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Wochenspiegel > Köthen > Theater: Wahrheitsbekundungen unter Männern >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 02.12.2015 um 08:49:44

Theater: Wahrheitsbekundungen unter Männern

In der Inszenierung „Kunst“ sind am Hans-Otto-Theater Potsdam  zu sehen (von links): Bernd Geiling (Serge), Jon-Kaare Koppe (Marc) und Philipp Mauritz (Yvan). In der Inszenierung „Kunst“ sind am Hans-Otto-Theater Potsdam zu sehen (von links): Bernd Geiling (Serge), Jon-Kaare Koppe (Marc) und Philipp Mauritz (Yvan).
Foto: HL Böhme
Potsdam (fd). Die Französin Yasmina Reza gehört weltweit zu den meistgespielten Theaterautoren. Mit dem 1994 erschienenen Stück „Kunst“ ist ihr endgültig der internationale Sprung als Dramatikerin gelungen.
 
Jetzt ist „Kunst“ im Hans-Otto-Theater Potsdam zu sehen. Die gefeierte Premiere fand letzten Samstag statt. Tobias Wellemeyer hat Regie geführt und das Stück wunderbar in Szene gesetzt.
 
Die Autorin selbst hat über „Kunst“ gesagt, dass es ein Stück über Freundschaft und die Notwendigkeit des Lachens geht. Denn Lachen ist das Feuer der Freundschaft.
 
In dem Theaterstück geht es um die Freundschaft dreier Männer, um Ehrlichkeit und dem Leben selbst. Freunde, die sich schon lange nichts mehr zu sagen haben, sich ab und an treffen,  um Nichtigkeiten auszutauschen, aber dann erwirbt Serge, bekennender Kunstliebhaber, ein Bild mit einer weißen Oberfläche von 1,20 x 1,60 m, für 200.000 Francs und die Tragik nimmt seinen Lauf. Marc, sein Freund, versteht die Welt nicht mehr. Dieses nichtssagende Bild ist der Anstoß für den Streit unter den beiden Freunden.
 
„Was für eine Scheiße!“ das sind Marcs Worte zu diesem weißen Bild mit feinen weißen Querstreifen, die man aber nur mit zusammengekniffenen Augen erkennt.
 
Serge hat sich für dieses Bild fast ruiniert. Es stürzt diese 15-jährige Männerfreundschaft ins Chaos. Der Dritte im Bunde, Yvan, ist der Vermittler, der Diplomat, tolerant und weich in seiner Art, aber die Konfrontation scheuend. Er, der mit seiner bevorstehenden Hochzeit genug eigene, kleine Dramen zu regeln hat.
 
Zwischen den drei Freunden entwickeln sich Wortgefechte der Extraklasse, welche die Zuschauer mehr als amüsiert. Es ist großartig, wie Bernd Geiling, Jon-Kaare Koppe und Philipp Mauritz ihre Rollen mit Leben erfüllen. Brillant ihre Rhetorik von Beleidigungen, die sie formvollendet höflich auszudrücken verstehen. Endlich kommen all die nicht ausgesprochenen Wahrheitsbekundungen ans Tageslicht. 
 
Wenn zum Ende des Stückes die drei Freunde versuchen, sich wieder anzunähern bei aller Verletztheit, die ihnen untereinander widerfahren ist, so ist das Hoffnung auf einen Neubeginn.
 
Es ist ein sehr humorvolles Stück, welches auch nachdenklich stimmt.
 
Hervorragend gespieltes Theater mit brillanten Darstellern! 
 
Das schlichte Bühnenbild von Alexander Wolf und die Kostüme von Ines Burisch passten hervorragend.
 
Eine erstklassige Inszenierung, denn „letztlich ist Kunst Kunst“, hat schon Kurt Brehm gesagt. 
 
Es spielten:
 
  • Jon-Kaare Koppe als Marc
  • Bernd Geiling als Serge
  • Philipp Mauritz als Yvan
 
 
Weitere Vorstellungen:
 
  • Freitag, 18. 12. 2015, 19.30 Uhr
  • Mittwoch, 23.12.2015, 19.30 Uhr
  • Freitag, 25.12. 2015, 19.30 Uhr
  • Freitag, 8.1.2016, 19.30 Uhr
 
Kartenbestellungen:
Telefon: 0331 98118
E-Mail: kasse@hansottotheater.de
 


 
 
 




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