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Wochenspiegel > Mansfelder Land > 500 Jahre St. Marien Sandersleben >
Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 12.08.2019 um 14:34:17

500 Jahre St. Marien Sandersleben


Foto: Jacqueline Dallmann
Sandersleben (red). Der Turm der St. Marienkirche stand zuerst. Denn bevor das Gotteshaus gebaut wurde, war der Stadtturm  das markanteste Gebäude in Sandersleben. Von oben aus hatten die Türmer den besten Blick über die Stadt und konnten die Bewohner vor Feuer und Feinden waren. Romanische Überreste, wie zum Beispiel die Wendeltreppe im Turminneren, sind noch erhalten. Die Kirche dagegen ist ein spätgotisches Bauwerk. Sie wurde 1519 errichtet  und  an den schon vorhandenen Stadtturm angebaut. 

In diesem Jahr feiert die St. Marien Kirche also ihr 500-jähriges Jubiläum. Das Gotteshaus wurde, obwohl die Reformation in der Region schon  weit fortgeschritten war, als katholische Kirche geweiht. Die Sandersleber, die seinerzeit bereits dem evangelischen Glauben folgten, gingen zum Gottesdienst nach Wiederstedt. „Die Fürsten von Anhalt-Dessau hatten in Sandersleben relativ spät die Reformation eingeführt. Erst ein paar Jahre nach ihrer Weihe wurde sie evangelisch“, erzählt Pfarrerin Dorothee Schmitt. Sie ist seit vergangenem Jahr die zuständige Pfarrerin für die Kirchgemeinde und hat im Hinblick auf das große Jubiläum der Kirche in der Chronik recherchiert. „Einen konkreten Weihetag kennen wir nicht. Die Kirchenbücher aus dieser Zeit fehlen“,  weiß sie. Mit den evangelischen Pfarrern wurden dann die Kirchenbücher eingeführt.

Zur Geschichte von St. Marien ist noch interessant, dass der Stadtturm, der heutige Kirchturm, bis 1890  der Stadt gehörte und erst danach in den Besitz der Kirche überging.  Die Türmer waren Angestellte der Stadt, der letzte zog in jenem Jahr 1890 aus der Türmerwohnung. In den 1980er Jahren war das Gotteshaus stark einsturzgefährdet, sodass es sogar für die Öffentlichkeit gesperrt werden musste. Zeitgleich begannen allerdings auch die Sanierungsarbeiten, auch am Kirchturm. Die Ebene mit der Türmerwohnung wurde zum Beispiel rekonstruiert. Zum Tag des offenen Denkmals am 8. September öffnet St. Marien ihre Pforten. Interessierte Besucher können dann mehr über die 500 Jahre alte Geschichte erfahren.

500 Jahre St. Marien feiert die Kirchgemeinde am 17. und 18. August. „Da die Marienkirche als katholische Kirche geweiht wurde, wollten wir rund um den Maria Himmelfahrt am 15. August auch das Jubiläum feiern“, so Dorothee Schmitt, die seit vergangenem Jahr Pfarrerin der Kirchgemeinde ist.
Am Samstag, 17. August  findet 16 Uhr ein Konzert mit Klara vom Querenberg statt. Sie verzaubert das Publikum mit Gesang, Harfen, Portativ, Glockenspiel Kantele und Flöten. Die Lieder des Mittelalters besingen Maria in  melodischer Vielfalt - und poetischer Sprache. Das Konzert wird eine klingende Reise durch das Marienleben sein - verbunden mit Meditationen und Betrachtungen.
Am Sonntag,  18. August, ist 14 Uhr ein ökumenischer Festgottesdienst in der St. Marien Kirche. Diesen Festgottesdienst wird Pfarrerin Dorothee Schmitt gemeinsam mit ihrem Amtskollegen aus der Pfarrei Sankt Michael für Aschersleben, Alsleben, Güsten,  Pfarrer Johannes Zülicke, halten. 
Anschließend zeigen Handwerkszünfte in „Klein- Leipzig“ ihr Können. Es singen die Chöre und Besucher können Einsicht in den „Kirchenschatz“ nehmen.
   
Der  Sandersleber Ortschronist Peter Puschendorf hat  das Buch „500 Jahre St. Marienkirche Sandersleben (Anhalt) 1519 - 2019“ herausgegeben. Dieses Buch kann in der Stadtbibliothek sowie im Pfarrhaus erworben werden.

Kalender
Anlässlich der 500-jährigen Weihe von St. Marien wird ein Kalender für 2020 gestaltet. Der Kalender ist fast fertig. Neben der Kirche werden auf den Kalenderblättern  historische Motive  heutigen Ansichten von Sandersleber Straßen und Plätzen gegenüber gestellt. Um Vorbestellung wird gebeten, um den Bedarf abzuschätzen. Wer Interesse hat, meldet sich bei Barbara Papke unter Tel. (034785) 20 384 und im evangelischen Pfarramt. 

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