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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 30.08.2017 um 13:21:34

Gesunde Pferde als Freunde

Entspannt stehen sie auf der Wiese, die Köpfe leicht gesenkt, am liebsten die Augen geschlossen. So genießen die Pferde die sommerliche Sonne. In der Natur bewegen sich Pferde täglich je nach Jahreszeit bis zu 16 Stunden und das vorwiegend im ruhigen Schritt geradeaus. Entspannt stehen sie auf der Wiese, die Köpfe leicht gesenkt, am liebsten die Augen geschlossen. So genießen die Pferde die sommerliche Sonne. In der Natur bewegen sich Pferde täglich je nach Jahreszeit bis zu 16 Stunden und das vorwiegend im ruhigen Schritt geradeaus.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Die Bedürfnisse der Pferde richten sich nach ihrem natürlichen Ursprung. Pferde sind Lauf- und Fluchttiere und auch sehr sozial orientiert.

Anhalt-Bitterfeld (WS).
Die Themen Pferde und Pferdegesundheit sowie die Pferdehaltung sind sehr komplex und eine Vielzahl an einschlägiger Fachliteratur beschäftigt sich mit dieser Thematik. Daher können wir nur einen kleinen und allgemeinen Einblick gewähren. Man kann die Bedürfnisse der Pferde relativ einfach umreißen. Pferde sind Lauftiere, daher sollten Pferde täglich oder zumindest so oft wie es geht bewegt werden. Ein Offenstall ist dabei die idealste Möglichkeit der Unterbringung.

Artgerechte Haltung von Pferden

Entspannt stehen sie auf der Wiese, die Köpfe leicht gesenkt, die Augen geschlossen. So genießen die Pferde die sommerliche Sonne. In der Natur bewegen sich Pferde täglich je nach Jahreszeit bis zu 16 Stunden und das vorwiegend im ruhigen Schritt geradeaus. Dabei legen die Tiere viele Kilometer zurück. Junggesellen und Jungpferde fordern sich gegenseitig gerne zu kurzen, aber schnellen Laufspielen auf. Pferde sind von Natur aus Herden- und Fluchttiere. Für eine artgerechte Pferdehaltung sind Artgenossen deshalb ein Muss.

Nur so bekommt das Pferd die notwendige Sicherheit, die es braucht, um etwas zu dösen oder um sich auch einmal ein paar Minuten Tiefschlaf zu gönnen, denn es weiß, dass ein anderes Pferd währenddessen Wache hält und innerhalb der Herde findet es Spielkameraden und Vertraute. Die Rangordnung in einer Pferdeherde ist in der Regel weitgehend gefestigt und wird von der Mehrzahl der Pferde akzeptiert. Zu Konflikten kommt es hauptsächlich dann, wenn junge Pferde ihre Grenzen noch nicht genau kennen oder neue Pferde in die Herde eingeführt wurden.

Der Neuling muss sich vom letzten Platz nach vorne in der Rangordnung „durchkämpfen“, bis er schließlich seine feste Position innerhalb der Gruppe gefunden hat. Die Unterbringung bei Pferdehaltung ist in einem Offenstall am idealsten Bei der Offenstallhaltung kann das Pferd jederzeit entscheiden, ob es lieber draußen oder im Unterstand sein möchte. Bei dieser Haltung werden die natürlichen Bedürfnisse des Pferdes hinsichtlich Bewegung, Frischluft und Sozialkontakt optimal befriedigt.
Das Innere des Offenstalls muss frei von Zug und die Wände sollten mit einer wetterfesten Isolierung versehen sein. Die Größe des Stalls orientiert sich dabei an der Anzahl der Pferde, die untergebracht werden.

Sie müssen ausreichend Platz haben, um einander aus dem Weg gehen zu können. Bei mehreren Pferden sind außerdem getrennte Fressständer zu empfehlen. Auch der Eingang sollte breit genug eingeplant werden, damit ein Pferd dem anderen nicht den Zugang zum Stall versperrt.

Bei einer Pferdehaltung im Laufstall werden die Pferde in Gruppen gehalten. Dabei sollte der Laufstall in der Größe so ausgelegt sein, dass jedes einzelne Pferd der Herde ausreichend Platz hat, denn es ist äußerst wichtig, dass es sich in Ruhe zurückziehen oder Konflikten ausweichen kann. In einem idealen Laufstall gibt es separate Bereiche für Fressen, Trinken, zum Bewegen und Spielen sowie zum Ruhen. Für das Ausruhen benötigen Pferde eine eingestreute Liegefläche. Alle Bereiche des Laufstalls sollten durch Barrieren voneinander getrennt sein, die sich von beiden Seiten umgehen lassen, damit rangniedere Pferde nicht von Artgenossen in die Ecke gedrängt und belästigt werden können.

Bei der Pferdehaltung auf der Weide, das sind eingezäunte Wiesen, können sich die Pferde ihr Futter selber suchen. Die Qualität und das Aussehen einer Weide werden durch die Lage, die Bodenbeschaffenheit, die klimatischen Bedingungen, die Feuchtigkeit sowie durch die Vielfalt der dort wachsenden Pflanzen bestimmt.

