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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 25.07.2018 um 09:24:41

Sommerplausch: „Fußball ist unser Leben“

Thomas Bösener (rechts) ist der Vereinsvorsitzende der SG 1948 Reppichau, einem der erfolgreichsten Fußballvereine in Anhalt-Bitterfeld. Thomas Bösener (rechts) ist der Vereinsvorsitzende der SG 1948 Reppichau, einem der erfolgreichsten Fußballvereine in Anhalt-Bitterfeld.
Foto: Stefan Julius Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Im Sommerplausch unterhält sich Reporter Thomas Schmidt mit Thomas Bösener. Thomas Bösener ist der
Vereinsvorsitzende der SG 1848 Reppichau – ein Fußballerfolgsgarant.

Reppichau (ts).
Nach dem Aus der deutschen Fußballnationalmannschaft geht es langsam wieder weiter mit dem Regionalfußball. Eine Mannschaft im ländlichen Raum mit unwahrscheinlichem Engagement ist die SG Reppichau. Ein Dorf, acht sehr aktive Vereine und elf Fußballmannschaften sind gelebter Fußball der Aktiven und des gesamten Vereins. Die SG 1848 Reppichau hat ca. 300 Mitglieder und die 1. Mannschaft spielt in der Landesliga Süd.

Fußballchef ist seit 2011 Thomas Bösener, der seinen Vater Hubert Bösener abgelöst hat, der wiederum eine gefühlte Ewigkeit den Verein lenkte. Wir wollten wissen, was an diesem Verein so einzigartig ist. Redakteur Thomas Schmidt hat sich im Sommerplausch mit dem „Vereinschef“ unterhalten.

Reppichau, ein 470-Seelen-Dörfchen mit elf Fußballmannschaften, Herr Bösener, was macht diesen Verein denn so besonders?
Das Besondere an der SG 1948 Reppichau sind unsere drei Säulen, die den Erfolg tragen: Ein gut gepflegtes Umfeld mit guten Plätzen und einer Gaststätte, die 1. Mannschaft als Aushängeschild in der Landesliga und unsere gute Nachwuchsarbeit.

Sie sind 2011 in die Fußstapfen ihres Vaters Hubert getreten, ist das die richtige Schuhgröße gewesen?
Meine Schuhe sind drei Nummern größer als die meines Vaters (lacht). Da ich bereits mehrere Jahre während seiner Amtszeit im Vorstand der SG 1948 Reppichau mitgearbeitet habe, wusste ich, was auf mich zukommt und dank meiner vielen Mitstreiter im Vorstand ist die Arbeit einfacher Hubert Bösener hat den Verein Anfang der 90er übernommen und war 20 Jahre Vorsitzender.
Er wurde zur Jubiläumsveranstaltung zum Ehrenvorsitzenden ernannt und bekam die Ehrennadel des FSA in Gold überreicht.
Er hat die SG 1948 Reppichau im schwierigen Zustand übernommen und ihn im guten Zustand an mich übergeben. Er hatte große Unterstützung durch meine Mutter, welche die Abrechnung übernommen hatte. Meine ersten Vorstandssitzungen habe ich als Jugendlicher am Essenstisch miterlebt.

Der Verein hat 300 Mitglieder, Reppichau 470 Einwohner, werden Sie bald 470 Mitglieder haben?
Die 300 Mitglieder kommen nur zum Bruchteil aus Reppichau. Die meisten kommen aus den umliegenden Ortschaften und aus dem Dessauer Raum. Ich denke, wenn wir die aktuelle Mitgliederzahl halten oder leicht steigern, können wir zufrieden sein. 470 Mitglieder halte ich für utopisch. Doch dagegen hätte ich dennoch nichts einzuwenden und wenn noch mehr Reppichauer dabei wären, würde ich mich sehr freuen - alle sind herzlich willkommen.

Okay, Sie haben viele auswertige Mitglieder und Spieler, warum kommen sie ausgerechnet zu Ihnen?
Unser Jugendleiter Denny Richter ist fußballverückt. Hier trifft der Ausspruch: „Fußball ist unser Leben“ genau ins Schwarze oder von mir aus ins Runde. Er und seine Trainer schaffen es jedes Jahr junge Fußballer für die SG 1948 Reppichau zu begeistern.
Womit? Unsere Teams spielen in den höchsten Spielklassen Sachsen-Anhalts und durch die gute Trainings- und Trainerarbeit, mit dem nötigen Ehrgeiz und auch einer Portion Spaßfaktor haben unsere Nachwuchsmannschaften einen enormen Zulauf. So etwas spricht sich gerade in Zeiten sozialer Netzwerke auch rum.

Ist es schwierig dieses hohe Niveau auf Vereins- und Sportebene zu halten?
Das Niveau zu halten ist mit sehr viel Einsatz und Engagement möglich. Nur durch den Einsatz vieler unserer Sportfreunde wird uns das gelingen. Das Motto sollte sein: „Wir müssen uns immer wieder verbessern“.

