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Wochenspiegel > Köthen > Mindestlohn schwächt regionale Wirtschaft >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 18.05.2015 um 09:59:29

Mindestlohn schwächt regionale Wirtschaft

Anhalt (red). Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde zu Jahresbeginn 2015 belastet die Wirtschaft im Süden Sachsen-Anhalts. Für über 30 Prozent der Unternehmen ergeben sich insgesamt negative Auswirkungen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) unter 650 Unternehmen.

Dabei sind die Auswirkungen in den Branchen unterschiedlich: So sind im Gastgewerbe, im Handel und im Verkehr über die Hälfte der Unternehmen negativ betroffen. In der Industrie und im Dienstleistungsgewerbe sind es jeweils rund ein Viertel. Im Baugewerbe, wo schon zuvor ein tariflicher Mindestlohn existierte, ist die Betroffenheit erwartungsgemäß am geringsten. Dennoch ist auch hier jedes zehnte Unternehmen negativ betroffen.

„Viele Unternehmen haben mit den gestiegenen Arbeitskosten, aber auch mit dem zusätzlichen bürokratischen Aufwand schwer zu kämpfen. Bei einem Viertel führt der Kostenanstieg bereits zu gesunkenen Gewinnen. Das geht auf Dauer auch zulasten von Investitionen, Wachstum und Beschäftigung“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Brockmeier die Ergebnisse.

Die Unternehmen reagieren auf die Einführung des Mindestlohns vor allem mit Preiserhöhungen und Sparmaßnahmen. Zudem werden die Beschäftigungsplanungen angepasst: Über ein Fünftel der Befragten gibt an, auf Neueinstellungen zu verzichten, über 15 Prozent verändern die Arbeitszeiten und sieben Prozent haben konkrete Entlassungen vorgenommen oder planen sie. „Die Ergebnisse zeigen, wie sehr sich die Unternehmen bemühen, ihre Beschäftigten trotz gestiegener Arbeitskosten zu halten. Das mag in der jetzigen konjunkturellen Stärkephase, befeuert durch billiges Öl und billiges Geld, oft noch gut gehen. Es ist allerdings zu befürchten, dass der regionale Arbeitsmarkt im nächsten Abschwung nicht mehr so stark dastehen wird wie ehedem“, so Brockmeier abschließend.

 
 
 




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