Wichtig für die Auswahl einer Weide sind deren Beanspruchung und ihre Pflege, wobei die Anzahl der Weidetiere und die Art der Düngung eine große und maßgebliche Rolle spielen. Je vielfältiger die Pflanzenwelt auf einer Weide ausfällt, also je mehr verschiedene Gräser und Kräuter dort nebeneinander wachsen, umso nahrhafter, vielseitiger und wertvoller ist das Futter.
Die Haltung in Boxen ist weit verbreitet. Die Planung der Pferdehaltung in Boxen sollte gewissenhaft erfolgen. Dabei sollte einiges berücksichtigt werden. Bei der Einrichtung von Pferdeboxen ist die Größe der Box entscheidend. Eine zu große Box gibt es nicht, eine zu kleine kann allerdings zu psychischen und physischen Schäden beim Pferd führen.

Deshalb sollte bei der Stallplanung lieber eine Box weniger eingeplant werden, als kleinere Boxen vorzusehen, um mehr Pferde im Stall unterbringen zu können. Die Größe der Boxen orientiert sich hauptsächlich an der Länge der Pferde, die untergebracht werden sollen. Ein längeres Pferd benötigt mehr Platz, um sich in der Box drehen zu können. Letztendlich ist es wichtig, die Pferde so naturnah und so groß als möglich unterzubringen, denn auch in der Boxenhaltung ist ausreichende Bewegung eine unabdingbare Notwendigkeit.

Pferdegesundheit – wichtig ist die Gesundheit des Pferdes

Damit ein Pferd leistungsfähig ist, sind seine Gesundheit und sein Wohlbefinden die wichtigsten Grundvoraussetzungen. Gesunde Pferde zeigen sich interessiert an ihrer Umwelt, was an aufmerksam gespitzten Ohren ablesbar ist. Wenn sie sich entspannen, hängen die Ohren locker zur Seite. Das Verhalten eines gesunden Pferdes ist ausgeglichen und es blickt freundlich aus klaren, wachen Augen. Gesunde Pferde besitzen einen guten Appetit und nehmen regelmäßig kleinere Mengen Wasser auf. Ein Kriterium zur Beurteilung der Pferdegesundheit hinsichtlich Stoffwechselproblemen oder Fütterungsproblemen ist der Futterzustand. Die Rippen des Pferdes sollten zwar zu spüren, aber nicht zu sehen sein. Das Fell sollte einen seidigen Glanz aufweisen, die Nüstern trocken und sauber, die Beine trocken und klar sein. An den Hufen dürfen sich weder Rillen noch Risse zeigen.

Taktreines Laufen und eine gleichmäßige Belastung aller vier Füße sind weitere Indizien für ein gesundes Pferd. Wenn sich Pferdehalter täglich mit ihrem Pferd beschäftigen und die Routinearbeit im Stall und das Putzen zur genauen Beobachtung des Tieres nutzen, werden Halter schnell feststellen, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist.

Für den Fall, dass man ein abnormales Verhalten beobachtet, sollten Pferdebesitzer den Tierarzt des Vertrauens oder den Tierarzt-Notdienst verständigen. Diesen finden Sie auch jede Woche in Ihrem aktuellen Wochenspiegel.

Pferdehaltung aus veterinärrechtlicher Sicht

Das Amt für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld mit Sitz in Köthen und Außenstellen in Bitterfeld und Zerbst gibt ein paar Informationen zur allgemeinen Pflicht und Haltung: Die Equidenhaltungen unterliegen einer Anzeigepflicht gemäß Viehverkehrsverordnung, d. h., dass jeder Halter von Pferden verpflichtet ist, die Tierhaltung vor Beginn der Tätigkeit dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt anzuzeigen. Für jedes Tier muss ein Equidenpass vorhanden sein. Seit Mitte 2009 besteht die Kennzeichnungspflicht mittels Mikrochip.

Eine Übernahme von Pferden ohne Equidenpass ist nicht erlaubt. Weiterhin ist das Betreiben eines Reit- und Fahrbetriebes eine Tätigkeit, die einer Erlaubnis gemäß Tierschutzgesetz erfordert. Hierfür sind entsprechende Anträge im Voraus beim zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zu stellen. Voraussetzungen hierfür sind eine für die Tätigkeit sachkundige Person und eine artgerechte Haltung. Die tierschutzrechtliche Überprüfung einer Pferdehaltung wird auf der Basis des Tierschutzgesetzes in Verbindung mit den Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen vom 9. Juni 2009 durchgeführt. Zu einer artgerechten Pferdehaltung gehören unter anderem eine bedarfsgerechte und ausreichende Fütterung und Tränkung und eine regelmäßige Hufpflege. Impfungen sind zurzeit zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, jedoch sollten diese in Absprache mit dem Hof- bzw. Haustierarzt regelmäßig durchgeführt werden.

Zu jeder Pferdehaltung gehört auch eine regelmäßige Entwurmung und Ektoparasitenbehandlung.  Bei Erkrankung eines Tieres ist selbstverständlich der Hof- bzw. Haustierarzt zu informieren. Es ist darauf zu achten, dass bei meldepflichtigen bzw. anzeigepflichtigen Tierseuchen (z. B. bei Listeriose, Equine-Virus-Arteritis, ansteckender Metritis, ansteckender Blutarmut der Einhufer usw.) unverzüglich das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zu informieren ist.

Pferde gehören auch zu den lebensmittelliefernden Tieren, sodass Tierhalter und Tierarzt darauf zu achten haben, welches Mittel das Tier zur Behandlung bekommt. Die Dokumentation der Behandlungen ist durchzuführen. Wenn ein Pferd verstirbt, muss es ordnungsgemäß über die zuständige Entsorgungsfirma abgeholt werden.

 

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