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Wochenspiegel > Köthen > Dessauer brau.ART-Künstler vorgestellt: Benjamin Kerwien >
Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 11.09.2020 um 08:22:49

Dessauer brau.ART-Künstler vorgestellt: Benjamin Kerwien


Foto: Frank Schmidtke Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Nun schon zum 11. Mal veranstaltet der brau.ART e. V. seine jährliche Gruppenausstellung in der Alten Schultheiss-Brauerei Dessau.

Das diesjährige Ausstellungsthema „Auf der Kippe“ ist fast sprichwörtlich zu nehmen. Denn Corona-bedingt musste der ursprünglich geplante Termin der Eröffnung im Mai gekippt werden. Die Vernissage findet nun am 19. September statt. Die Exposition wird bis zum 4. Oktober 2020 gezeigt.

Zum Thema „Auf der Kippe“ präsentieren 21 Künstlerinnen und Künstler aus Dessau und Umgebung sowie aus den Partnerstädten Roudnice (CZ) und Ibbenbüren  ihre Werke.

Sie werden sich dem Thema in unterschiedlichen Kunstgattungen und mit spezifischen Stilmitteln nähern: Malerei, Grafik, Fotografie, Faltkunst, Bildhauerei, Fotomalerei, Plastik, Collage, Holz- und Textilgestaltung, Design und anderes. Die Betrachter dürfen gespannt sein, welche Assoziationen das Thema bei den Künstler auslöste und was davon sich letztlich in ihren Werken wiederfinden lässt.

Einmalig ist auch das Ambiente der denkmalgeschützten Alten Brauerei, die wieder den passenden Rahmen für die Ausstellung diesmal auch insofern bietet, als dass sie selbst „Auf der Kippe“ steht. Die in die Jahre gekommenen Gebäude der Gründerzeit (1850) zeigen leider immer deutlicher die Spuren von Verfall und Niedergang. So unterstreichen sie ungewollt die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit dem Thema.

Der Wochenspiegel stellt die Dessauer brau.ART-Künstler in Kurzporträts vor:

Benjamin Kerwien

Benjamin Kerwien, geboren 1967 in Berlin, arbeitete zunächst als Kraftwerksmonteur, bis er sich 2001 ganz der Malerei widmete. Erste Ölbilder entstehen aber bereits Anfang der 1990er  Jahre, die bald darauf schon in eigenen Ausstellungen zu sehen sind.
Seit 2005 lebt und arbeitet Benjamin Kerwien in Dessau. Viele seiner Werke zeigen Architektur im urbanen  Raum. Durch die meist ungewöhnlichen Perspektiven gelingt es ihm, Momente und Wahrnehmungen darzustellen und ihnen Sinn und Bedeutung zu geben, einen Sinn, für den wir im Alltag oft keinen Blick haben oder einfach zu abgelenkt sind.

„Ich male im Grunde meine direkte Umgebung, nur in einem anderen Licht“, so der Künstler. Benjamin Kerwien lässt  sich stilistisch nicht in irgendwelche „Schubladen“ drücken. Versucht man es trotzdem, könnte man einen Großteil seiner Arbeiten vielleicht am ehesten dem fantastischen Realismus zuordnen. Seine Palette reicht von mystischen  Stadtfluchten, Interieurs von Gebäuden und dalihaft anmutenden Landschaften bis zu Stillleben. Der Autodidakt Kerwien kann es dabei mit den Großen des  Genres aufnehmen. Er malt verschachtelte Dachlandschaften, ins Wanken geratene Häuserfassaden, rätselhafte Treppenlabyrinthe, bis an den Horizont reichende Ödnis, bestanden mit einzelnen Gebäuden und einigen windzerzausten Bäumen. Aber auch geisterhaft wirkende Inszenierungen bietet er, verfremdete Räume, Nachtgestalten, in ihrer Umgebung verloren erscheinende Menschen, hoffnungslos, schemenhaft, sich abwendend und aus der Szenerie fliehend. Trotz suggestiver Tristesse fühlt sich der Betrachter seltsam getröstet, denn obwohl die Landschaften unwirklich erscheinen, wirken sie irgendwie beruhigend.

Kerwiens Bilder sind imaginär und lebensecht zugleich und fordern den Betrachter auf, die sogenannte Realität nicht als starren Zustand zu begreifen, sondern als etwas zu verstehen, das „funktioniert“, obwohl oder gerade weil es vom Alltäglichen entrückt ist. „Bei mir steht immer alles auf der Kippe, wenn es nicht das Thema ist, dann doch die Perspektive“, sagt Benjamin Kerwien.

Auf der Kippe

11. brau.ART Dessau 2020
19. 9. - 4. 10. 2020

Alte Brauerei
Brauereistraße 1-2,
Eingang Elisabethstraße
06847 Dessau

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Do, So – 14  bis 18 Uhr
Fr und Sa – 14 bis 20  Uhr




 

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