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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 03.05.2019 um 15:57:43

Der Ort zum Sonntag: Wo es Deutschlands bestes Eis gibt

Antonio Palermo mit dem Spezialeisbecher der Karte und der offiziellen Urkunde des Gelato Festivals in Berlin. Antonio Palermo mit dem Spezialeisbecher der Karte und der offiziellen Urkunde des Gelato Festivals in Berlin.
Foto: Anke Katte Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Ein- und Ausblicke in interessante sowie außer- und gewöhnliche Orte.

Dessau-Roßlau (ak). In diesem Jahr begeben sich die Reporter auf eine Reise an Orte, die gewöhnlich, außergewöhnlich und ungewöhnlich sind. Der aktuelle Ort zum Sonntag ist das Eiscafé Palermo in der Hauptstraße 24 in Roßlau. 
Mit seiner außergewöhnlichen Kreation aus Limone, Menta & Zenzero hat Antonio Palermo beim Gelato Festival im Sommer 2018 in Berlin den zweiten Platz erreicht.

16 Eiskünstler aus ganz Deutschland waren bei den zweitägigen Meisterschaften im Designer Outlet an den Start gegangen. Dabei kürten eine Fachjury und das Publikum die besten Eismacher der jeweiligen Etappe. 
Der Gewinner, ein Landsmann von Antonio Palermo, qualifizierte sich mit einem Physalis-Avocado-Sorbet für die Weltmeisterschaft 2021. 

„Ich habe lange überlegt, welche neue Eissorte ich bei den Meisterschaften präsentiere. Schließlich habe ich mich für eine frische Mischung aus Zitrone, Minze und einer Spur Ingwer entschieden“, erzählt der Sizilianer, der seit 1990 in Deutschland lebt, ein beliebtes Eiscafé in Roßlau betreibt und sich im Stadtrat engagiert. 
In der Wettbewerbssparte „Gela to go“ errang Antonio Palermo, der übrigens nicht aus Palermo, sondern aus Grotte in der Provinz Agrigent stammt, sogar Platz 1.

Dass es eine der besten Eiskreationen Deutschlands in Roßlau an der Elbe zu schlecken gibt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. „Viele Dessau-Roßlauer kommen und probieren das Limone-Minze-Eis und sind stolz darauf, dass ich den Preis in unsere Stadt geholt habe“, erzählt Antonio Palermo. Sogar aus Magdeburg, Berlin und Potsdam kommen Leute, um sein Eis zu testen. 

Stadtratspräsident Lothar Ehm hatte es sich nicht nehmen lassen, offiziell zu gratulieren. Und zu den prominenten Gästen, die im Eiscafé Palermo inzwischen schon vorbei geschaut und probiert haben, gehören auch Familie Haseloff und Bundestagsabgeordneter Sepp Müller.

Aber was ist das Geheimnis einer wirklich guten Eiscreme? Für Antonio Palermo kommt es in erster Linie auf die Qualität der Zutaten an. „Natürlich kann man Eis auch aus Pulver und Fertigprodukten herstellen. Es gibt einen riesigen Markt. Aber das kommt für mich nicht in Frage.“ Stattdessen verwendet er unter anderem Milch, Sahne, Eier, Kakao, Nüsse und Früchte, je nach Saison. Er experimentiert gern und probiert auch ungewöhnliche Sorten wie Soja-Sprossen-Eis oder Brot-Eis aus.

In seinem Café hat der Gast die Wahl zwischen 28 und 35 Sorten, deren Rezepte Antonio Palermo nicht etwa notiert hat, sondern alle in seinem Kopf „speichert“. Neben Vanille, Schoko und Stracciatella gehören das Sahneeis mit Feige und Karamell, Schoko mit Chili und Joghurt-Kirsch, Pfirsich-Maracuja und Passionsfruchteis zu den beliebtesten Sorten. 
In seiner sizilianischen Heimat isst man dagegen lieber Sorbets, Nugat- oder Pistazieneis. Von dort hat er auch die Leidenschaft für die Eismacher-Kunst geerbt. In seiner großen Familie gibt es mehrere Eismacher. 

Wenn Antonio Palermo unterwegs ist, probiert er natürlich, was andere Eisdielen zu bieten haben. „Wie ist die Stabilität und Konsistenz? Meistens schmecke ich genau heraus, wie viel Zucker darin steckt und ob alle Zutaten richtig austariert sind. Wer eine Eissorte genau testen möchte, darf nur eine Kugel in einer Waffel probieren, alles andere würde den Geschmack verfälschen.“

Mit einer exquisiten Mischung aus Rhabarber, Erdbeeren und Minze hat Antonio Palermo gemeinsam mit seinem Kollegen Massimo Caraccioli aus Ballenstedt beim Halbfinale der Weltmeisterschaften der Eismacher in Wien einen weiteren Achtungserfolg erzielt. Jetzt steht das Duo im Halbfinale, das 2020 in Bologna ausgetragen wird.

Bis zur Weltmeisterschaft im Jahr 2021 in Florenz, für die sich 16 Finalisten qualifizieren können, ist es noch ein weiter Weg. „Man braucht Zeit, Mitarbeiter, die einem während des Wettbewerbs vertreten und auch immer wieder neue Ideen“, gibt Antonio zu bedenken. Aber vielleicht ist er wirklich mit am Start, wenn es darum geht, die weltbesten Eiskünstler zu küren.
Eine Einladung zur nächsten Runde in New York hat er schon in der Tasche.


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