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Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 11.07.2019 um 10:43:15

Schüler sammelten für Kinderhospiz


Foto: Jacqueline Dallmann
„Sozialer Tag“ soll an der Sekundarschule Tradition werden.
Mansfeld (red).  Am letzten Schultag des Schuljahres 2018/2019  rückte an der Sekundarschule Mansfeld das soziale Engagement der Schule, der Beitrag jedes einzelnen Schülern dafür, noch einmal in den Mittelpunkt. Denn nach der Zeugnisübergabe versammelten sich Schüler und Lehrer auf dem Schulhof, um Angelika Laudeley vom Kinderhospiz Halle ein Spendenscheck über exakt 1.099,20 Euro zu überreichen. Das Geld sind Erlöse aus dem „Sozialen Tag“, den die Schule in diesem Jahr erstmals im großen Stil organisiert hatte - mit großem Erfolg.

Helfen - das hat an der Sekundarschule Mansfeld Tradition. Jedes Jahr findet ein Spendenlauf statt, dessen Erlöse in soziale Projekte fließen. Im vergangenen Schuljahr kam aus dem  Schülerrat die Idee, das Geld an das Kinderhospiz zu ergeben. „Eine Schülerin, die im Krankenhaus ihr Praktikum gemacht hatte, kam dort mit der Hospizarbeit in Kontakt. Wir wollten Kinder helfen, also dem Kinderhospiz“, erzählt Vertrauenslehrerin Annette Suttkus, die gemeinsam mit Schulsozialarbeiterin Stefanie Montag und dem Schülerrat den sozialen Tag vorbereitet hatte.

Schnell war der Kontakt zum ambulanten Kinderhospiz in Halle hergestellt und Angelika Laudeley kam nach Mansfeld und erzählte von der Arbeit. Im ambulanten Kinderhospiz Halle werden Familien begleitet, die ein Kind verlieren werden oder bereits verloren haben. Ehrenamtliche stehen den Familien bei, es gibt für den Austausch unter den betroffenen Familien aber auch  Gruppentreffen wie die Kindertrauergruppe, den Geschwistertreff oder den Müttertreff. 

Das hat alle tief berührt, so dass beschlossen wurde, möglichst viel Geld zu sammeln und nicht nur den traditionellen Spendenlauf, sondern einen sozialen Tag auf die Beine zu stellen. Schließlich wird die Arbeit des Kinderhospiz  überwiegend durch Spenden finanziert. Da ist jeder Euro wichtig.

Und so verwandelte sich die Sekundarschule an einem Freitagvormittag Mitte Juni in einen bunten Jahrmarkt. Der Schülerrat hatte im Vorfeld viele Ideen entwickelt, und fast alle der 284 Schüler füllten diesen Tag mit Leben. „Es war ein Tag voller Trubel. Die Resonanz der Besucher war überwältigend. Die Schüler können zu Recht stolz auf sich sein“, sagt Annette Suttkus noch immer ganz überwältigt und Stefanie Montag fügt hinzu: „Der soziale Tag ist aus der Schülerschaft heraus gewachsen. Er zeigte einen starken Zusammenhalt an unserer Schule.“

Im Schulhaus, auf dem Pausenhof, am Sportplatz und in der Turnhalle - überall konnten Eltern, Großeltern und Gäste Programm erleben. Es gab eine Talentshow, einen Flohmarkt, die Theatergruppe spielte Märchenhaftes, Schüler drehten ihre Runden beim Spendenlauf ... Fürs leibliche Wohl war gesorgt mit Waffeln, Kuchen, Salat - die Grillwürste waren am Ende alle verkauft und verzerrt. 

Die Schüler waren gleichzeitig Anbieter und Akteure, mal verkauften sie Pizza, eine halbe Stunde später nahmen sie am Malwettbewerb teil. Das Glücksrad drehte sich ununterbrochen und auf dem Sportplatz fielen ständig bunte Blechdosen ins Gras. Viele waren sehr beschäftigt, doch am Ende fasste eine Schülerin der sechsten Klasse das Geschehen mit einem Satz zusammen: „Wir hatten viel Arbeit und eine Menge Spaß, aber am schönsten ist einfach der Gedanke, dass wir anderen Kindern ein bisschen helfen konnten.“

Angelika Laudeley war auch überwältig von diesem Einsatz der Schüler und der hohen Spendensumme. Die größte Einzelspende von 100 Euro kam von André Ulrich von der ÖSA, aber der Dank gilt JEDEM, der gekauft und gespendet hat. Der Erfolg hat angespornt: Im nächsten Schuljahr soll es wieder einen sozialen Tag geben, er soll Tradition werden. Ein Partner ist schon gefunden: Das Geld soll an das Kinderhospiz in Halle fließen. 
 

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