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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 30.11.2018 um 16:23:00

Gesundheitsreport: Den Sachsen-Anhaltern lastet viel auf der Seele

Gemeinsam mit Dipl.-Med. Sibylla Merian (r.) und Fachärztin Jördis Heidmann stellte Thomas Büttner von der DAK Gesundheit in Dessau-Roßlau die statistischen Zahlen zum Krankenstand und die Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten für die Doppelstadt, den Landkreis Anhalt-Bitterfeld und das Land Sachsen-Anhalt vor. Gemeinsam mit Dipl.-Med. Sibylla Merian (r.) und Fachärztin Jördis Heidmann stellte Thomas Büttner von der DAK Gesundheit in Dessau-Roßlau die statistischen Zahlen zum Krankenstand und die Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten für die Doppelstadt, den Landkreis Anhalt-Bitterfeld und das Land Sachsen-Anhalt vor.
Foto: Anke Katte
Warum leiden so viele Menschen in Sachsen-Anhalt unter Rückenschmerzen? 

Region (ak). Dieser Frage gingen Thomas Büttner, Leiter des DAK-Servicezentrums Dessau, Dipl.-Med. Sibylla Merian, Referatsleiterin für Arbeitsunfähigkeit beim Medizinischen Dienst der    Krankenversicherung (MDK) Sachsen-Anhalt in Dessau-Roßlau und Jördis Heidmann, Fachärztin für Orthopädie und ärztliche Gutachterin des MDK, bei der Auswertung des aktuellen Gesundheitsreports nach. 

Die DAK Gesundheit liefert in ihrem Gesundheitsreport statistische Daten zum Krankenstand und die Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten für die Stadt Dessau-Roßlau, den Landkreis Anhalt-Bitterfeld und das Bundesland Sachsen-An­­halt.
Der Krankenstand in der Stadt Dessau-Roßlau und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld lag im vergangenen Jahr bei 4,7 Prozent und damit unter dem Landesdurchschnitt (5,2 Prozent), aber über die Bundesdurchschnitt (4,1 Prozent). 

Für die meisten Fehltage in unserer Region sorgten Diagnosen, die das Muskel-Skelett-System (22 Prozent) betreffen, gefolgt von Erkrankungen des Atmungssystems (17,3 Prozent), von Verletzungen (11,7 Prozent) und psychischen Er­­krankungen (11,1 Prozent). 

Bezogen auf 100 Beschäftigte in der Stadt Dessau-Roßlau und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld gab es im vergangenen Jahr 134,7 Fehltage aufgrund von Rückenschmerzen. Eine Krankschreibung dauerte im Schnitt 13,8 Tage. 

Im Vergleich zum Jahr 2007 werden inzwischen 65 Prozent mehr Menschen in Sachsen-Anhalt wegen Rückenschmerzen stationär behandelt. Viele Rückenschmerzenpatienten kommen als Notfall ins Krankenhaus.  

Dass Gelenk- und Rückenveränderungen im Alter zunehmen und aufgrund der demografischen Entwicklung unserer Region dementsprechend zu Buche schlagen, ist eine der Ursachen für das Rückenleidendilemma. Aber auch jüngere Beschäftigte sind zunehmend von Rückenschmerzen betroffen. 

Sibylla Merian: „Oft steckt die Psyche hinter Rückenschmerzen. Zu­­nehmender Leistungsdruck, viel Zeit am Handy oder Computer, Leiharbeit mit langen Anfahrtswegen, zu geringe Zeiten für Entspannung und Bewegung, unsichere Arbeitsverhältnisse - all das kann dazu führen, dass der Rücken deutliche Signale sendet. Aber auch Übergewicht und mangelnde Bewegung spielen natürlich eine Rolle.“

Nur die Schmerzen behandeln zu lassen, sei der falsche Weg. Infusionen, Massagen und Wärme würden nicht dauerhaft helfen. „Es ist ein großes Maß ein Eigeninitiative erforderlich, um durch regelmäßigen Sport den Muskelaufbau voranzubringen und damit den Rücken zu entlasten“, rät Jördis Heidmann.

Die beiden Expertinnen des MDK empfehlen, die Angebote der Krankenkassen wie Rückenschule, Kurse zur Entspannung- und Stressbewältigung oder - wenn vorhanden - das betriebliche Gesundheitsmanagement - frühzeitig in Anspruch zu nehmen und regelmäßig zu nutzen.  Auch wenn es inzwischen entsprechende Videos und Apps fürs Rückentraining in den eigenen vier Wänden gibt, sei ein Besuch im Fitnessstudio, die Gruppendynamik und die Anleitung und Kontrolle der Übungen durch erfahrene Trainern nicht durch digitale Angebote zu ersetzen. 

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