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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Staatliche Förderung für Immobilienbesitzer - was lässt sich nutzen? >
Susan Thomas Susan Thomas
aktualisiert am 06.03.2018 um 09:10:29

Staatliche Förderung für Immobilienbesitzer - was lässt sich nutzen?

Staatliche Förderungen für den Umbau oder den Ausbau der eigenen vier Wände sind in großer Vielfalt vorhanden - doch welche sind für die eigene Situation sinnvoll? Staatliche Förderungen für den Umbau oder den Ausbau der eigenen vier Wände sind in großer Vielfalt vorhanden - doch welche sind für die eigene Situation sinnvoll?
Foto: Bildquelle: © 13902 (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Dass es für den Bau eines Eigenheims durchaus Zuschüsse geben kann, ist vielen Menschen bekannt. Was aber immer wieder untergeht, ist, dass auch für bestehende Häuser unter bestimmten Bedingungen eine staatliche Förderung infrage kommt. Gerade in zwei Fällen greift der Staat Hausbesitzern unter die Arme und bietet spezielle Förderprogramme an: Barrierefreies Wohnen und die energetische Sanierung des Hauses. Was es mit den Programmen auf sich hat, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen und worauf Eigenheimbesitzer achten müssen, zeigt dieser Artikel.

Barrierefreies Wohnen

Um im Alter oder nach einem Unfall noch das eigene Haus bewohnen zu können, ist nicht selten ein Umbau vonnöten. Der Staat hat diverse Programme, die den barrierefreien Umbau fördern und es somit ermöglichen, weiterhin in den eigenen vier Wänden zu leben:
  •  KfW 159 - für Besitzer eines bestehenden Eigenheims kommt das Kreditprogramm 159 »altersgerechter Umbau« infrage. Hausbesitzer erhalten ein günstiges Darlehen mit einem Jahreszinssatz ab 1 Prozent und einem Betrag von rund 50.000 Euro je Wohnung. Grundsätzlich ist der Kredit unabhängig vom Alter des Hausbesitzers, er muss jedoch für barrierereduzierende Maßnahmen oder für den Kauf einer dementsprechenden Wohnung genutzt werden.
  • KfW 455 - hierbei handelt es sich um ein Zuschussprogramm, welches das altersgerechte Umbauen und den Einbruchsschutz abdeckt. Einzig private Eigentümer können das Zuschussprogramm nutzen. Wer standardgerecht umbaut, kann sich zehn Prozent, allerdings höchstens 5.000 Euro je Wohneinheit vom Staat bezuschussen lassen. Handelt es sich nur um eine einzelne Maßnahme, werden die Investitionskosten mit acht Prozent bezuschusst.
Eine Kombination beider Programme ist nicht möglich. Allerdings können Eigenheimbesitzer zusätzlich weitere Förderungen in Anspruch nehmen, beispielsweise Beträge zum energetischen Sanieren. Zusätzlich zu den KfW-Förderprogrammen gibt es Hilfsmittel, die auf Landesebene ausgegeben werden:
  • Baudarlehen - das einkommensabhängige Baudarlehen gilt nur für den Erwerb oder Ausbau von Eigenheimen.
  • Fördermittel - bundeslandabhängig können Eigenheimbesitzer mitunter Fördermittel für Schwerbehinderte erhalten, sofern die Einkommensgrenzen nicht dagegensprechen. Als berechtigt gelten Haushalte, in denen mindestens ein Kind oder ein schwerbehinderter Angehöriger lebt.
Abseits dieser beiden Optionen stehen noch folgende Möglichkeiten im Raum:
  • Pflegeversicherung - unter Umständen gewährt die Pflegeversicherung Gelder, um das Wohnumfeld zu verbessern. Rampen, breitere Türen, die Entfernung von Türschwellen und Umbauten in Bädern oder Küchen fallen hierunter. Die Zuschüsse sind auf 4.000 Euro je Maßnahme beschränkt und hängen vom Pflegegrad ab.
  • Sozialamt - abhängig vom Einkommen des Antragstellers ist es möglich, direkt vom Sozialamt eine Beihilfe zum Umbau zu erhalten.
Wer bereits vorsichtshalber für das Alter vorsorgen möchte, sollte dies über einen längeren Zeitraum machen. Häufig jedoch müssen Umbaumaßnahmen für barrierefreies Wohnen schnell erfolgen, da die Behinderung auf einen Unfall oder eine plötzliche Krankheit zurückzuführen ist. In diesem Fall gilt, sich als Eigenheimbesitzer möglichst umfassend zu informieren und gegebenenfalls anwaltliche Hilfe einzuholen, um möglichst viele Fördermittel ausschöpfen zu können.

