Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die letzten drei Ausgaben

E-Paper Archiv E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,


zur Zeit finden Wartungsarbeiten an unserer Online-Anzeigenannahme statt.

Bitte schicken Sie uns Ihre Anzeige per E-Mail oder Fax oder rufen Sie bei uns an.

E-Mail: info@wochenspiegel-halle.de
Fax: (0345) 130 10 61
Telefon: (0345) 130 10 0
Wochenspiegel > Köthen > Wird Anhalt-Bitterfeld immer sicherer...? >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 04.04.2019 um 14:21:19

Wird Anhalt-Bitterfeld immer sicherer...?

Die Kriminalstatistik für Anhalt-Bitterfeld 2018: Weniger Diebstähle, mehr Gewalt, Rausgiftdelikte und Tatorte im Internet sowie eine erhöhte Aufklärungsquote. Anhalt-Bitterfelds Polizeichef Kriminaloberrat Matthias Kròl zeigt sich zufrieden. Die Kriminalstatistik für Anhalt-Bitterfeld 2018: Weniger Diebstähle, mehr Gewalt, Rausgiftdelikte und Tatorte im Internet sowie eine erhöhte Aufklärungsquote. Anhalt-Bitterfelds Polizeichef Kriminaloberrat Matthias Kròl zeigt sich zufrieden.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (1 Bild)
Die Kriminalstatistik für Anhalt-Bitterfeld 2018: Weniger Diebstähle, mehr Gewalt, Rausgiftdelikte und Tatorte im Internet sowie eine erhöhte Aufklärungsquote. Anhalt-Bitterfelds Polizeichef Kriminaloberrat Matthias Kròl zeigt sich zufrieden.

Anhalt-Bitterfeld (ts).
„Traue nie einer Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“ – dieses Zitat fällt häufig, besonders auch dann, wenn Statistiken im Widerspruch zu unserer subjektiven Wahrnehmung stehen. Meistens wird dieser Ausspruch dem ehemaligen britischen Premierminister Sir Winston Churchill zugesprochen. Vor einigen Tagen stellte das Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld die Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vor.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist eine Zusammenstellung der Polizei bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte, soweit erfasst und im Zuständigkeitsbereich verübt. Sie soll damit im Interesse einer wirksamen Kriminalitätsbekämpfung zu einem überschaubaren und möglichst verzerrungsfreien Bild der angezeigten Kriminalität führen.

Straftaten nach Ländergesetzen des Nebenstrafrechts werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik, mit Ausnahme der Datenschutz- und etwaiger Versammlungsgesetze, nicht erfasst. In der Polizeilichen Kriminalstatistik sind Staatsschutz- und Verkehrsdelikte sowie Straftaten, die außerhalb der Deutschlands begangen wurden, nicht enthalten.  

Anhalt-Bitterfelds Polizeichef Kriminaloberrat Matthias Kròl (Bild oben) sagte bei der Vorstellung: „Anhalt-Bitterfeld ist ein Stück sicherer geworden.“ Bei in etwa gleichbleibender bis leicht sinkender Bevölkerung sei die Zahl der Straftaten um einiges gesunken. Kurz gesagt: Die Kriminalstatistik 2018 weißt weniger Diebstähle, höhere Aufklärung, dafür mehr Gewalt und Tatorte im Internet aus. Das Straftatenaufkommen ist im Vergleich von 2018 zu 2017 gesunken.

Mit 10.327 erfassten Fällen wurden 232 Fälle weniger als im Vorjahr erfasst. Das entspricht einem Rückgang von 2,2 Prozent. Laut Statistik ist auch die Aufklärungsquote in Anhalt-Bitterfeld gestiegen. Im Jahr 2018 wurden 60 Prozent aller Straftaten laut Polizeiangaben aufgeklärt. Damit wäre die Aufklärungsquote um 5,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Insgesamt sollen im letzten Jahr 6.201 Straftaten aufgeklärt worden sein. Anhalt-Bitterfelds Polizeichef sieht da keinen konträren Widerspruch zwischen einerseits sinkenden Straftaten und anderseits mit der steigenden Aufklärungsquote. Kròl begründet das mit der guten Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort sowie einer deutlich erhöhten Präsenz, auch durch die Regionalbereichsbeamten in den einzelnen Kommunen. Die RBBs sind die Kontaktpersonen und Ansprechpartner vor Ort in den Kommunen und als solche das Bindeglied der Bürgerinnen und Bürger sowie den Kommunen, Vereinen und Unternehmen.

