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Wochenspiegel > Köthen > Finale im Wettbewerb um das Regionalgericht 2017 - Tobias Felger gewinnt >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 14.12.2017 um 16:45:38

Finale im Wettbewerb um das Regionalgericht 2017 - Tobias Felger gewinnt

Das Team von Heilmanns by Tobias Felger in Dessau (von links): Praktikantin Jessica Wodarczak, Inhaber Tobias Felger, Hotelfachfrau Julia Steuber und Junior Sous Chef Paul Thiele. Das Team von Heilmanns by Tobias Felger in Dessau (von links): Praktikantin Jessica Wodarczak, Inhaber Tobias Felger, Hotelfachfrau Julia Steuber und Junior Sous Chef Paul Thiele.
Foto: Sebastian Köhler
Tobias Felger holt Sieg und Titel in das Restaurant „Heilmanns“ nach Dessau.

Dessau (sbw). 
Mit seinem Gericht „100 Prozent Sachsen-Anhalt“ hat Tobias Felger die Jury des Kochwettbewerbs überzeugt. Der Inhaber und Küchenmeister vom Heilmanns in Dessau stellt somit offiziell das „Regionalgericht 2017“ des Kochvereins Anhalt-Dessau und der Regionalmarke Mittelelbe. Hinter der Kreation verbirgt sich ein Duett vom Lamm als Rillette und Steak zwischen hausgereiftem Aschschafskäse, Kamille, Honig und Schafgarbe mit fermentierten Riesling-Spätburgunder Cuvée. Der Clou: alle Zutaten stammen aus der Region. Lamm und Käse sind von Pfendts Biohof Pratau, das Gemüse von der urbanen Farm Dessau und Wein und Trauben vom Weingut Pawis aus Freyburg (Weinregion Saale-Unstrut). Selbst das Salz zum Würzen stammt aus Halle.  

>>>FOTOGALERIE

Insgesamt nahmen zehn Restaurants aus der Region Anhalt-Bitterfeld, Dessau-Roßlau und der Lutherstadt Wittenberg am Wettbewerb um das Regionalgericht teil. Sechs kamen in die engere Auswahl.

Platz zwei erkochten sich Kevin Kirste und Robert Krause vom Restaurant im NH Hotel Dessau mit ihrer „Backpfeife“. Die Bronzemedaille ging an Maik Meißner und Janet Hennecke vom Heidehotel Lubast für das „Duett aus Wald und Heide“. Das Gasthaus „Zum Anker“ aus Elster und das „Zieglers“ in Wörlitz landeten ebenso auf dem vierten Platz wie der Titelverteidiger „Seensucht“ in Bitterfeld.

Im Wettbewerb geht es vor allem um Regionalität. Mindestens eine Hauptkomponente muss aus regionaler Erzeugung stammen. Vorgegeben hat die Jury nur Schmoren als Art der Zubereitung. Nicht nur der Geschmack ging in die Wertung ein. Die Juroren um Jurychef Thomas Wolffgang haben einen genauen Schlüssel. So floss die Qualität der schriftlichen Bewerbung zu zehn Prozent und die Präsentation des Kochs vor Ort mit 20 Prozent in das Urteil ein. Beim letzten Punkt geht es auch darum, wie sich die kulinarischen Erfinder beim Beantworten der Juryfragen schlugen. Je 15 Prozent fielen der Anrichteweise bzw. dem Gesamteindruck und dem Schwierigkeitsgrad zu. Den Löwenanteil von 40 Prozent vergaben die Tester bei der Verkostung.

Zur Jury gehören neben dem Chef des Kochvereins Thomas Wolffgang sein Vize Jörg Bernstein, Harald Wetzel von der Regionalmarke Mittelelbe und Stefan. B. Westphal vom Wochenspiegel/Super Sonntag.

Gewinner Tobias Felger lässt sich vom Sieg jedoch nicht „blenden“. „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Der Preis geht an mein gesamtes Team“, erklärt der Küchenchef.