Energetische Sanierung

Bestandsbauten bedürfen regelmäßiger Modernisierungen und müssen nicht selten vollständig saniert werden. Gerade aufgrund der neuen Umweltrichtlinien stehen Eigenheimbesitzer in der Pflicht, Arbeiten vornehmen zu lassen. Diese sind - wie sämtliche Modernisierungen - teuer, doch gibt es Förderprogramme, die helfen können:
  • KfW-Effizienzhaus - diese Förderung ist für diejenigen, die aus der Immobilie ein KfW-Effizienzhaus machen möchten. In welcher Höhe eine Förderung möglich ist, hängt von der angedachten Kennzahl ab. Grundsätzlich werden die Effizienzhäuser 55, 70, 85, 100 und 115 gefördert. Handelt es sich bei dem Haus um eine Immobilie unter Denkmalschutz, gilt ein gesonderter Förderkredit. Je nach angestrebtem Effizienzgrad werden unterschiedliche Maßnahmen gefördert. So können Hausbesitzer, die ein Effizienzhaus 85 anstreben, beispielsweise die Dach- und Außenwanddämmung, neue Fenster und eine Gas-Brennwertheizung fördern lassen.
  • Heizungsanlagen - auch der Tausch der Heizungsanlage fällt unter die energetische Sanierung und ist förderbar. Eigenheimbesitzer können günstige Kredite und auch Zuschüsse erhalten. Über das Heizungs- und Lüftungspaket wird beispielsweise die Anschaffung einer neuen Anlage bezuschusst, wie auch eine Lüftungsanlage, die mit einer Wärmerückgewinnung gekoppelt ist.
Maßnahmenpakete können unter Umständen mit Fördermitteln und Zuschüssen kombiniert werden. So lässt sich das Heizungspaket mit dem Kredit 152 vereinbaren. Was ebenfalls von günstigen Förderkrediten oder Zuschüssen abgedeckt wird, ist die Installation einer Solaranlage, die natürlich auch über einen Wärmespeicher zur Gewinnung des Warmwassers verfügen kann.

Weitere Fördermöglichkeiten

Generell haben Immobilienbesitzer diverse Anlaufstellen, wenn sie ihr Eigenheim sanieren oder für das Alter umbauen möchten. Je nach Umbaumaßnahme hängen die Fördermittel jedoch von den persönlichen Umständen ab. Ist der barrierefreie Umbau aufgrund eines fremdverschuldeten Unfalls notwendig, kommt beispielsweise die Versicherung des Schuldigen auf. Gleichfalls gilt:
  • Versicherungen - hat der Immobilienbesitzer entsprechende Versicherungen, tragen die einen Teil der anfallenden Kosten. Hier kommen besonders die private Unfallversicherung und auch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung infrage.
  • Finanzämter - das ist natürlich eine eher indirekte Förderung, doch können Eigenheimbesitzer Handwerkerkosten bis zu einer bestimmten Höhe in der nächsten Steuererklärung absetzen.
  • BAFA - das BAFA fördert die Anschaffung und Installation von Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und Biogasanlagen. Die Zuschüsse sind einmalig und können für Ein- und Mehrfamilienhäuser genutzt werden. Die Förderung ist mit Zusätzen kombinierbar.
Einbruchsschutz - die KfW bezuschusst mitunter Mittel, die in den Bereich des Einbruchsschutzes zählen. Hierunter fallen insbesondere aufstemmhemmende Fenster und sichere Terrassentüren.

Fazit - unbedingt informieren

Aus welchem Grund das Eigenheim auch saniert oder umgebaut werden soll, die Information über die einzelnen Förderprogramme und Möglichkeiten sollte immer am Anfang stehen. Gerade im Bereich der energetischen Sanierung, also der Dämmung, des Fenstertauschs und auch der Heizungsanlage stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung, die für Privatpersonen erst mal nur schwer überblickt werden können. Wird ein barrierefreier Umbau notwendig, haben Eigenheimbesitzer gar noch mehr Optionen, die gut miteinander kombiniert werden können. Nun sollte nicht nur in Richtung der KfW geschaut, sondern auch die Pflegekasse miteinbezogen werden. Wer korrekt kombiniert, bekommt einen großen Teil der notwendigen Arbeiten zumindest bezuschusst, wenn nicht sogar bezahlt. Sollte die Notwendigkeit der Barrierefreiheit aus einem fremdverschuldeten Unfall resultieren, ist die Miteinbeziehung eines Fachanwalts unbedingt anzuraten, da hier die Gegenseite für Kosten aufkommen muss.

 

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