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Wochenspiegel > Köthen > Lautes Schweigen vor der Wahl - Frust und Unkenntnis >
Volker Schwenke Volker Schwenke
aktualisiert am 08.05.2019 um 11:01:38

Lautes Schweigen vor der Wahl - Frust und Unkenntnis

Reporter Volker Schwenke Reporter Volker Schwenke
Foto: Torsten Waschinski
Ein Meinungsbild von Reporter Volker Schwenke:

Nichts sagen, ist auch eine Meinung! Hör dich doch mal unter unseren Lesern um, wie sie so über die kommende Wahl denken. Diesen Auftrag bekam ich von der Redaktion und ich muss sagen, dass es ein sehr interessantes Thema ist. Ich freute mich schon darauf. Also fuhr ich los, um Leute zu treffen, welche was sagen wollen. Dass es dann aber doch ein heikler Punkt innerhalb der Bevölkerung ist, war mir nicht so bewusst. „Komm, lass mich mit dem Quatsch zufrieden.“ „Ich gehe da sowieso nicht hin.“ „Die machen doch eh, was sie wollen.“ Das sind nur ein paar Sätze von den mündigen Wählern. Der nächste beliebteste Satz war: „Ich kann dir was zur Wahl sagen, aber meinen Namen lässt du weg.“

So und nun schreib mal einen seriösen Text. Es gab natürlich auch Leute, die mit Namen und Foto zu ihrer Meinung stehen, aber wir uns nicht auf einen Termin einigen konnten. Nach der Wahl ist es mit diesem Artikel eben zu spät. Also, dachte ich mir, schreibe ich auf, was ich so zu hören bekam. Wenn ich einen Trend erkennen kann, so meine ich, die Wahlbeteiligung wird gut. Ob es aber für die etablierten Parteien (ohne Namen zu nennen) gut ist, na ja. Das Hauptthema, was ich hörte, war die Beteiligung der Bürger an den Straßenausbaubeiträgen.

Also das kocht gewaltig hoch. „Ich glaube, ich steigere mich da in meinen Äußerungen rein und sage was, was ich lieber nicht sagen möchte“, so der Tenor eines mitten im Leben stehenden Mannes. Diese Aussage ist für mich eine der ausschlaggebenden.

Die Menschen haben Frust und lassen nur hinter vorgehaltener Hand ihrem Zorn freien Lauf. Das ist - so sehe ich das - gefährlich. Hier müssen sich unsere Politiker was einfallen lassen! Dabei ist es manchmal richtig, was der Wähler sagt. Nur, es besteht bei ihm eine wahre Angst, mit seiner Meinung in eine Schublade gesteckt zu werden, wo er eigentlich nicht hingehört. Ich glaube, eine öffentliche, ehrliche und sachliche Meinung über die Probleme unserer Zeit wäre das Richtige, ohne gleich an den Pranger gestellt zu werden.

Ein weiteres Thema sind die Protestwähler. Hier kann ich vom Zuhören sagen: Die Leute denken jetzt ein bisschen anders. Natürlich gibt es sie, aber sie wissen auch, was das Kreuz auf ihrem Stimmzettel bewirken kann. Deswegen sollten unsere „Chefs da oben“ nicht alles mit den Sätzen abtun: „Na ja, das regelt sich mit der Zeit.“

Auf die Frage zur Europawahl kann ich nur einen Trend erkennen, die Kommunalwahl ist nah, Europawahl ist sehr, sehr weit weg. „Da kenne ich erst recht keinen, lass mich bloß damit in Ruhe“, höre ich oft.

Nun mein persönliches Fazit meiner kleinen nicht repräsentativen Umfrage zur Wahl: Themen, welche ans eigene Portemonnaie gehen, werden sehr heiß diskutiert. Da wird genau hingeschaut, welche Meinung die Parteien zu diesem Thema haben.
Bei Themen, welche die Zukunft betreffen, liegen die Bürger und Politiker unseres Landes fast gleich auf. Beide Gruppen denken hauptsächlich erst mal an heute (Schüler während der Schulzeit sind da mal ausgenommen).

Dass ich diesen Artikel über die anstehende Wahl eigentlich anonym schreiben muss, kann ich teils nachvollziehen. Auch ich passe auf, dass ich nicht in eine Ecke geschoben werde. Deswegen auch keine Erwähnung von Parteien oder Personen. Trotzdem prägen die eingefangenen Äußerungen der Wähler doch irgendwie einen Trend: Wer genau hinsieht, erkennt eine klare Meinung!

 

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