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Wochenspiegel > Köthen > BSW Sixers siegen in der Crunchtime >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 02.01.2020 um 12:36:04

BSW Sixers siegen in der Crunchtime

Ein Sieggarant und mit 13 seiner 22 Punkte machte Ferdinand Zylka im Schlussviertel. Ein Sieggarant und mit 13 seiner 22 Punkte machte Ferdinand Zylka im Schlussviertel.
Foto: Verein Galerie (1 Bild)
Unglaubliche sechs Minuten machen aus einem „fast“ sicheren Verlierer einen strahlenden Sieger... aufgeben ist keine Option für die Basketballer der BSW Sixers... Nerven(stärke) und ein 93 : 88 Sieg gegen Lok Bernau.

Sandersdorf (WS).
Sechs Minuten vor Feierabend vollendet Dan Oppland (14 Punkte) per Korbleger zum 82:69 für Bernau. Riesenjubel und Paukenschlagen in der Fankurve der Randberliner, deprimierte Gesichter beim Sixersanhang. Kommt unvermeidbar die vierte Niederlage hintereinander oder gelingt dem Team ein Lauf um die Partie noch zu drehen?

Selbst Headcoach Sebastian Ludwig sagt nach dem Spiel: "In dieser Phase verließ mich der Optimismus!" Doch zwei Youngster lassen Hoffnung aufkommen. Nach Pass von Ferdinand Zylka vollendet Marko Krstanovic mutig per Korbleger. Der starke Martin Jelic wird anschließend frei gespielt und bedankt sich  mit einem Dreier.

Die Sixers Defense wird aggressiver, Bernau zeigt Nerven beim Abschluss und beschert den Sixers nach Foulspielen Würfe von der Freiwurflinie. Mit 57% versenken die Sixers zwar nur knapp die Hälfte ihrer Freiwürfe, aber Zylka und Krstanovic bringen mit ihren Freiwürfen die Hausherren drei  Minuten vor Schluss mit 80:83 wieder auf Reichweite. In der mit rund 500 Zuschauern gut gefüllten Halle hält es niemanden mehr auf den Sitzen.

Zwei Minuten vor dem Ende erzielt Justin Smith per Korbleger das 82:83. Der starke Oppland verwirft auf Bernauer Seite, worauf Ferdinand Zylka im Gegenzug mit einem Dreier zur kaum noch erwarteten 85:83 Führung für die Sixers antwortet. Per Korbleger erhöht Marko Krstanovic auf 87:83 und schafft ein klitzekleines Polster. Dan Oppland und Ferdinand Zylka behalten die Nerven an der Freiwurflinie 89:85 und noch 48 Sekunden auf der Uhr. Als 24 Sekunden vor dem Ende Martin Jelic per Freiwurf seinen 18 Punkt zum 90:85 erzielt, kocht der Sixers Dome.

Der Dreier im Gegenzug von Malte Delow sorgt beim Anhang der Sixers für kurze Abkühlung. 18 Sekunden noch bis zur Schlusssirene. Das hart umkämpfte Spiel steht auf Messers Schneide. Während die Sixers in Form von Ferdinand Zylka drei ihrer vier Freiwürfe in den letzten Sekunden verwandeln können, scheitert die Lok aus Bernau mit ihren zwei Versuchen von jenseits der Dreipunktelinie. Nach dem gibt es kein Halten mehr. Das Sixers Team feiert mit seinen Fans einen viel umjubelten 93:88 Sieg, in einem dramatischen Ost-Derby, das von Anbeginn auf Augenhöhe war.

Die Sixers starten mit Petkovic, Winterstein, Krstanovic, Smith  und, zur Freude aller Fans, Turudic. Der holt den Sprungball und Justin Smith bringt sein Team mit 2:0 in Führung. Danach ein 7:0 Lauf der Gäste  bei dem die Bernauer  Topscorer Oppland und Blessig (am Ende 17 Punkte) ihre Gefährlichkeit demonstrieren. Die Sixers kommen wieder ins Spiel, beide Teams schnell in der Defense mit wenig Platz für die Angreifer. 19:18 führen die Hausherren nach 10 Minuten.   
 
Headcoach Sebastian Ludwig startet den zweiten Abschnitt mit dem wieder genesenen Okao, Baslyk, Papenfuß, Krstanovic und Jelic. Beide Teams  nutzen die kleinsten Schaltpausen des Gegners.  Bernau in dieser Phase bissiger und  mit  mehr Sicherheit im Abschluss. Mit 24:21 geht das Viertel an die Randberliner. Die Sixers gehen mit einem 40:42 in die Halbzeitpause.

Aussichten für das Heimteam? Die meisten Sixersfans halten sich bedeckt. Die gut 50 Fans aus Bernau siegessicher. Nach einem Fehlabspiel der Sixers erhöht Lok nach dem Wechsel auf 44:40 und zieht mit selbstbewussten Aktionen auf 51:45 davon. Beide Teams bringen mehr Tempo und Aggressivität ins Spiel. Bernau in dieser Phase in der Offense häufig einen Schritt schneller und die Sixers  mit einigen Schaltpausen in der Defense. Krstanovic  bringt  mit einem wuchtigen Dunk sein Team auf 60:62 heran. Fast ungehindert der erfolgreiche Gegenangriff von  Bernau. Mit einer 69:65 Führung gehen die Gäste in die letzten 10 Minuten. Zylka, Petkovic, Papenfuss, Turudic und  Jelic sollen es für die Gastgeber richten. Aber auf 75:65 zieht Bernau mit 10 Punkten davon. "Auf gehts Sixers" peitscht Hallensprecher Klaus Fanke die Sixers nach vorn. Zwei Freiwürfe von Benedikt Turudic  bringen die Gastgeber nach zweieinalb  Minuten  bis auf acht Punkte an die Gäste heran, die schließlich eben sechs Minuten vor Ultimo scheinbar uneinholbar führen. Die Sixers drehen  mit nie nachlassender Energie und großer Willensstärke am Ende das Spiel.   

Große Erleichterung bei den Spielern nach dem 93:88 bei der Ehrenrunde. Marko Krstanovic selbstbewusst: "Ich habe bis zum Schluss an unseren Sieg geglaubt, auch als wir weit hinten lagen." Der Headcoach war, siehe oben, nicht ganz so optimistisch. Den Ausschlag gab für ihn "die stärkere Defense seines Teams in der Schlussphase, die die Offense von Bernau ins Wanken brachte." Ragte ein Spieler aus dem engagiert kämpfenden Sixersteam heraus? Der Headcoach nach kurzem Überlegen: "Martin Jelic, er hat heute sein  bestes Spiel im Trikot der Sixers gemacht."    Mit dem 93:88 bleibt Sandersdorf punktgleich mit Itzehoe auf Platz zwei in der Tabelle. Verdiente Feiertagspause jetzt für das Team, Trainer und das Management ehe am fünften Januar Iserlohn in Sandersdorf erwartet wird! 

Für die Sixers erfolgreich: Zylka 22, Jelic 18, Petkovic 17,Krstanovic 14, Smith 10, Turudic 5, Winterstein 3, Radestock 2, Okao 1, Papenfuß 1
 

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