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Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 30.11.2015 um 06:31:06

Zur Weihnacht: Damit es zum Fest richtig qualmt

Steffen Fischer an der Bandsäge mit seinen eigenen Räuchermännchen wie dem Halli und Bach und dem traditionellen Bergmann und Lichtertürken. Aber auch andere Weihnachtsschmuckstücke wie Karl Fiefer, Kerze Hellmut, Sternchen Zackig fertigt der künstlerische Materialgestalter an. Steffen Fischer an der Bandsäge mit seinen eigenen Räuchermännchen wie dem Halli und Bach und dem traditionellen Bergmann und Lichtertürken. Aber auch andere Weihnachtsschmuckstücke wie Karl Fiefer, Kerze Hellmut, Sternchen Zackig fertigt der künstlerische Materialgestalter an.
Foto: Sebastian Köhler Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Zum Einstimmen auf das Weihnachtsfest ein Besuch bei Steffen Fischer. In der Weihnachtswerkstatt bei den Räuchermännchen.

Köthen (TW). Dass der Weihnachtsmann viele kleine Helferlein hat, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Denn ganz allein schafft es der Rauschebart beileibe nicht, all die vielen Dinge des Festes herzustellen. Neben den berühmten Elfen bedient sich der Weihnachtsmann deshalb auch irdischer Assistenten. Einer von ihnen ist Steffen Fischer, eines Zeichens künstlerischer Materialgestalter, der mit seinen Pausbacken und der Nickelbrille auf der Nase fast selbst als umtriebiger Weihnachtself durchgehen würde.

In der Magdeburger Straße in Köthen steht er oft in seiner Holzwerkstatt an der Drehbank und fertigt aus Holz unter anderem Räuchermännchen. Freilich liegt sein Hauptaugenmerk in der Hauptsache weniger auf den kleinen Dampf ablassenden Kerlchen. Vielmehr liebt Fischer Dudelsäcke und historische Blasinstrumente. Mit deren Reparatur und Herstellung verdient sich der studierte Elektrotechniker seit 2001 seinen Lebensunterhalt. Überhaupt liebt er Dudelsäcke über alles und ist sogar sehr oft als Spieler dieses Instrumentes unterwegs.

Steffen Fischer ist ein kreativer Kopf, der voller Ideen steckt. Viel zu wenig Zeit bleibt jedoch am Ende eines Tages, um all den Projekten Taten folgen zu lassen. Wenn sich der Köthener aber mal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er es auch durch und landet echte Knüller.

Bestes Beispiel für Fischers Einfallsreichtum ist „Halli“. Die von ihm geschaffene Kunstfigur, angelehnt an Köthens Halleschen Turm, eroberte als Maskottchen des Sachsen-Anhalt-Tages im Nu die Herzen kleiner und großer Menschen. Ähnlich sieht es mit Dobo aus, der vor allem den Kindern die Geschichte der Stadt näher bringt. Er stammt ebenfalls aus der Ideenschmiede von Steffen Fischer.

Als künstlerisches Vorbild nennt der Köthener den Komiker Loriot. Und in der Tat prägen Fischers Figuren - ob auf Papier gezeichnet oder aus Holz gefertigt - eine ähnliche Knollennase wie die von Loriot gezeichneten Gestalten. Es ist, als verneige er sich damit vor seinem Idol.

Andere wiederum behaupten, alle von Steffen Fischer erschaffenen Dinge spiegeln ihn selbst wieder. Der Dudelsackbauer schmunzelt darüber und bestätigt nur, dass er das auch schon gehört hat.

Fischers Figuren sind auf jeden Fall erkennbar - auch die Räuchermännchen. Die fertigt er nur allerdings nur als Einzelstücke an. So hat er beispielsweise mal ein Räuchermännchen nach dem Abbild des Köthener Nachtwächters Schnabelschuh geschaffen. Einen gewissen Vorlauf benötigt Steffen Fischer für diese Art Aufträge. Wer also für dieses Jahr noch ein solch individuelles Weihnachtsgeschenk sucht, der muss vertröstet werden. Wenn, dann wäre es vielleicht fürs nächste Weihnachtsfest machbar.

25 bis 30 Zentimeter Höhe messen die unikaten Räuchermännchen. Zuerst bohrt Steffen Fischer den Kamin ins Holz, damit später der Qualm schön abzieht. Anschließend kommt der Körper an die Reihe, dann Kopf, Arme, Hände und Beine. Verbunden wird alles durch Kleben und Stiften. Zu guter Letzt erhält alles den typisch Fischer’schen Anstrich.

An diesem Wochenende ist Steffen Fischer übrigens mit einigen seiner Figuren zum Weihnachtsmarkt am Kugelbrunnen in der Köthener Fußgängerzone anzutreffen. Wer einen „Räucher-Halli“ möchte, sollte sich nicht so viel Zeit lassen. Alle handgefertigten Produkte sind in einer Stückzahl von eins bis zehn vorhanden. Aber auch die beliebten Keramikkirchen und -türme sowie den „Plüsch-Halli“ wird es bei dem Köthener zu geben.

Am dritten Adventswochenende zieht ein Hauch von Steffen Fischers Kunst auch über die Köthener Schlossweihnacht. Ho ho ho!


 
 
 




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