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Wochenspiegel > Köthen > Wittenberger hat den Architektenwettbewerb "Mut zur Lücke" gewonnen >
Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 28.11.2018 um 10:19:00

Wittenberger hat den Architektenwettbewerb "Mut zur Lücke" gewonnen

Gegenstand des diesjährigen Wettbewerbs in der Lutherstadt Wittenberg war die Baulücke Collegienstraße 87. Gegenstand des diesjährigen Wettbewerbs in der Lutherstadt Wittenberg war die Baulücke Collegienstraße 87.
Foto: Antje Weiß
Die öffentliche Preisverleihung findet am 30. November um 10 Uhr im Stadthaus statt.

Wittenberg (WS). Die Lutherstadt Wittenberg hat in diesem Jahr bereits zum dritten Mal am Architektenwettbewerb „Mut zur Lücke" teilgenommen. Der Wettbewerb ist ein Projekt der Landesinitiative Architektur und Baukultur in Sachsen-Anhalt und wird vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr gefördert. Das Vorhaben geht auf eine Initiative der Architektenkammer Sachsen-Anhalts zurück, welche auch die Wettbewerbsdurchführung organisiert.

Die 5. Staffel des Wettbewerbs, die in diesem Jahr stattfand, stand unter dem Motto „Mut zur Lücke – Mut zu Neuem – konkret". Unmittelbares Anliegen des Wettbewerbs ist es, Anstöße zur Schließung stadtbildprägender Baulücken zu geben und somit gravierende städtebauliche Missstände in den historischen Innenstädten zu beseitigen. Gegenstand des diesjährigen Wettbewerbs in der Lutherstadt Wittenberg war die Baulücke Collegienstraße 87, die sich in unmittelbarer Nähe zum Markt und zum UNESCO-Weltkulturerbe Evangelische Stadt- und Pfarrkirche St. Marien befindet. Das Grundstück reicht von der Collegienstraße bis zur Wallstraße. Das dreigeschossige Vorderhaus musste aus statischen Gründen im Jahr 2013 abgebrochen werden.

Zum Wettbewerb reichten 11 Architekturbüros ihre Arbeiten ein. Wettbewerbsaufgabe war, eine Neubebauung zu entwerfen, die sich in die historischen Baustrukturen einfügt, die Vorgaben des Denkmalschutzes einhält und eine zukunftsfähige Gebäudenutzung organisiert.

Das Preisgericht tagte am 5. November. Der 1. Preis wurde an den Wittenberger Architekten Matthias Stäbler vergeben. In der Begründung heißt es unter anderem: „Der Entwurf nimmt die historische Leiterstruktur auf und interpretiert sie modern.
Das Erdgeschoss zieht sich bis zur Wallstraße in einer geschwungenen Form."

Die Erdgeschosszone ist für eine gewerbliche Nutzung vorgesehen, in den Obergeschossen sind barrierefreie Wohnungen in unterschiedlichen Grundrissen geplant. Der 2. Preis ging an das junge Architektenteam Franz Jirsch und Norman Walla aus Köthen. Mit dem 3. Preis wurde der Architekt Axel Kiehn aus Halle ausgezeichnet.
Die öffentliche Preisverleihung findet am 30. November um 10 Uhr im Stadthaus statt.

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