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Wochenspiegel > Köthen > Aus der Geschichte: Als Helmut auf Toilette musste >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 11.11.2014 um 08:24:35

Aus der Geschichte: Als Helmut auf Toilette musste

Dieses Foto entstand vor über 20 Jahren in Werdershausen. Dieses Foto entstand vor über 20 Jahren in Werdershausen.
Foto: privat Galerie (1 Bild)
Erinnerungen an den Besuch vom damaligen Bundeskanzler Kohl in Werdershausen. Viel ist passiert in den vergangenen 25 Jahren seit dem Mauerfall.

Werdershausen/Berlin (red).
Viele Begebenheiten wecken angenehme Erinnerungen. Wie die nachfolgende, die den kleinen Ort Werderhausen samt Karnevalsverein im heutigen Anhalt-Bitterfeld, den Alt-Kanzler Helmut Kohl und den Bundestagsabgeordneten Dr. Christoph Bergner aus Halle verbindet.

Als die unautorisierten Zitate Helmut Kohls jüngst veröffentlicht wurden, grollte Bergner. „Die mag lesen, wer will. Wenn ich an ihn denke, dann stehen andere Erinnerungen im Vordergrund“, schreibt der Abgeordnete und frühere Sachsen-Anhaltische Ministerpräsident in Facebook. Bergner: „Es war im Landtagswahlkampf 1994, als ich - damals noch Ministerpräsident - mit ihm und dem damaligen CDU-Landesvorsitzenden Karl-Heinz Daehre im Hubschrauber von Dessau nach Eisleben unterwegs war. Während der Fluges ließ er sich die Landschaft zeigen und fragte immer wieder nach einzelnen Orten. Die Kirchtürme von Köthen hatte ich zwar erkannt, bei den Namen kleinerer Ortschaften war ich manchmal verlegen. Plötzlich sagte er: ‚Hier gehen wir runter!‘ So geschah es, und wir landeten auf dem Sportplatz in Werdershausen. Natürlich kamen zuerst die Kinder herbeigerannt und danach ihre Mütter – allesamt noch in ihrer Arbeitskleidung (damals noch die üblichen Kittelschürzen). Als sie feststellten, dass es sich bei dem Besuch um den Bundeskanzler handelte, gingen sich einige erst einmal umziehen. In Begleitung der euphorischen Einheimischen gingen wir dann durch das Dorf und der Kanzler fragte, ob es denn hier kein Gasthaus gebe? Nein, so wurde geantwortet, aber einen Karnevalsverein haben wir! Dann wurde die Karnevalsstandarte geholt und wir stellten uns zum Foto auf. Das Foto hängt seitdem in meinem Büro.“

Volker Schwenke, damals wie heute Präsident des Werdershausener Carneval Vereins, denkt ebenfalls gern an das Ereignis zurück. „Unser Verein wurde mit einer Abordnung, neben anderen Mitreisenden, für mehrere Tage nach Bonn eingeladen. 1995 noch Bundeshauptstadt. Für alle war es ein tolles Erlebnis.“

Und Schwenke erzählt noch eine Anekdote: „Nach dem Ortsrundgang durch Werdershausen, stellte der Bundeskanzler die Frage, ob er mal eine Toilette aufsuchen dürfe. Kerstin Ackermann, welche am Sportplatz wohnte, gewährte im diese Bitte. Abends trafen sich dann die Karnevalisten bei Ackermanns, um über den Tag noch mal zu sprechen.“

Karnevalspräsident Volker Schwenke hatte sich unterdessen an seine Schreibmaschine gesetzt und einen Spruch verfasst. Dieser wurde in einen kleinen Bilderrahmen gesteckt und auf der Toilette der Familie Ackermann angebracht: „Hier saß, drückte und fühlte sich wohl – unser Bundeskanzler Helmut Kohl.“






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