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Wochenspiegel > Köthen > Entlarven eines Scharlatans - „Tartuffe“ von Moliére >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 04.04.2016 um 16:22:37

Entlarven eines Scharlatans - „Tartuffe“ von Moliére

„Tartuffe“ im Schauspielhaus Magdeburg mit (von links): Ralph Opferkuch (Tartuffe), Alexander von Säbel (Cléante), Gisela Hess (Madam Pernelle), Iris Albrecht (Elmire), Sonka Vogt (Mariane), Sebastian Reck (Orgon), Timo Hastenpflug (Valére), Philipp Quest (Damis), Jenny Langner (Dorine). „Tartuffe“ im Schauspielhaus Magdeburg mit (von links): Ralph Opferkuch (Tartuffe), Alexander von Säbel (Cléante), Gisela Hess (Madam Pernelle), Iris Albrecht (Elmire), Sonka Vogt (Mariane), Sebastian Reck (Orgon), Timo Hastenpflug (Valére), Philipp Quest (Damis), Jenny Langner (Dorine).
Foto: Andreas Lander Galerie (1 Bild)
Magdeburg (fd). Welch ein Vergnügen, zwei Stunden Theater auf solch hohem Niveau zu erleben! Das Premierenpublikum hat am Samstagabend (2. April 2016) den Künstlern, die im Schauspielhaus Magdeburg Moliéres Komödienklassiker „Tartuffe“ zu einem Ereignis machten, mit langem, begeistertem Applaus gedankt.
 
Moliéres „Tartuffe“ - 1664 verboten, durfte erst in einer neuen Version 1669 uraufgeführt werden. In letzterer Fassung war nicht mehr von einem Geistlichen, den er der Scheinheiligkeit überführte, die Rede, sondern von einem Betrüger allgemein, der eine ganze Familie zugrunde richtet.
 
Der wohlhabende Orgon, im Grunde ein rechtschaffener Mann und Familienvater mit Hang zu übertriebener Frömmigkeit und einer daraus entspringenden Leichtgläubigkeit, bringt Tartuffe mit in sein Haus. Mit diesem verhängnisvollen Schritt nimmt das Unheil seinen Lauf.
 
Orgon, der dem angeblich frommen Tartuffe blind vertraut und alle seine „wohlgemeinten“ Ratschläge befolgt, ist ihm hörig, seine Familie ist nicht mehr wichtig. Orgons Familie ist umso verzweifelter, denn sie hat Tartuffes Absichten durchschaut. Seit dieser Betrüger mit im Haus lebt, wird Frömmigkeit gelebt, nur nicht von ihm. Als Orgon beschließt, ihn mit seiner Tochter Mariane zu verheiraten, obwohl sie mit Valére glücklich verlobt ist, müssen die Familienmitglieder, das sind Elmire, Orgons zweite Frau, Damis, sein Sohn, Mariane, seine Tochter, Cléante, Orgons Schwager und auch Marianes Zofe Dorine endlich handeln.
 
Eine List überführt Tartuffe, der Orgons Frau mit unzüchtigen Anträgen behelligt, die Orgon mit eigenen Ohren mit anhört. Diese Szene, in der Elmire (Iris Albrecht) sich doch offensichtlich sehr überwinden muss die schwach Werdende zu spielen, bringt viele Lacher unter den Zuschauern (klasse).
 
Jetzt wacht Orgon endlich auf, aber längst ist es zu spät. Das Haus ist überschrieben und alle Besitztümer gehören bereits Tartuffe, der die ganze Familie per Gerichtsbeschluss aus ihrem einstigen Zuhause vertreiben lässt.
 
Der Regisseur Krzysztof Minkowski hat das Theaterstück um den wohl berühmtesten Scheinheiligen der französischen Literatur ganz wunderbar in Szene gesetzt. Für Bühne und die Kostüme zeichnete  Konrad Schaller verantwortlich, beides war passend und sehr originell sowie auch die von Micha Kaplan konzipierte Musik. Zu erleben war ein äußerst spielfreudiges, gut aufgelegtes Schauspielensemble.
 
Das war großes Theater und das Thema selbst brisant und auch heute hochaktuell!
 

Mitwirkende:
 
  • Gisela Hess als Madame Pernelle
  • Sebastian Reck als Orgon, ihr Sohn
  • Iris Albrecht als Elmire, seine zweite Frau
  • Philipp Quest als Damis, sein Sohn
  • Sonka Vogt als Mariane, seine Tochter
  • Timo Hastenpflug als Valére
  • Alexander von Säbel als Cléante, Orgons Schwager
  • Ralph Opferkuch als Tartuffe
  • Jenny Langner als Marianes Zofe Dorine
  • und Uwe Hoffmann als Gerichtsvollzieher Monsieur Loyal
 

Weitere Vorstellungen:
 
  • Samstag, 16. April 2016, 19.30 Uhr
  • Freitag, 6. Mai 2016, 19.30 Uhr
 

Kartenbestellungen:
 

Leserkommentare:


Christine Meinecke, Barwedel:
"Eine hervorragende Veranstaltung, ich war mit einer großen Gruppe bei der Premiere, alle waren begeistert"


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