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Wochenspiegel > Köthen > Ein (statistischer) Tag in Sachsen-Anhalt >
Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 18.12.2017 um 11:07:51

Ein (statistischer) Tag in Sachsen-Anhalt

Stellten gemeinsam das neue Statistische Jahrbuch vor: Minister Holger Stahlknecht (li.) und Michael Reichelt, Präsident des Statistischen Landesamtes. Stellten gemeinsam das neue Statistische Jahrbuch vor: Minister Holger Stahlknecht (li.) und Michael Reichelt, Präsident des Statistischen Landesamtes.
Foto: S. Richter
Ein gewichtiges Buch mit 660 Seiten und 1 153 Gramm schwer.

Halle (sr). Gute Tradition hat kurz vor Jahresschluss die Herausgabe des Statistischen Jahrbuches mit den Zahlen des Vorjahres.

Und gute Tradition hat inzwischen auch die immer wieder gleiche Frage der Journalisten beim Pressegespräch im Statistischen Landesamt: Wer hat mehr Einwohner - Halle oder Magdeburg? Mit dem Stichtag 30. November 2017 hat dieses Mal Magdeburg die Nase vorn mit genau 108 Einwohnern mehr. „Das ist u. a. der höheren Geburtenzahl in der Landeshauptstadt zu verdanken", so Präsident Michael Reichelt, der die Zahlen des Buches dann in einem für Sachsen-Anhalt statistisch durchschnittlichen Tag zusammen fasste. Und das begann mit der Bevölkerungszahl. Die sinkt nämlich nicht erst seit den 1990-er Jahren. Allein 2016 gab es ein Geburtendefizit vom 13 360, das auch durch den Wanderungsgewinn nicht ausgeglichen werden konnte. Bereits seit 1972 weist die Statistik Geburtendefizite für die Region aus, die heute unser Bundesland bildet. Die Anzahl der Haushalte mit Kindern hat seit 2005 um 38 Prozent abgenommen und 2016 lebten 1,89 Personen in einem Haushalt.

Wer Kinder hat, geht trotzdem arbeiten, das zeigen die Kinderbetreuungszahlen. Die Kindereinrichtungen des Landes besuchen 57 Prozent aller 0- bis 3- Jährigen und 94 Prozent aller 3- bis 6-Jährigen und bei 85 Prozent aller Kinder erfolgt die Betreuung ganztags. Hoch ist auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - mit 73 900 Vollbeschäftigten in Magdeburg am höchsten. Hier sowie in Halle und Dessau-Roßlau gibt es auch einen Pendlerüberschuss. In allen Landkreisen fahren mehr zum Arbeiten aus dem Kreis als in den Kreis kommen. Interessant ist auch die Tatsache, das 49,6 Prozent aller Beschäftigten Frauen sind und damit fast die Hälfte. Aber 46 Prozent aller Frauen arbeiten in Teilzeit.
Erschrocken war der Statistik-Chef über die Wahl des Verkehrsmittels für den Weg zur Arbeit - 71 Prozent wählen dafür den Pkw und das Fahrrad liegt mit elf Prozent auf dem zweiten Platz. Der Wohnungsbestand des Landes ist in den vergangenen 26 Jahren fast gleich geblieben, bei der Gesamtanzahl. Am meisten zugenommen haben Einraum-, abgenommen vor al-lem Vier- und Fünf-Raumwohnungen. Auch die Ausrüstung der privaten Haushalte liegt auf hohem Niveau. Je 100 Haushalten gibt es 121,1 Kühlgeräte, 178,9 Fernseher, 99,5 Waschmaschinen, 186 Personalcomputer und 265 Telefone.

An einem durchschnittlichen Tag werden in Sachsen-An-halt außerdem 49 Kinder geboren, sterben 86 Menschen, es werden 29 Ehen geschlossen und elf geschieden, gibt es vier Verkehrsunfälle mit Personenschaden durch Fehlverhalten beim Abstand und werden 0,5 Kilogramm Haus- und Sperrmüll pro Einwohner erzeugt.

Nachlesen kann man diese und noch viele andere Zahlen für Sachsen-Anhalt, aber auch im bundesweiten Vergleich im Statistischen Jahrbuch 2017. Das erscheint erstmals in neuem Design und in nur einem Buch. „Beim vielen Blättern in den bisherigen Heften ist irgendwann alles auseinander gefallen", so Michael Reichelt, „und man musste ständig in zwei Heften hin und her suchen". Das neue handliche A5-Format mit einem Hardcover-Einband und farbigen Markierungen soll die Arbeit mit der Statistik einfacher machen.

Das Jahrbuch kann bestellt werden beim

Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt, Dezernat Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 2011 56
06012 Halle

Preis: 30 Euro plus Versandkosten

kostenloser Download: www.statistik.sachsen-anhalt.de

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