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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 13.12.2017 um 08:40:53

Frohe "WEINachten": Mit diesen Tropfen verwöhnen Sie sich und Ihre Gäste zu den Festtagen

Ulrike und Dirk Gödecke vom gleichnamigen Delikatessengeschäft in Dessau. Ulrike und Dirk Gödecke vom gleichnamigen Delikatessengeschäft in Dessau.
Foto: Anke Katte
Besondere Wein­­empfehlungen für die bevorstehenden Festtage.

Anhalt (ak). Ulrike und Dirk Gödecke haben vor 21 Jahren ihre Liebe zum Wein und Genuss zum Beruf gemacht. Die beiden Maschinenbauingenieure wechselten die Branche und eröffneten in der Dessauer Ratsgasse ein Delikatessengeschäft. Hier gibt es nicht nur auserlesene Geschenkideen für Genießer, internationale Biersorten und einen Partyservice, sondern vor allem eine gut sortierte Auswahl an erlesenen Weinen u. a. aus Südtirol, Spanien, Südafrika und Deutschland. „Die meisten unserer Weine sind natürlich  trocken. Da aber immer häufiger nach Alternativen nachgefragt wird, haben wir auch einige feinherbe Tropfen, die sich eignen, wenn man den Geschmack des zu Beschenkenden nicht so genau kennt“, erklärt Dirk Gödecke.

„90 Prozent der Weine kaufen wir selber ein. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass wir wunderschöne Weingüter bereisen können und viele Erzeuger schon seit Jahren persönlich kennen“, ergänzt Geschäftsinhaberin Ulrike Gödecke.
Aus unserer Region gehört zum Beispiel das Weingut Pawis dazu, das sich zunächst als kleines Hobbyweingut an Saale und Unstrut unter Insidern einen Namen gemacht hatte und seit 2001 erfolgreich im Verband der Deutschen Prädikatsweingüter (VDP) in der oberen Liga mitmischt.

„In diesem Sommer haben wir das Weingut Von Othegraven besucht und dabei Quizmaster Günther Jauch als Winzer kennengelernt. Er und seine Frau hatten das Gut 2010 aus Familienbesitz heraus gekauft und produzieren seitdem an den steilen Hängen der Saar jährlich rund 100.000 Flaschen. Eine kleine Auswahl dieser Lagenweine haben wir jetzt auch in unserem Sortiment“, erzählt Dirk Gödecke.

Bei Gödeckes findet man Weine in Preislagen zwischen fünf bis 200 Euro. Darüber hinaus kann fast jeder gewünschte Wein besorgt werden. Wer sich lieber erst einmal durch eine Auswahl an Rebsorten und Anbaugebieten riechen und schmecken möchte, kann sich für eine Weinprobe (ab sechs Personen) im Geschäft anmelden.

Wein gehört bekanntlich zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit. Den Rebensaft richtig zu zelebrieren und zu genießen, ist fast schon eine Wissenschaft. Bei den Gödeckes stehen dagegen Genuss, Lebensfreude und guter Geschmack an erster Stelle. Für das bevorstehende Weihnachtsfest geben Sie für die Leser des Wochenspiegel eine Weinempfehlung für ein dreigängiges Festmenü.

Aperitif

Zur Einstimmung auf das Weihnachtsmenü empfehlen Gödeckes einen Winzersekt aus dem Rheingau. Der Riesling aus der Sektmanufaktur Schloss Vaux wurde nach der Champagner-Methode hergestellt. Sein feinperliges Aroma entfaltet sich am besten bei sechs bis acht Grad.
Wussten Sie übrigens, dass Sekt mit einer Schaumweinsteuer von 1,02 Euro belegt wird. Diese Steuer stammt noch aus Kaiser Wilhelms Zeiten, der damit die Kriegskasse füllen wollte und wurde bis heute nicht abgeschafft.

Zwischengang

Einen Feinherben von „Jungwinzer“ Günther Jauch gibt es zum Zwischengang. Der 2016er Riesling vom Weingut Von Orthegraven besticht durch eine dezente Süße und kommt bei einer Trinktemperatur von 10 bis 12 Grad sehr gut zur Geltung. Man kann ihn in einem kleinen Sherryglas servieren.

Hauptgang

Etwas Kräftiges aus Spanien, so lautet der Tipp zum Hauptgang aus Ente, Wild oder Rind.
Das Priorat ist ein kleines Anbaugebiet mit besonderen Rebsorten, die im Mittelmehrklima sehr gehaltvolle Trauben hervorbringen. Der bei Stammkunden sehr geschätzte Noster Inicial bringt tiefes Granatrot ins Glas. Er ist im Eichenfass ausgebaut und schmeckt nach Noten von Kirschen und Gewürzen. Der kräftige Rotwein sollte lieber etwas kälter (16 bis 18 Grad) ausgeschenkt werden, da er im gemütlichen Wohnzimmer schnell warm wird.
Eine Alternative wäre eine Gutsabfüllung aus dem Hause Pawis. Der Blaue Zweigelt, der das VDP-Prädikat trägt, besticht mit Aromen von dunklen Beeren und Backpflaumen. Er wird ebenfalls mit einer Trinktemperatur von 16 bis 18 Grad genossen.

Zu Fisch oder Geflügel (weiß)

Dazu könnte ein schöner Rosé sehr gut passen. Gödeckes entscheiden sich aber für einen Weißen Burgunder vom Weingut Pawis. Der nach reifen Früchten und Aprikose duftende Wein gedeiht im „Zscheiplitzer Himmelreich“, einer Südlage mit himmlischem Blick auf den Talkessel der Unstrut. Ihn sollte man mit 10 Grad Trinktemperatur genießen.

Dessert

Einen kostbaren, aber dennoch erschwinglichen Tropfen gibt es zum Nachtisch: Und zwar einen Eiswein vom Weingut Nachtgold in Rheinhessen. Um einen Eiswein ernten zu können, geht der Winzer ein nicht unerhebliches Risiko ein. Die Trauben werden extra lange an den Weinstöcken gelassen. Bei sieben bis acht Grad Minus müssen sie schleunigst geerntet und noch gefroren gekeltert werden. Die Weinspezialität wird in kleinen Gläsern bei 12 bis 14 Grad Trinktemperatur genossen. Kälter darf der Eiswein nicht sein, da sich sonst die Aromen und seine angenehme Süße nicht entfalten können.

 

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