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Nadine Rößler Nadine Rößler
aktualisiert am 03.01.2019 um 17:40:16

Das Theater geht in Eisleben weiter

Vorabfoto „Bolero“ Vorabfoto „Bolero“
Foto: Landesbühnen Sachsen, Hagen König
Perspektive für das Theater Eisleben. Theater Eisleben startet mit Zuwendungsvertrag und Ballettgastspiel ins neue Jahr.

Eisleben.
Das alte Jahr 2018 endete für das Theater Eisleben mit guten Nachrichten. Während sich das Ensemble wörtlich zwischen Märchenvorstellung und Konzertgastspiel zur eigenen kleinen Weihnachtsfeier traf, holten sich Intendant Ulrich Fischer, Landrätin Dr. Angelika Klein und Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben Jutta Fischer in Magdeburg eine wichtige Unterschrift ab. Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur, hatte die Intendanten und Träger der Theater Sachsen-Anhalts eingeladen, um gemeinsam die Zuwendungsvereinbarungen für die Bühnen zu unterschreiben. 
Damit endet zunächst für weitere fünf Jahre das Bangen um die Zukunft des Theaters Eisleben. „Diese wird mit der gewährten Zuwendungssumme nicht üppig sein, aber wenigstens wieder gestaltbar“, so das sichtbare Aufatmen von Intendant Ulrich Fischer. Den Unterschriften voran ging eine Zeit der Sorge, denn die zunächst vom Land Sachsen-Anhat in Aussicht gestellten Zuwendungssummen hätten ein Überleben der Bühne in Frage gestellt. Dank der engagierten Verhandlungen des Trägers und der Leitung des Theaters Eisleben einerseits und der Bereitschaft und dem Willen von politischen wie administrativen Entscheidungsträgern des Landes Sachsen-Anhalt zur Erhaltung der Bühne andererseits hat diese nun wieder eine Perspektive. 

Diese beginnt zum Jahresauftakt 2019 mit einem besonderen Gastspiel. Die Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen gastiert im Theater Eisleben mit „Boléro“ - einem dreiteiligen Tanzabend von Igor Kirov, Michele Merola und Carlos Matos. Zwei international namhafte und mehrfach preisgekrönte Choreografen hat Carlos Matos, der Direktor der Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen, eingeladen, mit ihm gemeinsam einen Tanzabend zu Musik von Ravel zu gestalten – von Klaviermusik über Kammermusik bis hin zum weltbekannten «Boléro» für großes Sinfonieorchester. „Die Landesbühnen Sachsen sind ein langjähriger Partner unseres Hauses, das Gastspiel ist ein würdiger Auftakt in das neue Jahr. Ich lade unsere Zuschauer, Partner, Förderer und Freunde ein, ihn gemeinsam mit uns zu erleben.“, so Intendant Ulrich Fischer.

Für eine Perspektive des Theaters Eisleben sprechen auch einige Zahlen aus der Jahresbilanz 2018. So besuchten wieder über 30.000 Menschen die Angebote des Hauses und bekundeten somit ihr Interesse wie auch ihren Bedarf an einem Theater in dieser ländlich geprägten Region. Das Ensemble mit seine 41 Mitarbeitern bot seinen Zuschauern im vergangenen Jahr über 120 eigene Vorstellungen, erarbeitete diese in über 380 Proben, war mehr als 130 Mal in Klassenzimmern zu Gast und begleitete fast 50 Gastspiele der Genre Musiktheater, Konzert oder Kabarett. Dazu wurden Hausvermietungen, wie u.a. die schon traditionellen Weihnachtsprogramme von Grundschulen oder der Neujahrsempfang der Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben betreut und begleitet. 

Auch um die künstlerische Perspektive des Hauses ist Dramaturgin Ann-Kathrin Hanss nicht bang. „Wir haben ein „gutes Händchen“, was die Auswahl der Inszenierungen betrifft.“ Ob das Schillers Klassiker „Die Räuber“ mit einer besonderen Inszenierung für das junge wie erwachsene Publikum ist, der wörtliche Gang in den Gerichtssaal des Eisleber Amtsgerichtes mit Ferdinand von Schirachs Gegenwartsstück „Terror“ oder „Die Olsenbande dreht durch“ mit einer nicht enden wollenden Nachfrage und ausverkauften Vorstellungen in Folge überrascht – all das zeigt das Interesse der Menschen am Theater. „Gerade das sollte alle Förderer, Partner, und Freunde des Theaters Eisleben darin bestärken, die Unterstützung unseres Auftrages zur kulturellen Bildung niemals aufzugeben“, so die Bitte von Intendant Fischer. Mit der aktuellen Spielzeit fördert die Sparkasse Mansfeld-Südharz die Produktion des Märchens „Die schöne Wassilisa“; andere kleine wie größere Unternehmen und Vereinigungen, darunter die Stadtwerke der Lutherstadt Eisleben, der Förderverein Freunde des Theaters und der Lions- wie Rotary Club sind langjährige und zuverlässige Partner des Theaters.