Sie haben eine gepflegte Anlage und eine eigene Vereinsgaststätte, in einer Zeit, in der solche Angebote oftmals keine Interessenten und auch Gäste finden, ist das in Reppichau anders?
Wir hatten mit dem letzten Pächter der Gaststätte großes Pech. Die Waldterrasse wird ab 1. August vom Verein betrieben. Lutz Richter übernimmt die Leitung. Wir wollen verlorene Gäste zurückgewinnen und neu hinzugewinnen.
Die Gaststätte steht für Feiern zur Verfügung und kann mit der Soccer-Arena genutzt werden. Ebenfalls ist die Verpflegung zu den Heimspielen abgesichert. Gäste die Mittag- oder Abendessen wollen, sind herzlich willkommen.

Zu Ihnen, Sie sind jetzt fast 39 Jahre alt, haben Sie selber aktiv Fußball gespielt?
Ja, ich bin noch 38. Als 5-Jähriger habe ich begonnen in Reppichau zu spielen. 2008 musste ich aufgrund eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule aufhören. Ich bin seit 2003 als Schiedsrichter aktiv. In meiner Zeit als Aktiver sah es in Reppichau nicht so gut aus wie heute und wir mussten schwierige Zeiten überstehen. Dies hat mich geprägt und daher gilt für mich das Motto: „Frage nicht was dein Verein für dich tun kann, sondern was du für deinen Verein tun kannst“.

Sie wohnen und arbeiten in Stendal, wie kommt das und wie machen Sie das?
Ich habe 2011 angefangen als Lehrer in Stendal zu arbeiten. Ich bin ca. jedes zweite Wochenende mit meiner Frau und meinen beiden Töchtern in Reppichau. Da ist dann volles Programm mit Vorstandssitzung, als Schiedsrichter Spiele pfeifen und noch Spiele in Reppichau anschauen.
Meine Frau trainiert die kleinen Rosselflöhe des Roßlauer Karneval Clubs. Dank der Unterstützung meiner Frau und der Großeltern meiner Kinder funktioniert das gut. Meine sonstigen Aufgaben kann ich dank moderner Kommunikationsmittel von zu Hause aus erledigen. Wobei ein gewisser Abstand positive und negative Seiten hat. Das Tagesgeschäft leiten meine Sportfreunde vor Ort.

Was nehmen Sie sich für die nächsten Monate alles vor?
Um unseren Spielbetrieb abzusichern und um Nebenkosten zu sparen, wollen wir einen neuen Kabinentrakt mit Hilfe von EU-Fördermitteln errichten lassen. Dazu müssen bis 15. November viele Anträge gestellt werden. Weiterer Schwerpunkt ist die Inbetriebnahme der Waldterrasse.

Demnächst steht ein großes Fußballereignis bevor, was genau erwartet die Fans?
Im Rahmen unseres 70-jährigen Jubiläums findet ein Spiel gegen Lokomotive Leipzig am 19. Juli statt. Es ist von mehreren Sportfreunden organisiert worden. Ich selbst war nicht involviert, werde jedoch als Stadionsprecher fungieren. Ich erwarte für unsere 1. Mannschaft einen Top Gegner und hoffe, dass die Jungs Spaß haben und die Zuschauer ein tolles Fußballspiel sehen. Das Ergebnis ist zweitrangig.

Hört man sich im Verein um, fällt immer wieder ein Name, Ingmar Lehmann, was hat es damit auf sich?
Ingmar Lehmann spielt seit seiner Kindheit in Reppichau Fußball. Er hat die nicht ganz so guten Zeiten in den 90ern miterlebt.
Er war maßgeblich am Aufbau unserer Nachwuchsabteilung beteiligt und trainiert seitdem Jugendmannschaften. In seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender ist er mitverantwortlich für die gute Entwicklung der SG 1948 Reppichau. Dankbar bin ich für seine Unterstützung als Sponsor.

Kurz und knapp:
Was schätzen Sie an sich selber?

Zuverlässigkeit, Kompromissbereitschaft, Hilfsbereitschaft.  

Was schätzen Sie an anderen?
Teamfähigkeit, Ehrgeiz, Leidenschaft.
 
In zehn Jahren…?
Ist die SG 1948 Reppichau immer noch so erfolgreich wie heute und ich kann den Verein in gute Hände abgeben.

Für welche drei Dinge in Ihrem Leben sind Sie am dankbarsten?
Für meine Familie, die Zeit als Spieler bei der SG 1948 Reppichau und dass ich Vorsitzender eines erfolgreichen Vereins sein darf.  

Auf was könnten Sie in Ihrem Leben nicht verzichten?
Familie, Fußball, Musik.

Welcher Mensch kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie das Wort erfolgreich hören?
Angus Young AC/DC.  

Vielen Dank für den Sommerplausch und eine angenehme Sommerpause sowie viel Erfolg mit der SG 1848 Reppichau.

 

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