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Wochenspiegel > Köthen > Menschenskinder: Mary aus Aken - In Uniform und die Hand am Drücker >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 15.08.2019 um 06:13:15

Menschenskinder: Mary aus Aken - In Uniform und die Hand am Drücker


Foto: privat Galerie (1 Bild)
Wenn Mary Teudeloff ihre Uniform überstreift, lässt der große Knall nicht lange auf sich warten. Als August steht sie dann ihren Mann im Regiment, aber nur, weil Frauen auf dem Schlachtfeld nicht erlaubt sind.

Aber der Reihe nach! Mary wurde vor mehr als 42 Jahren in Köthen geboren, wuchs bei ihren Eltern in Elsnigk auf und kam des Freundes wegen 1998 nach Aken. Kennengelernt haben sich beide übrigens indirekt über die Arbeitsstelle ihres Vaters. Mary war zunächst scharf auf das Auto des Papas, weil sie mit ihrem frischen Führerschein in der Tasche möglichst viel fahren wollte. So brachte sie ihren alten Herren auch oft zur Arbeit nach Dessau, wo es zwischen ihr und einem Kollegen des Vaters schließlich irgendwie funkte.

Was die Hobbys angeht, so können sie unterschiedlicher nicht sein. Während der Freund mehr die technische Schiene mit Computern und allem drumherum befährt, wendet sich Mary seit einiger Zeit dem Schießen zu. In kleinerer oder besser in doch  gewöhnlicher Form geschieht dies adrett uniformiert beim Narraria Club Aken (NCA). Hier flitzt sie als eine der Vereinsfotografen von Motiv zu Motiv und schießt ihre Bilder. Ein Leben ohne Fotografieren kann sich Mary gar nicht mehr vorstellen. Mit einer Spiegelreflexkamera Exa 1b legte sie noch im Kleinbildfilm-Zeitalter los. Heute besitzt sie eine digitale Spiegelreflexkamera der Marke Nikon, mit der sie die Augenblicke für die Ewigkeit einfriert.

Eine Nummer zackiger und weitaus militär-historischer vollzieht sich das Schießen als Kanonier bei der 1. Königlich-Preußischen Garde-Artillerie Landin. Ursprünglich sollte Mary für Freunde nur ein paar Fotos produzieren. Das war bei einer Gefechtsdarstellung der historischen Völkerschlacht bei Leipzig. Doch wer zu spät kommt, steht als Zuschauer weit hinten. So versuchte Mary aus der fünften Reihe vergeblich, eine gute Sicht aufs Schlachtfeld zu erhaschen.

In Absprache mit Vereinsmitgliedern bekam sie eine Uniform und stand bei einem weiteren Gefecht schließlich mit ihrer Kamera an einer Kanone. Normalerweise ist moderne Technik bei den militär-historischen Veranstaltungen verpönt und unter Strafe gestellt. Bei Biwak, Gefechtsdarstellung oder dem Marschieren querfeldein haben Smartphones nichts zu suchen. Fünf Euro Strafgeld musste auch Mary schon berappen - bei anderen beziffert sich die Summe sogar noch mehr. Kompliziert wird es bei solchen Vorgaben, eine Kamera mit aufs Schlachtfeld zu nehmen. „Die verstecke ich gut“, meint Mary und erzählt, dass sie oft auch eine kleine Gopro-Actionkamera unter ihrem Helm verstaut.

Mit einem Schützenverein ist das, was hier betrieben wird, im Übrigen nicht zu vergleichen. Zwar wird ebenfalls scharf geschossen, aber es kommen ganz andere Geschütze und Kaliber zum Einsatz. Die Garde-Artillerie Landin feuert beispielsweise aus Kanonen mit 51 und 37 Millimetern. Wenn ein Geschütz aufs Gefechtsfeld kommt, stehen sechs Mann an der Kanone. Marschiert wird im Trommeltakt, den meist die Akenerin schlägt.

Mary Teudeloff bezeichnet ihr Hobby als schönen Ausgleich zu ihrer Arbeit im öffentlichen Dienst. So dreht sich nebenbei ihr ganzes Jahr ums Schießen in Uniform: von April bis Oktober bei der Garde-Artillerie Landin und von November bis März beim Karneval in Aken.

Leserkommentare:


SK1844, Witten :
"http://www.garde-landin.de/ Für weitere Informationen zum Thema."


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