„Auch zukünftig werden wir unser junges Publikum an das klassische wie das Gegenwartstheater heranführen.“ Damit spricht Dramaturgin Hanss eine starke Seite der Eisleber Bühne an: das Kinder- und Jugendtheater. Vom Spiel der Märchen für die Kinder, dem Gang in die Schulen mit dem Klassenzimmerstück zu gegenwärtigen Themen junger Menschen, von den Schülertheatertagen bis hin zum Poetry Slam Workshop und Improtheaterfest sucht und findet das Ensemble den Weg zu Kindern und Jugendlichen, zu Kindereinrichtungen, Schulen und Vereinen. „Das ist für uns nicht nur existentiell, sondern auch und vor allem Bildungsauftrag“, so Hanss. Neben Klassenzimmerstück, Lehrerstammtisch und Projektwochen wie „Neuland“ betreuen die Theaterpädagoginnen Anne Keil und Anja Bernhardt noch einen TheaterKinderClub und den TheaterJugendClub. Beide erfreuen sich großer Beliebtheit und werden zum Ende der Spielzeit 2018 | 19 ihre Premieren präsentieren. Die erste Premiere des Jahres feiert am 17. Januar der TheaterErwachsenenClub „Die Sprungfedern“ mit dem selbstgeschriebenen Stück „Über Männer“. 

Auch in Sachen Barrierefreiheit gibt es für die Bühne endlich eine Perspektive. Und: Es darf mal wieder gebaut werden! „Schon so lang besteht der Wunsch und die Notwendigkeit, im Theater einen barrierefreien Zugang für unsere Zuschauer einzurichten. Bisher fehlte es am nötigen Geld, doch nun kann im Sommer 2019 endlich gebaut werden“, freut sich Verwaltungsleiterin Marga Curth. Mit der Genehmigung von Fördermitteln aus dem Europäischen Sozialfond und Dank der engagierten Hilfe der LEADER-Gruppe des Landkreises steht dem Anbau eines Fahrstuhls am Haus nichts mehr im Wege. „So hoffen wir zumindest“ schmunzelt die Verwaltungsleiterin. „Die Baumaßnahmen der letzten Jahre, gemeint sind vor allem der Besucherparkplatz und das gläserne Eingangsfoyer, haben uns gefordert und auch vieles gelehrt.“ Da wieder parallel zum laufenden Spielbetrieb und in der spielfreien Zeit der Sommerpause gebaut werden muss, wird mit der Einweihung des Anbaues im Sommer 2020 gerechnet. Ein Lift wird dann einen barrierefreien Zugang auf allen vier Ebenen des Hauses ermöglichen, vom Kassenfoyer bis zur Toilette.
„Mit dem neuen Zuwendungsvertrag und seiner Laufzeit über fünf Jahre haben wir wieder eine künstlerische wie materielle Perspektive“, resümiert Intendant Fischer. „Die werden wir gestalten, ausfüllen. Mit allen Herausforderungen, Veränderungen und dem Ringen um das wertvoll Bestehende werden wir umgehen – immer in dem Wissen, damit nicht allein zu sein. Dafür danke ich allen Besuchern, Theaterfreunden, Förderern, Partnern, Entscheidungsträgern, den Medien, unserem Aufsichtsrat und vor allem unseren Ensemblemitgliedern und deren Familien.“

Karten für den Jahresauftakt am Theater Eisleben, den Tanzabend „Bolero“ am 12.01. um 19:30 Uhr, gibt es ab 7. Januar an der Theaterkasse, Bucherstraße 14, Tel 03475 602070, kartenservice@theater-eisleben.de oder online unter www.theater-eisleben.de.  Die Theaterkasse öffnet MO + MI 12–17 Uhr; DI + DO 10–17 Uhr; FR 10–14 Uhr. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

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