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Wochenspiegel > Köthen > Der „Tag der Blockflöte“ >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 10.01.2019 um 15:38:26

Der „Tag der Blockflöte“

Der Tag der Blockflöte findet am 10. Januar 2019 statt. Dieser Ehrentag wurde erstmals 2007 begangen. Ist die Blockflöte ein geliebtes ungeliebtes Instrument...? Der Tag der Blockflöte findet am 10. Januar 2019 statt. Dieser Ehrentag wurde erstmals 2007 begangen. Ist die Blockflöte ein geliebtes ungeliebtes Instrument...?
Foto: Thomas Schmidt (Archiv)
Der Tag der Blockflöte findet am 10. Januar 2019 statt. Dieser Ehrentag wurde erstmals 2007 begangen. Ist die Blockflöte ein geliebtes ungeliebtes Instrument...? 

Region (WS).
 Ja, die Blockflöte ist nicht gerade ein vielgerühmtes Instrument. Noch seltener wird es geliebt. Glaubt man den Musikinteressierten, die sich mit diesem Instrument schon mal kürzer oder länger auseinandergesetzt haben. Die Blockflöte ist ein uraltes Musikinstrument, dessen Geschichte bis in die Altsteinzeit hineinreicht. Funde belegen, dass schon vor mehr als 35.000 Jahren sogenannte Knochenflöten gespielt wurden.

Diese flötenähnlichen Instrumente bestanden zum Beispiel aus Vogelknochen und werden deshalb auch „Knochenflöten" genannt. Als das vermutlich älteste Musikinstrument der Welt wurde eine im Jahr 2009 von Forschern der Universität Tübingen entdeckte, 22 Zentimeter lange Flöte eingestuft. Trotz seiner prähistorischen Geschichte ist die Flöte aber keineswegs veraltet.

Die Blockflöte ist für die meisten Grundschüler das Einstiegsinstrument - und häufig auch das letzte Instrument, das sie Zeit ihres Lebens in die Hand nehmen. Auch die Eltern dieser Grundschüler pflegen oft ein gespaltenes Verhältnis zur Blockflöte. Doch warum?

Wie soll man jemandem die Flötentöne beibringen, wenn man sich auf der Sopranflöte zum hohen D vorarbeitet, um anschließend immer wieder fiepend am hohen E zu scheitern. Aber es gibt ja nicht nur die weit verbreitete Sopranflöte (besser bekannt als C-Flöte), sondern auch die Alt-, Tenor- und sogar die Bassflöte. Doch Kinder und Jugendliche empfinden das Instrument als „veraltet" und „uncool".

Das sieht die Leiterin der Bitterfelder Musikschule, Dr. Cornelia Toaspern, anders: „„Na sowas habe ich ja noch nie gehört. Bei uns lernen ca. 15 Schüler Blockflöte und ich versuche sie später immer weiterzuvermitteln an meine Holz- und Blechblaskollegen. Flöten gibt es überall. Jedes Land hat seine eigenen Melodien, die oft von der Tonreihe (Skala) abhängen, in der die Flöte gebaut ist (Mensur). Da es verschieden große Flöten gibt, können Kinder schon mit 5 - 6 Jahren beginnen. Mit Plastikmodellen können die Kinder problemlos spielen, da sie sehr robust sind. Die Flöte ist vielfältig kombinierbar mit Streich- Zupf- Blas- und Tasteninstrumenten."

Wurde die Blockflöte seit dem Altertum und bis Ende des 18. Jahrhunderts vorwiegend von Männern gespielt, ist sie heutzutage ein höchst weibliches Musikinstrument, das zumindest haben verschiedene Umfragen ergeben. Doch warum heißt die Blockflöte „Blockflöte"? Woher kommt das „Block" im Namen? Der Block ist Teil des Mundstücks dieser Flötenart. Der massive Block bildet sozusagen die Grenze zum Windkanal der Flöte, also zum hohlen Röhrenteil. Am Mundstück (dem Schnabel) lässt der Block nur einen kleinen Kanal frei, durch den die Luft in die Blockflöte geblasen wird.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, es gab auch politische Blockflöten. Die hatten allerdings wenig mit dem Holzblasinstrument zu tun. Der Begriff stammt von demokratischen Blockbündnissen, die einen gemeinsamen Block gründeten, so wurde auch 1945 ein Parteienbündnis als Block gegründet. Deren Mitglieder, vor allem die der alten OST-CDU Garde, nannte man nach der Wende auch etwas abwertend Blockflöten.

Das Instrument „Blockflöten" verfügt in der Regel über sieben Grifflöcher auf der Vorderseite sowie eines auf der Rückseite, welches auch als Überblasloch fungiert. Da ihr Mundstück beim Spielen in den Mund genommen wird, zählt sie zu den Schnabelflöten. Warum es den Tag der Blockflöte gibt, ist nicht so genau geklärt. Auf alle Fälle verweisen diverse Quellen hier auf das Jahr 2007 und das Online-Portal Lizard Lounge als Ursprung.

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