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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 14.07.2020 um 08:56:20

Menschen mit Herzensbildung für „Pflegenester“ gesucht

Klaus Roth, Marion Kairies und Christian Deckert (v. l. n. r.) stellten das „Pflegenest“-Konzept im Rahmen eines Pressegespräches vor. Klaus Roth, Marion Kairies und Christian Deckert (v. l. n. r.) stellten das „Pflegenest“-Konzept im Rahmen eines Pressegespräches vor.
Foto: Anke Katte
Von Anke Katte

Mit einem völlig neuen, mutigen Konzept reagiert die St. Johannis GmbH auf die traurige Tatsache, dass es in Sachsen-Anhalt immer schwieriger wird, Babys und Kleinstkinder in Pflegefamilien zu vermitteln. Dabei ist es gerade für die Entwicklung der Allerjüngsten von größter Bedeutung, eine verlässliche Bindung in den ersten Wochen und Monaten aufzubauen.

Aktuell gibt es in Dessau-Roßlau 78 Pflegefamilien, 41 davon betreuen Kinder in der sogenannten Fremdpflege. Viele Pflegeeltern sind inzwischen aber schon älter und trauen es sich nicht mehr zu, einen Säugling in den funktionierenden Familienverband aufzunehmen. Hinzu kommt, dass in der Altersgruppe von null bis drei Jahren oftmals noch nicht geklärt ist,  ob das Kind zu seinen leiblichen Eltern zurückkehren wird oder nicht, ob es zur Adoption freigegeben wird oder nicht.
„Stattdessen müssen wir Neugeborene in stationären Wohngruppen unterbringen. Jeden Morgen schaut eine andere Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter in die Wiege. Das ist für den Aufbau einer Bindung eine Katastrophe“, erläutert Klaus Roth, Geschäftsführer der St. Johannis GmbH die Situation.

Auch im Jugendamt der Stadt Dessau-Roßlau ist die Problematik bekannt. Amtsleiter Christian Deckert stand der neuartigen Idee deshalb aufgeschlossen gegenüber. „Eine familienähnliche Unterbringung ist für die Entwicklung des Kindes immer die beste Lösung. Von daher haben wir uns die Konzeption der Pflegenester sehr genau angesehen und sind eine Kooperation eingegangen.“

Neben der räumlichen Nähe zu Eltern und Jugendamt bieten die „Pflegenester“ gegenüber einer Heimunterbringung auch eine mehr als halbierte Kostenersparnis.
Inzwischen werden fünf Kleinstkinder aus Dessau-Roßlau in „Pflegenestern“ betreut, allerdings noch nicht in der Doppelstadt, sondern im benachbarten Landkreis Anhalt-Bitterfeld und im Salzlandkreis.
Für Dessau-Roßlau“, so Bereichsleiterin Marion Kairies, suchen wir deshalb Menschen mit Herzensbildung, die sich die Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe vorstellen können.“

Ein „Pflegenest“ können Familien, Paare oder Einzelpersonen sein, die durch ihre persönliche Eignung in der Lage sind, Babys und Kleinkindern einen  verlässlichen, sicheren und liebevollen Lebensort zu bieten. Dabei müssen sie sich darüber im Klaren sein, dass die Betreuung nach einer gewissen Zeit enden kann und das Kind in die Herkunftsfamilie zurückkehrt oder dass es eine dauerhafte Beziehung werden kann.

Um dieser nicht einfachen Aufgabe eine besondere Wertschätzung zukommen zu lassen, bietet die St. Johannis GmbH dafür ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit Gehalt und einen ausreichenden finanziellen Grundbetrag für das Kind.
Da sich Pflegefamilien in Konflikt- oder Problemsituationen oftmals allein gelassen fühlen, gibt es für jeweils zehn „Pflegenest“-Kinder einen Fachkollegen bzw. eine Fachkollegin als direkten Ansprechpartner.
Darüber hinaus werden regelmäßige Teamberatungen, Fallbesprechungen, Qualifizierungskurse und Supervisionen angeboten. Außerdem besteht die Möglichkeit, in der trägereigenen Fachschule für Sozialwesen eine berufsbegleitende Erzieher-Ausbildung zu absolvieren.

Ein Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung sind Voraussetzung, um sich als „Pflegenest“-Mitarbeiter zu bewerben.

Ansprechpartnerin für die „Pflegenester“ in Dessau Roßlau ist Anke Matthey:
St. Johannis GmbH
Tel. 0160 96 45 75 50
E-Mail: anke.matthey@
sanktjohannis.org

Hintergrund

Die Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg ist ein freier Jugendhilfe- und Bildungsträger mit landesweit rund 1.200 Mitarbeitern.

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