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Wochenspiegel > Köthen > In Dessau hat die organisierte Imkerei eine lange Tradition >
Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 13.05.2020 um 15:24:06

In Dessau hat die organisierte Imkerei eine lange Tradition

Peter Schellenberg bevorzugt die Rasse Carnica (auch Kärntener Biene), da diese Bienen als besonders sanftmütig und sammelfreudig gelten. Peter Schellenberg bevorzugt die Rasse Carnica (auch Kärntener Biene), da diese Bienen als besonders sanftmütig und sammelfreudig gelten.
Foto: Privat
Von Anke Katte

Peter Schellenberg (81) ist seit 59 Jahren leidenschaftlicher Imker. Bienen gehören zu seinem Leben und bestimmen den Jahresrhythmus wesentlich mit. 25 Jahre lang war er Vorsitzender des Imkervereins, in dessen Geschichte er gemeinsam mit den Wochenspiegel eintaucht.

Am 19. Mai 1901 fanden sich im Gasthaus „Zum Erbprinzen“ in Köthen aus Anlass einer Verbandstagung Imker aus Dessau und Umgebung zusammen, um einen eigenen Verein zu gründen. Anstaltsvorsteller Karl Gast, Rentner Robert Sommer und Hofgärtner Konrad Herre gehörten zu den Gründungsvätern des Imkervereins Dessau 1901 und Umgebung e. V. Die erste Versammlung des jungen Vereins, der zunächst 16 Imker mit 321 Völkern zählte, fand im Bahnhofshotel Dessau statt.

1953 zählt der Verein immerhin schon 141 Mitglieder, die 1.210 Bienenvölker hielten. In der DDR war Bienenhonig begehrt, erinnert sich Peter Schellenberg. Schließlich wurde ein großer Teil des „gelben Goldes“ exportiert. Daher bekamen die Hobby-Imker für ihren Honig gutes Geld. Es gab zentrale Ankaufstellen. In Dessau befand sie diese Stelle in der Humperdinckstraße.
Einen deutlichen Einbruch gab es nach der Wende 1989. Viele Imker verließen ihre Heimatstadt oder gaben ihr Hobby aufgrund beruflicher Neuorientierung und anderer Probleme auf.

Nach 100 Jahren Vereinsgeschichte – am 19. Mai 2001 – war die Mitgliederzahl auf 19 Imker mit 126 Völkern geschrumpft. Inzwischen entdecken auch zunehmend wieder junge Leute die Imkerei als Hobby und Herausforderung für sich.
Im Verein sind aktuell 63 Mitglieder mit 367 Bienenvölkern organisiert, die sich regelmäßig austauschen und auch mal gemeinsame Studienreisen, wie zum Beispiel in das Bienenmuseum in Weimar unternehmen.

Wer sich für die Imkerei interessiert, kann sich gern an den Vorsitzenden des Imkervereins, Mario Bretschneider, wenden. Am Anfang hat ein Jung-Imker viel zu lernen, von daher empfiehlt sich ein Besuch im Bienenlehrgarten, den ein Vereinsmitglied unterhält. Hier gibt es erst Tipps rund um Standortwahl, Größe der Beuten (Kästen), Schwarm-Beschaffung, Ablauf des Bienenjahres, das übrigens im September beginnt, Schleuder, Schutzkleidung, Farbkennzeichung der Königinnen und vieles mehr.

Und wie hat Peter Schellenberg das Hobby für sich entdeckt? Er lacht. „Das war beim ersten Besuch bei meinen späteren Schwiegereltern. Da wurde ich im Garten in ein Bienenhaus geführt und schwupp hatte mich auch schon eines der kleinen Insekten in den Spann gestochen. Trotzdem war ich von dem Gewusel und dem ganze Drum und Dran so begeistert, dass ich meinen ersten eigenen Schwarm bekam und mich in die Bienenzucht vertiefte. Das hat mich bis heute nicht losgelassen, auch wenn ich heute nur noch vier Völker betreue.“

Kontakt:

Imkerverein Dessau 1901 und Umgebung e. V.
Vorsitzender Mario Bretschneider
info@imkerverein-dessau.de
www.imkerverein-dessau.de
 

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