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Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 06.11.2019 um 19:47:46

Martinsfest in Köthen: Wenn Christoph der Heilige Martin wird

Christoph Tischendorf verkörpert am 11. November den Heiligen Martin in Köthen - natürlich auf einem Pferd. Christoph Tischendorf verkörpert am 11. November den Heiligen Martin in Köthen - natürlich auf einem Pferd.
Foto: Torsten Waschinski Galerie (1 Bild)
Der 11. November ist für die Köthener ein großer Tag. Nicht etwa nur wegen des Karnevals um 11 Uhr 11, sondern auch aus einer christlichen Tradition der Nächstenliebe heraus. Am Abend wird hier auf dem Marktplatz eines der womöglich größten Martinsfeste im Land begangen. Der Laternenumzug beginnt um 17 Uhr am Bach–Denkmal in Köthen. Mit leuchtenden Laternen ziehen alle Teilnehmer dem Heiligen Martin auf seinem Pferd hinterher.

Schon im zehnten Jahr verkörpert Christoph Tischendorf hierbei den Martin. Mit zehn Jahren nahm der heute 20-jährige Köthener das erste Mal diese Gestalt an und ritt damit vorneweg.

Damals wie heute ist Christoph stolz auf diese Rolle. Er erinnert sich noch, dass er zu jener Zeit selbst erst mit dem Reiten angefangen hatte. Ein Jahr lang nervte er seine Eltern damit, schmunzelt Christoph heute. Nachdem etliche Gestüte ausgetestet wurden, blieb er bei Otto Ränsch in Lausigk bei Quellendorf hängen, wo er noch immer einmal wöchentlich für 45 Minuten einen Pferderücken sattelt und besteigt.

Mittlerweile hat der junge Mann selbstverständlich gelernt, wie er richtig satteln muss oder putzt. Er weiß, dass er von der Seite herangehen und das Pferd bei seinem Namen rufen soll. Am Martinstag wird das genauso sein. Da bekommt er sein edles Ross meistens erst eine halbe Stunde vorher zu Gesicht. Aber mit Max kommt er klar, denn mit ihm bildet er seit zehn Jahren ein eingespieltes Team. Gemeindereferent Matthias Thaut hat einst Pferd und Reiter zusammengebracht und organisiert auch 2019 das Martinsfest in Köthen.

Thaut kennt Christoph über die katholische Kirchengemeinde St. Maria. Hier ist Christoph aktiv und begleitet zum Beispiel Sonntagsgottesdienste als Messdiener. Vielleicht war es sogar die christliche Erziehung und Nächstenliebe, die seinen Berufswunsch in ihm festigten. Erzieher möchte er einmal werden und sich ab nächstem Jahr dafür ausbilden lassen. Momentan absolviert Christoph Tischendorf am IWK (Institut für Weiterbildung in der Kranken- & Altenpflege gemeinnützige GmbH) in Köthen eine zweijährige Berufsausbildung zum Kinderpfleger. Im Oktober startete er in sein zweites Lehrjahr. Auf diese Weise schafft er die Voraussetzung für den Erzieherberuf.

Am 11. November steht aber erstmal der große Tag als St. Martin an. Helle Laternen lassen Kinder vor Freude strahlen. Gemeinsam mit den Kindern können alle Menschen leuchtende wärmende Strahlen weitergeben und zum Guten anstecken. Vor über 1700 Jahren wurde Martin von Tours (316-397) im heutigen Ungarn geboren. Noch heute denken Menschen an seine legendäre Mantelteilung. In einem Lied lautet es: „Da oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.“ Der Heilige Martin ist wie ein leuchtender Stern.

Diese Botschaft ist einfach aber wichtig, wenn es dunkel in den Städten und Dörfern wird. 17 Uhr geht es in der Wallstraße in Köthen los, dann über die Bernburger Straße, die Stiftstraße und Springstraße weiter zum Markt. Hier fängt 17.30 Uhr ist das Martinsspiel an. Danach werden Hörnchen geteilt. Das „Postamt des Herzens - Teilen wie St. Martin“ ist das offizielle Spendenprojekt.

Die St. Martins-Feier 2019 ist eine gemeinsame Veranstaltung der evangelischen und katholischen Kirche mit Köthen Kultur und Marketing.

 

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