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Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 27.07.2016 um 08:52:01

Auf eine Bemme: Wie sich eine Hohnsdorferin auf die Rente freut

Reporter Volker Schwenke ist in den Sommermonaten interessanten Geschichten auf der Spur. Diesmal bei Monika Stoppe in Hohnsdorf. Reporter Volker Schwenke ist in den Sommermonaten interessanten Geschichten auf der Spur. Diesmal bei Monika Stoppe in Hohnsdorf.
Foto: Volker Schwenke Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Reporter Volker Schwenke unterwegs in den Fuhnedörfern. Geschichten aus der Heimat auf der Spur - bei den Menschen von nebenan.

Hohnsdorf (vs).
„Wie wär‘s denn mit einer Bemme zur Vesper?“ Monika Stoppe hält kurz beim Fensterbänkeauswischen inne und fragt erstaunt: „Wie, was? Haben Sie den was dabei? Dann kommen sie mal rein. Hier auf der Straße ist keine Sitzmöglichkeit.“

Im kleinen, überschaubaren Hof von Stoppes in Hohnsdorf an der Fuhne sitzt es sich gut inmitten von bunten Blumenkästen. „Heute, am Montag hab ich mal etwas eher Feierabend, da ist nicht so viel Post auszutragen.“

Seit dem 1. Mai1985 arbeitet sie bei der Post und möchte dort auch ihr berufliches Leben beenden und nahtlos in die Rente übergehen. Das hat sich die verheiratete Frau mit zwei erwachsenen Kindern und zwei Enkeln fest vorgenommen. Sie kann sich noch gut an die Anfänge ihrer Arbeit erinnern. „Damals ist Helene Quiring in Rente gegangen und da habe ich mich beworben und wurde auch angenommen. Ich denke oft an die kleine Poststelle in Trebbichau zurück. Heut ist das Haus in Privatbesitz aber ein kleines Schild weist immer noch auf die Poststelle hin.“

Auf die Frage nach kleinen Episoden aus der Zeit beginnt ihr Gesicht, zu lächeln. Da gäbe es doch die ein oder andere lustige Begebenheit. Namen will sie aber nicht nennen. Ja, es kam schon vor, wenn sie in frühen Morgenstunden die Briefe austrug, dass Leute ihr die Post an der Haustür abnahmen, die gerade gehen wollten, aber gar nicht in dem Haus wohnten. „Das ist Postgeheimnis“, meint Monika Stoppe und lacht dabei. Ein paar Jahre zuvor lernte die gebürtige Krosigkerin (Saalekreis) auch ihren Mann bei einer Tanzveranstaltung kenne. Es war gleich Liebe auf den ersten Blick, der dann auch durch die Hochzeit 1982 gekrönt wurde.

Leicht war es nicht immer, aber schön, damals im Elternhaus von ihrem Mann in Hohnsdorf - drei Generationen unter einem Dach. Heut bleiben natürlich nur die schönen Sachen in Erinnerung. „Selbst über nicht so schöne Erlebnisse können wir heut schmunzeln“, sagt sie. „Übrigens, was haben sie denn auf den mitgebrachten Bemmen?“, fragt die Hohnsdorferin den Reporter. „Lewwerwurscht und Rotwurscht!“, bekommt sie zur Antwort.

Es ist kurz nach 16 Uhr, da ist Zeit für eine Vesper. Plötzlich raschelt es an der Tür und ihr Mann Hans-Joachim kommt von der Arbeit. Obwohl es so um die 30 Grad warm ist, hatte er sich doch auffällig dick angezogen. Das lege an der Arbeit bei Klebl in Gröbzig, meint er. Er fährt mit dem Motorrad auf Arbeit, und früh sei es eben doch sehr frisch auf dem Fahrzeug.

Nach einer kurzen Erklärung über die Zwischenmahlzeit bei ihm im Hof mit seiner Frau verließ er schmunzelnd die Unterhaltung Richtung Wohnhaus.

Nach einem weiteren Bissen von der Bemme erzählte die Gesprächspartnerin dem Reporter von ihrer Familie. Wie schon gesagt, sind aus der Ehe zwei Kinder hervorgegangen. Sie leben heute in Bayern und Niedersachsen. Es geht ihnen ganz gut und Besuche gibt es auch mehrmals im Jahr.

Die freien Wochenenden nutzt Frau Stoppe mit ihrem Mann, um sich sportlich zu betätigen. Mit dem Fahrrad geht es dann kurze oder auch längere Strecken rund um den Petersberg oder zur Mutter nach Krosigk.

Auf die Frage, ob sie ein schönes Hobby hätte, lacht Monika Stoppe nur. „Ich sammele nichts, ich verliere alles. Ich verlege es und mein Mann sucht es. So haben wir beide unser gemeinsames Hobby.“

„Ach ja, wir reisen gern. Zur unserer Silberhochzeit sind wir in die Dominikanische Republik geflogen.“ Auch Ägypten, die Türkei und weitere Länder bereisten sie. Natürlich sei Deutschland auch ein schönes Urlaubsland. Sie hatte sich gerade schön eingeredet, da streifte ihr Blick die Uhr. „Oh, ich muss weg, habe ja einen Termin.“

Da auch die Bemmen aufgegessen waren und die Vesper nur eine kurze Pause ist, fiel es nicht schwer das Gespräch zu beenden. Mit den Worten: „Tschüss man hört und sieht sich, man ist ja nicht taub und blind“, verabschiedeten sich Monika Stoppe und der Reporter voneinander.

Leserkommentare:


Andrea Dembeck, Hannover:
"Dann drücke ich die Daumen liebe Moni das bis zur Rente alles so gut weiterläuft. 31 Jahre bei einer Firma arbeiten ist schon eine Leistung. Alles Gute weiterhin und liebe Grüße von mir..."


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