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Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 15.05.2019 um 14:31:49

Badegewässer unter die Lupe genommen

Dem Neptunbad in Helbra wurde eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt. Hier beginnt die Badesaison am 1. Juni. Dem Neptunbad in Helbra wurde eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt. Hier beginnt die Badesaison am 1. Juni.
Foto: Archiv
Badesaison beginnt: Ausgewiesene Badegewässer werden monatlich kontrolliert.
MSH (red). Im Stausee Kelbra rät das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration vom Baden ab. Gründe sind zum einen die Flachseestruktur und der relativ hohe Phosphoreintrag. Zum anderen kann es in sehr warmen, trockenen Sommern zu einer Erhöhung der Wassertemperatur kommen. Diese Faktoren begünstigen eine Anreicherung von Nährstoffen und in Folge eine Verschlechterung der Badegewässerqualität, heißt es in einer Mitteilung des für Badegewässer zu­­­ständigen Ministeriums. Bei der Einstufung der Ba­­degewässerqualität wurde der Stausee Kelbra mit „mangelhaft“ ausgewiesen.
Badegewässer in MSH
Die Einstufung der Badegewässerqualität erfolgt auf Grundlage von Untersuchungsergebnissen aus den vergangenen vier Jahren. Die Kiesgrube Roßla, der Kunstteich Wettelrode, das Neptunbad Helbra, die Badestellen am Campingplatz und am Schiff am Süßen See erhielten das Prädikat ausgezeichnet und damit die höchste Einstufung gemäß der EU-Badegewässerverordnung.
Die Badestellen in Aseleben wurden mit 2 (gut), an den Seeterrassen mit 3 (ausreichend) eingestuft.
Am Süßen See kann es, wie am Stausee Kelbra auch, infolge von Algenmassenentwicklungen (u.a. auch Blaualgenmassen-entwicklungen) zeitweise zu stärkeren Wassertrübungen kommen.
Kontrollen
Laut Ministerium haben die Gesundheitsämter mit Beginn der Badesaison mit der Überwachung der insgesamt 69 ausgewiesenen Badegewässer im Land begonnen und erste Wasserproben entnommen. „Bislang gab es keine Beanstandungen“, sagt Ministerin Petra Grimm-Benne.
Während der Saison, die offiziell bis zum 15. September dauert, werden alle in der Karte geführten Gewässer (im Internet abrufbar unter www.badesee-sachsen-anhalt.de) durch die örtlichen Gesundheitsämter monatlich kontrolliert. Neben der Entnahme und Analyse von Wasserproben finden auch Ortsbesichtigungen statt, bei denen unter anderem die Sichttiefe bestimmt sowie auf mögliche Verschmutzungen und Al­­­genentwicklungen geachtet wird. Empfohlen wird, zum Baden in natürlichen Gewässern allein die in der Karte ausgewiesenen Badestellen zu nutzen. Andere wie beispielsweise Kiesseen, Baggerlöcher oder kleinere Teiche unterliegen nicht der regelmäßigen Überwachung.   

 

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