte in England, hier kann es irgendwo in Ostdeutschland sein.
 
Sechs Männer, die unterschiedlicher nicht sein können, arbeitslos, depressiv und  verzweifelt.
 
Da ist Dave – seine Exfrau droht damit, ihm den Umgang mit seinem Sohn zu entziehen, seine letzte Anbindung an ein vielleicht normales Leben. Schulden hat er auch. Alles bringt ihn in arge Bedrängnis und letzteres auch ab und an ein blaues Veilchen ein. Sein bester Kumpel Barry leidet unter seinem Übergewicht und seine Frau betrügt ihn. Dann sind da noch Norman mit seinem Mutterkomplex, bei dem ständig das Handy mit Klängen von Helene Fischer klingelt, Graham, Gavin und Eugen. Jeder für sich hat seine Probleme.
 
Kein Geld, keinen Job – geht es noch schlimmer?
 
Als in der Stadt eine Männer-Strip-Show anreist, hat Dave eine grandiose Idee, er muss nur noch die anderen überzeugen. Ängste werden über Bord geworfen und mit Hilfe eines Tanzlehrers beginnen sie zu strippen, denn irgendwie muss doch Geld verdient werden. Nur als der große Tag da ist, sieht alles nicht mehr so einfach aus.
 
Auftreten oder nicht, das ist jetzt die Frage. Sie tun es und als „Wilde Stiere“ kommen sie auf die Bühne und lassen die Hüllen fallen – alle wohlgemerkt - gleichzeitig steigen Fontänen auf die Bühne, welch grandioses Ende.
 
Eine Show, die ihres gleichen sucht. Sechs Männer wachsen über sich hinaus. Sie zeigen in dieser Show, dass sie da sind, sie werden wieder wahrgenommen – das Unfassbare  gelingt, die Show wird ein Erfolg! Diese sechs haben ihr Ego und ihr Würde wiedergefunden.
 
Es ist eine  Geschichte von gestern und heute voller Melancholie und Tragik, aber auch voller Witz.  
 
Die sechs Schauspieler zeigen all ihr Können und sind einfach nur klasse jeder für sich. Verletzlich, wie von Herbert Grönemeyer besungen, zeigen sie wie sie mit befreiender Frechheit Grenzen überschreiten und über sich hinaus wachsen. Eddie Irle als Dave ist die Hauptrolle auf den Leib geschrieben.
 
Es ist ein wunderbarer Abend. Diese Inszenierung ist anrührend, melancholisch und irrsinnig witzig – einfach perfekt. Die Zuschauer klatschten lange Beifall mit vielen Bravorufen für gelungenen Spaß und überzeugende Rollenportraits.
 
Das Bühnenbild von Jan Steigert passte perfekt zu dieser Geschichte, gleichfalls die Kostüme von Grit Walther, verbunden mit einer tollen Choreografie (Marita Erxleben).
 
In den Rollen zu sehen sind:
  • Eddie Irle als Dave
  • René Schwittay als Barry
  • Holger Bülwo als Norman
  • Jörg Seyer als Graham
  • Philipp Buder als Gavin
  • Friedemann Eckert als Eugen
 
 
Die nächsten Vorstellungen sind:
  • Freitag, den 27.06.2014, 21.00 Uhr
  • Sonntag, den 29.06.2014, 18.00 Uhr
  • Freitag, den 04.07.2014, 21.00 Uhr
 
Kartenbestellungen:
Theaterkasse: Telefon-Nr. 0331-98118 oder E- Mail: kasse@hans-otto-theater.de

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