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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 13.12.2017 um 08:03:32

Zehn Jahre stationäre Hospizarbeit

Das Anhalt-Hospiz in der Oechelhaeuserstraße/Kühnauer Straße in Dessau. Das Anhalt-Hospiz in der Oechelhaeuserstraße/Kühnauer Straße in Dessau.
Foto: Altmann
Dessau (red). Am 14. Dezember 2007 wurde das stationäre An­­halt-Hospiz Dessau eingeweiht.
Schon vor 20 Jahren nahm der Ambulante Hospizdienst in Dessau seine Arbeit auf.
Am 14. Dezember 2017 lädt nun das Anhalt-Hospiz zu einer Festveranstaltung in die Laurentiushalle der Anhaltischen Diakonissenanstalt (ADA) ein. Um 15 Uhr beginnt das Fest mit einer An­­dacht. Kurze Reden danach schauen zurück auf die ambulante und die stationäre Hospizarbeit in Dessau, oder blicken nach vorn auf die Palliativ- und Hospizversorgung in der Zukunft. Kaffee und Kuchen wird es geben, sowie Grußworte und „Letzte Lieder“.

Stefan Weillers Projekt „...und die Welt seht still“ versammelt „letzte Lieder und Geschichten von Menschen im Hospiz“. Für die „Letzten Lieder“ führt Autor Stefan Weiller seit 2010 Gespräche mit sterbenden Menschen im Hospiz zur Musik ihres Lebens. Eine Frage lautet: „Welche Musik ist Ihnen kostbar und welche Erinnerung verbinden Sie damit?“ Nach Motiven und wahren Begebenheiten schreibt Weiller berührende Texte. Im Zentrum der „Letzten Lieder“ stehen die Fragen nach Sinn, Werten und Lebensqualität, die in jeder Lebensphase zu finden sind. Die Lieder erzählen vom nahen Tod, aber vor allem vom Leben.

Geschichten und Geschichte

Das stationäre Hospiz hat eine Vorgeschichte. Schon seit 1993 versammelten sich um das Diakonissenkrankenhaus Dessau (DKD) einige Frauen, meist Krankenschwestern, die sich mit den Themen Tod und Sterben sowie mit der Situation von Sterbenden und deren Angehörigen auseinandersetzten. 1997 wurde die ambulante Hospizarbeit in Dessau unter dem Dach der Diakonie konkret, eingebunden in Landes- und Bundesgemeinschaften. „Ambulant geht vor stationär“, war Motto und Ziel, ein Bemühen, dass Sterbende ihren letzten Lebensabschnitt zu Hause verbringen könnten. Die ambulante Hospizarbeit machte deutlich, dass dieses Ziel nicht immer umzusetzen war.

Die Idee, ein stationäres Hospiz in Dessau aufzubauen, wuchs schon Ende der 1990er Jahre. Als das Diakonissenkrankenhaus Dessau (DKD) 2003 in eine eigenständige Gesellschaft mit diakonischen Partnern aus Chemnitz und Leipzig überführt wurde, hat die Hospiz­­idee einen neuen Anstoß bekommen und konnte gemeinsam mit verschiedenen Partnern umgesetzt werden.
Das Mitte des 18. Jahrhunderts gegründete Leopolddankstift übernahm die Errichtung des Neubaus. Der wirtschaftlich, pflegerisch und medizinisch kompetente Partner für den künftigen Hospizbetrieb wurde das DKD.
2006 haben dessen Gesellschafter zugestimmt, die Anhaltische Hospizgesellschaft zu gründen und als DKD 51 Prozent der Anteile zu übernehmen.

Weitere diakonische Einrichtungen traten als Gesellschafter hinzu: das Leopolddankstift, die ADA, das Diakonische Werk Dessau und die Kanzler von Pfaus‘che Stiftung Bernburg. Am 14. Dezember 2007 konnte das stationäre Anhalt-Hospiz eingeweiht werden. Im Laufe der Planungen für den Erweiterungsbau zur Anhaltischen Hospiz- und Palliativgesellschaft gGmbH gab das Leopolddankstift sein Eigentumsrecht auf. Die Übertragung des Gebäudes an die Hospizgesellschaft schuf die rechtlichen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung zum Zentrum für Hospiz- und Palliativversorgung sowie außerklinische Beatmungs- und Intensivpflege. Im April dieses Jahres wurde das stationäre Anhalt-Hospiz in Zerbst eingeweiht.

 

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