Die finalen Wettbewerbsbeiträge:

NH Hotel, Dessau

„Backpfeife“ tauften die Köche Kevin Kirste und Robert Krause (im Foto) vom Restaurant des NH Hotels Dessau ihren Beitrag. Dabei handelt es sich um geschmorte Rinderbäckchen mit Schokoladen-Schalotten-Jus, Variationen von Gemüsepüree und Kartoffelrose. Die „Pfeife“ im Namen ist dem Schmortopf der Oma entlehnt, der nämlich pfiff, wenn das Essen fertig war.


Gasthaus „Zum Anker“, Elster

Das Küchenteam vom Gasthaus „Zum Anker“ in Elster kochte die rustikale „Zeitreise des Martin Luther - vom Jahr 1517 ins Jahr 2017“ und beschränkte sich auf Zutaten, die ihren Recherchen nach Luther bereits kannte. So entstand „Zweierlei vom Saalower Kräuterschwein ‚knusprig & weich‘ neben warmem Kartoffel-Blutwurstkuchen und Sauerkrauteis mit Speckcrunch“.


Zieglers Restaurant, Wörlitz

Eine „heimische Wildschweinroulade mit Steinpilz-Mangold-Füllung. Püree von Topinambur sowie Kürbis, Kartoffel-Semmel-Kloß, Birne und Kaffeejus“ schickte Stephan Ziegler ins Rennen um den begehrten Titel. Der Beitrag des Regionalgerichts von „Zieglers Restaurant“ in Wörlitz trägt dabei den passenden Namen „Wilder Birnenklump“.


Heidehotel, Lubast

Mit einem „Duett von Wald und Heide“ nahm das Heidehotel Lubast am Wettbewerb teil. Die erste Geige spielte dabei geschmorte Wildschweinzunge, die zweite auf dem Teller bekam der flambierte Wildschweinrücken zugeteilt. Im Chor gesellen sich junger Grünkohl, Hagebutten-Espuma, ein hausgemachtes Kartoffelküchlein und Blaubeersauce mit zur Kreation. Dirigenten des Gerichts sind Maik Meißner (Souschef) und Janet Hennecke (Chef de Partie, im Foto).


Heilmanns by Tobias Felger, Dessau

„100 Prozent Sachsen-Anhalt“ ist der Name des Wettbewerbsbeitrags von Küchenmeis­ter und Inhaber Tobias Felger vom Heilmanns in Dessau. Im Detail gab es „Duett vom Lamm als Rillette und Steak zwischen hausgereiftem Aschschafskäse, Kamille, Honig und Schafgarbe mit fermentierter Riesling-Spätburgunder-Blüten-Cuvée und geräuchertes Gemüse-Kräuter-Cross-over. Alle Zutaten, selbst die Gewürze, stammen aus einem Umkreis von 75 km um das Restaurant.


Seensucht, Bitterfeld

Der zweimalige Sieger hat sich ebenso wieder für die Endrunde qualifiziert. In diesem Jahr möchte der Titelverteidiger das „Triple“ schaffen und zauberte dafür eine „Herzhafte Schweinerei“ auf die Teller der Jury. Frank Benke, der Küchenchef der Seensucht in Bitterfeld, kombiniert hierfür Schweinebauch, Bohnenpüree, Saubohnen, Fenchel, Tomatensugo und Lavendeleis kulinarisch.

Leserkommentare:


Ulrich, Aken:
"Danke für diese geniale Reportage, wir werden die Lokale allesamt besuchen. Doch Nota Bene zum "Anker" in Elster. Die Kartoffel kannte Luther noch nicht, zu seiner Zeit gab's eher Erbs-Püree. November 1567 erreichten drei Fässer, die Kartoffeln, Orangen und grüne Zitronen enthielten aus Gran Canaria Europa in Antwerpen. mfG Ulrich"


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