Die Ermittlungen in Anhalt-Bitterfeld führten zur Feststellung von 4.118 Tatverdächtigen, davon waren 3.090 männliche und 1.028 weibliche Tatverdächtige. Im Jahr 2017 wurden 4.102 Tatverdächtige registriert. Das bedeutet einen geringen Anstieg. Der Anteil der Jugendstraftaten unter 21 Jahre liegt bei 19,86 Prozent. Von den 818 jugendlichen Tatverdächtigen wurden 150 Kinder (bis 14 Jahre), 336 Jugendliche (14 bis 18 Jahre) und 332 Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) ermittelt. Im Jahr 2017 waren es 773 Tatverdächtige (18,8 Prozent). Bei den Mehrfachtäter (bis zu 9 Straftaten) unter 21 Jahren stieg die Anzahl im Jahr 2018 auf 211 (2017: 180 Mehrfachtäter).

Auch die Anzahl der Intensivtäter ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen. Hauptstraftaten sind Sachbeschädigungen (131) und Rauschgiftkriminalität (150) und Widerstand gegen die Staatsgewalt (75) sowie Hausfriedensbruch (55) sind die häufigsten Delikte. Auch hier steigen die Zahlen erheblich im Vergleichszeitraum an. 2018 sind 569 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt (2017: 504 Tatverdächtige) worden, auch hier ist ein Anstieg zu verzeichnen.

Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen an der Gesamtzahl der ermittelten Tatverdächtigen beträgt knapp 14 Prozent. Trotz rückläufigen Entwicklungen hatten auch Betrügereien und Fälschungen, vor allem im Internet- und Onlinebereich Konjunktur. Hier wurden 728 Fälle erfasst, das sind 77 mehr als im Vergleichszeitraum. Insgesamt liegt der statistische Wert der Vermögensdelikte bei 1.553 Fällen. Bei den Sexualdelikten ist ein Rückgang der angezeigten Fälle von 94 auf 79 Straftaten zu verzeichnen. 72 Tatverdächtige konnte laut Polizeiangaben ermittelt werden. Der Jugendanteil unter 21 Jahren liegt bei einem Drittel. Die Zahl der Tötungsdelikte und versuchte Tötungsdelikte ist dagegen von sechs auf neun Fälle gestiegen.

Gestiegen sind auch die Rohheitsdelikte wie Erpressung, Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung um 61 auf 1.520 erfasste Fälle. Die Anzahl der Rauschgiftdelikte stieg im Vergleich zum Jahr 2017 um 45 Verfahren auf 569 erfasste Fälle an.

Die Aufklärungsquote beträgt laut Polizeichef Matthias Kròl über 90 Prozent. „Wir haben im Landkreis Anhalt-Bitterfeld -die niedrigste Anzahl an Straftaten und die höchste Aufklärungsquote für den dargestellten Zeitraum seit 2012“ (Polizei Präventionsmobil Bild unten).

Die Aussagen der Polizeilichen Kriminalstatistik sollten nicht überbewertet werden, da sie zum einen – wie beinahe jede Statistik – fehleranfällig ist und zum anderen einer Reihe von Einflussfaktoren unterliegt. Nicht enthalten sind z. B. Staatsschutz- und Verkehrsdelikte sowie Ordnungswidrigkeiten. Auch Delikte, die von den Staatsanwaltschaften (vor allem Taten im Bereich der Wirtschaftskriminalität), den Finanzämtern (Steuerstraftaten) und dem Zoll unmittelbar und abschließend bearbeitet werden, sind nicht in der PKS erfasst.

 

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Beachtliche Erfolge der WSC-Kanuten aus Friedersdorf Beachtliche Erfolge der WSC-Kanuten aus Friedersdorf Die Kanuten des WSC Friedersdorf holen auf der Bleilochtalsperre bei Saaldorf in Thüringen Medaillen. ...
Anzeige
Unser Land
Polli 19.06.2019 Polli 19.06.2019 Polli 19.06.2019
Anzeige
FOTOGALERIE: Deutsche Meisterschaft der Männerballette 2019 in Riesa
Anzeige
Deutsche Bahn