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Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 07.10.2015 um 13:38:34

Größtes Gymnasium im Land frisch saniert

Ludwigsgymnasium Köthen ist ein Schmuckstück geworden

Köthen (red).
Mit drei zusammenhängenden Gebäuden wurde das Ludwigsgymnasium Köthen am 7. Oktober 2015 nach erfolgter Sanierung wieder seiner Bestimmung übergeben. Außer Betrieb war es ja eigentlich nicht, denn unterrichtet wurde währenddessen weiter.

Das Ludwigsgymnasium besteht aus fünf Schul- und Verwaltungsgebäuden sowie zwei Sportgebäuden. Haus 3 (im denkmalgeschützten Barockstil, das ehemalige Neue Schloss in Köthen) wurde für die Umnutzung als Schulgebäude komplett umgebaut und saniert.

In den übrigen Häusern gab es Umstrukturierungen und Sanierungen. Die Innenhöfe wurden zusammengeführt und die kompletten Außenanlagen neu gestaltet.

Das Ludwigsgymnasium in Köthen ist von der Schülerzahl her betrachtet das größte in Sachsen-Anhalt. Aktuell besuchen 1007 Schülerinnen und Schüler die Schule.
 
Für den Unterricht standen vormals zwei betagte Gebäude im Zentrum Köthens, in der Wallstraße zur Verfügung. Hinzu kam ein weiteres Haus, das ehemalige Gymnasium in der Rüsternbreite. Die räumliche Trennung war denkbar ungünstig.
 
Mit Hilfe der Schulbauförderung und Eigenmitteln des Landkreises änderte sich diese ungünstige Situation. Denn mit insgesamt rund 8,2 Millionen Euro (6,5 Millionen Euro Fördermittel und 1,7 Mio. Euro Eigenmittel des Landkreises) wurde das Ludwigsgymnasium in der Wallstraße in den letzten Jahren saniert und erweitert.
 
Das sogenannte Neue Schloss zwischen den beiden genutzten Schulgebäuden gelegen und zuvor jahrelang leerstehend, wurde für den Unterricht unter denkmalrechtlichen Gesichtspunkten komplett umgebaut.
 
Das Gebäude hat eine lange Geschichte. Das Neue Schloss in der Wallstraße 31 ließ Fürst Leopold vor 1720 bauen. Es war Sitz des Herzoglich Köthenschen Ministeriums, dann Heim des Adligen Augustastifts. Das zweigeschossige Gebäude besitzt ein schönes Barockportal, das selbstverständlich erhalten bleibt.
 
Mit Beginn der Freilegungs- und Abbrucharbeiten an diesem denkmalgeschützten Gebäude wurden erhebliche Baudefizite deutlich, die den Landkreis als Bauherren als auch die beauftragten Firmen vor große Herausforderungen stellten. Die Sanierung des Hauses umfasste zudem die komplette Erneuerung der Elektrik und den Einbau einer  neuen Heizungsanlage.
 
Außerdem wurde das Dach neu gedeckt, die Fenster erneuert und die Fassade saniert. In diesem Gebäude sind nunmehr alle Fachunterrichtsräume für die Fächer Kunst, Physik, Chemie und Biologie einschließlich der
 
Vorbereitungsräume sowie neue Sanitäranlagen untergebracht. Eine geniale Lösung ist die Verbindung zu den beiden anderen Schulgebäuden durch zweigeschossige verglaste Brückenbauwerke. Um von einem Haus in das andere zu wechseln, quasi von Klassenraum in Fachunterrichtsraum oder umgekehrt muss so nicht mehr der Weg über den Hof genommen werden.
 
In den beiden anderen Gebäuden, bei den Planern Haus 1 (roter Klinkerbau, ehem. Goetheschule) und Haus 2 (gelber Klinkerbau, ehem. Bachschule) genannt (wogegen das Neue Schloss Haus 3 ist), wurden die Treppenhäuser abgeschottet, um dem Brandschutz besser Rechnung zu tragen. Außerdem wurden beispielsweise historische Innentüren aufgearbeitet, die Heizungsanlage in Haus I erneuert und die Aula saniert.
 
Eine komplette neue Gestaltung erfuhr der Schulhof. Passend zu den Gebäuden entstand eine barocke Gartenstruktur mit Sitzmöglichkeiten und Ruhezonen im Grünen.
 
Die Baumaßnahme startete im Sommer 2012 und konnte im Juni 2015 abgeschlossen werden. Sie war eine große Herausforderung für alle Beteiligten, da der Umbau und die Sanierung bei laufendem Schulbetrieb vonstatten gehen mussten.
 
Nun, nach Abschluss dieser großen Baumaßnahme fällt nicht nur der Weg zur „Außenstelle“ in der Rüsternbreite weg.
 
Das Gymnasium verfügt jetzt auch über gute Lern- und Lehrbedingungen, die der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes der Schule dienen.
 
Nur zwei kleine Wünsche hat Schulleiter Hans-Joachim Knebel noch. Zum einen die Möglichkeit der Verdunklung von Klassenräumen, sodass die Sonnenstrahlung Projektionen nicht behindert und die Klassenräume nicht zu heiß werden lässt. Zum anderen gilt es, noch einige Stellen auf dem Schulhof auszubessern, damit bei Regenwetter keine unnötige Pfützen entstehen.
 
Alles in allem ist Köthen jedoch um ein saniertes Schmuckstück in der Innenstadt reicher. Anhalt-Bitterfelds Landrat spricht von Tafelsilber, das verwendet, aber auch gepflegt werden muss.
 
Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh rechnet fest damit, dass sich die neuen Räume auch auf die Abschlüsse auswirken. So gab es schon während der Sanierung gute Abiturnoten. Dass müsste laut Dorgerloh jetzt weiter nach oben schnellen. "Sonst fangen wir wieder an zu sanieren", scherzt der Minister.


 
 
 




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